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Konfigurieren Sie Antivir Personal

25.02.2010 | 10:25 Uhr | Thorsten Eggeling

Alle Antiviren-Programme bieten bereits in der Grundkonfiguration einen ausreichenden Schutz. Wenn Sie Änderungen vornehmen, setzen Sie zwar in der Regel die Sicherheit etwas herab. Häufig lassen sich so aber Fehlalarme verhindern und der Scanvorgang beschleunigen. Bei Antivir erreichen Sie die Einstellungen über den Menüpunkt "Extras, Konfiguration". Standardmäßig bekommen Sie hier nur wenige Optionen angeboten. Erst wenn Sie die Klickbox vor "Expertenmodus" aktivieren, gelangen Sie zu den richtig interessanten Bereichen. Einige Einstellungen können Sie getrennt für die "Suche" und für "Guard" vornehmen. Die Such-Einstellungen gelten dann, wenn Sie selbst einen Suchlauf beispielsweise über "Vollständige Systemprüfung" durchführen. "Guard" bezieht sich auf den Virenwächter, der ständig im Hintergrund läuft. Unter "Scanner, Suche, Archive" lässt sich bei Bedarf die Option "Archive durchsuchen" deaktivieren. Das kann den Scanvorgang drastisch beschleunigen, wenn sich zahlreiche gepackte Archive, etwa ZIP-, RAR- und JAR-Dateien auf der Festplatte befinden. Denn Antivir muss vor der Prüfung erst die Dateien aus den Archiven extrahieren. Auf die Sicherheit Ihres Rechners wirkt sich das nur unwesentlich aus, denn der Hintergrund-Virenwächter prüft die Dateien beim Entpacken ohnehin.

Bei häufigen Fehlalarmen verändern Sie die Heuristik
Vergrößern Bei häufigen Fehlalarmen verändern Sie die Heuristik
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Die Einstellungen für die Heuristik erreichen Sie über "Scanner, Suche, Heuristik" beziehungsweise "Scanner, Guard, Heuristik". Diese ist standardmäßig aktiviert, und die Erkennungsstufe unter "Win32 Dateiheuristik" ist auf "Mittel" eingestellt. Über die Heuristik versucht der Virenscanner bestimmte Muster in Dateien zu erkennen, die potenziell schädlich sein können, ohne dass das Muster in der Virendatenbank enthalten ist. Das kann beispielsweise Programmcode zum Beenden von Prozessen oder zum Entschlüsseln von Kennwörtern sein. Wenn es auf Ihrem PC häufig zu Fehlalarmen kommt, sollten Sie die Heuristik entweder deaktivieren oder die Erkennungsstufe auf "Niedrig" stellen.

Rootkits sind für den Anwender nicht sichtbare Prozesse, die Ihren PC beispielsweise für das Versenden von Spam oder für verteilte Angriffe auf Internet-Server missbrauchen können. Der Schad-Code gelangt meist über einen Wurm oder Virus auf das System oder wird unbemerkt zusammen mit einer böswilligen Software installiert. Bei den Profilen "Vollständige Systemprüfung" und "Suche nach Rootkits" ermittelt Antivir auf Ihrem System auch die getarnten Programme. Über "Scanner, Suche" können Sie die Option "Rootkit-Suche bei Suchstart" aktivieren. Das Programm verwendet dann ein nicht so gründliches, aber bedeutend schnelleres Verfahren zum Aufspüren von Rootkits im Windows-Systemverzeichnis.

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