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Citrix GoTo Meeting

09.01.2013 | 11:17 Uhr |

Kostenlose 30-Tage-Testperiode; danach 39 Euro/ Monat oder 372 Euro/ Jahr; Plattformen: Windows, OS X, iOS, Android

Citrix GoTo Meeting
Vergrößern Citrix GoTo Meeting

Zweifellos richtet sich Citrix' GoTo Meeting an Profis. Das macht schon der Preis deutlich: Eine kostenlose Variante gibt es nicht. Für bis zu 25 Teilnehmer pro Konferenz fallen 39 Euro im Monat an. Für andere Anwendungszwecke wie z.B. Online-Events oder -Trainings mit einer größeren Teilnehmeranzahl bietet Citrix die Produkte GoToWebinar und GoToTraining an, die über spezielle Funktionen für den jeweiligen Verwendungszweck verfügen.

Die meisten der bisher vorgestellten Programme organisieren ihre verschiedenen Funktionen - Videos, Steuerelemente, etc. - in einem einzelnen Fenster. GoTo Meeting nutzt dafür mehrere frei positionierbare Fenster, was manchmal ausgesprochen störend sein kann. So werden etwa Bildschirmübertragungen und die Kontrollfunktion für Meetings in separaten Fenstern angezeigt. In einem zusätzlichen Bedienpanel sind alle gängigen Funktionen wie das Whiteboard oder Kamera- und Mikrofoneinstellungen untergebracht. Hier können nicht gebrauchte Optionen bei Bedarf allerdings ganz einfach ausgeblendet werden. Insgesamt fühlt sich das Interface jedoch zu überladen an, und damit unaufgeräumter als es der Entwickler wohl geplant hatte.

Dafür bietet GoTo Meeting aber auch eine Reihe schöner Funktionen - etwa die Einwahlunterstützung für Sprach-Chats, über die auch Personen am Chat teilnehmen können, die nur ein Telefon zur Hand haben. GoToMeeting bietet also neben der Konferenzteilnahme über VoIP die gleichzeitige Teilnahme über lokale Telefoneinwahlnummern an sowie eine für die Teilnehmer kostenlose Einwahloption. Die Kosten für diese Einwahloption trägt dann der Inhaber des GoToMeeting Kontos.

Ebenfalls nützlich: Der eigene Bildschirm lässt sich nicht nur mit Ihren Gesprächspartnern teilen; auf Wunsch übergeben Sie ihnen auch die Kontrolle über Ihr System. Meetings können über das GoToMeeting-System geplant und arrangiert werden und die Aktivitäten einer Sitzung werden in einer passenden Datei gespeichert. Gesprächsteilnehmer können sich wahlweise über einen Mac, einen Windows-PC, Android, iOS, oder webbasiert über das Online-Portal einklinken. Organisatoren können Meetings wahlweise ad-hoc oder automatisch nach einem Zeitplan starten.

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Eine der herausragendsten Funktion von GoTo Meeting ist HDFaces das bis zu sechs Kamera-Streams mit einer Auflösung von jeweils 640x480 Pixeln gleichzeitig auf dem Bildschirm eines Teilnehmers ausgibt - insgesamt mit 1920x960 also ein HD-Stream. Dazu benötigen Sie mindestens eine Bandbreite von 700Kbps. Der Organisator des Meetings hat die Kontrolle darüber, wessen Kameras in einer HDFaces-Sitzung gezeigt werden - befinden Sie sich also in einem Meeting mit beispielsweise zehn Teilnehmern, können Sie sich gleichzeitig auf drei oder vier konzentrieren. Nicht nur, um Bandbreite zu sparen, sondern auch, um den Fokus des Gesprächs nicht zu verlieren.

Weitere interessante Funktionen von GoToMeeting bieten die Zeichenwerkzeuge. Damit können Sie den Bildschirm wie ein Whiteboard nutzen. Sie können dann innerhalb eines festgelegten Bereichs zeichnen und auch jedes übertragene Fenster oder jedes Objekt auf Ihrem Desktop hervorheben .

GoTo Meeting unterstützt zwar von Haus aus das Aufzeichnen von Konferenzen, doch die Funktion ist eingeschränkt. So können Sie zum Beispiel die Tonspur eines Gesprächs aufzeichen oder die Inhalte geteilter Bildschirme und Präsentationen aufnehmen; isolierte Feeds von Teilnehmern werden hingegen außen vor gelassen. Auf Windows-PCs können Konferenzen im Windows-Media-Player-Format gespeichert werden, oder alternativ als G2M2-Codec. Mac-Nutzer sollten allerdings auf die letzte Option verzichten: Der G2M2-Codec ist ausschließlich für Windows erhältlich.

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Fazit: GoTo Meeting ist ein nützliches High-End-Konferenz-Tool. Der positive Eindruck seiner hochqualitativen Videoübertragung und die üppigen Funktionen werden jedoch etwas von den eingeschränkten Aufnahmemöglichkeiten und dem überfüllten Interface getrübt.

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