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Knoppix: Das Live-System-Urgestein in neuer Form

16.08.2020 | 08:05 Uhr | Hermann Apfelböck

Livesysteme sind nicht rar: Moderne Linux-Distributionen kombinieren das Installationsmedium mit einem Livesystem, das sich zum Ausprobieren, zum Hardwaretest und zur Reparatur eignet. Der Allrounder Knoppix behält dennoch seine Berechtigung.

Das Linux-System Knoppix, benannt nach ihrem Entwickler Klaus Knopper, ist eine ganz spezielle Distribution – und dabei in der technischen Basis vom Feinsten. Denn das Livesystem bootet praktisch auf jedem alten wie neuen Rechner, hat einen absolut zuverlässigen Assistenten zur Einrichtung und kann optional Daten und Einstellungen durch Verschlüsselung schützen. Im September feiert der auf Debian-Linux basierende Liveklassiker seinen 20. Geburtstag: Knoppix ermöglichte den Livebetrieb lange vor den heute verbreiteten Live-Installationsmedien von Ubuntu & Co. Mit exzellenter Hardwareerkennung, deutschsprachiger Arbeitsumgebung, opulenter Softwareausstattung und variabler Einrichtung bleibt Knoppix die erste Wahl für ein universelles Zweitsystem auf USB.

Es wartet mit einer unfassbar umfangreichen Softwaresammlung auf, die nützlichste Werkzeuge für Netzwerk, Surfen, Office, Medien und Reparaturen enthält, allerdings auch vor fragwürdiger B-Ware und funktional redundanten Dubletten nicht zurückschreckt.

Download und Einrichtungsvarianten

Knoppix-Downloads werden via http://www.knopper.net/knoppix-mirrors/ hauptsächlich über Universitäten angeboten. Der Download der aktuellen Version 8.6.1 beträgt circa 4,3 GB. Eine schlankere CD-Version mit circa 700 MB gibt es zwar auch noch, sie wird aber seit 2013 nicht mehr gepflegt und stagniert seither bei Version 7.2. Es empfiehlt sich also der Griff zur großen DVD-Variante. Achten Sie in der Liste der ISO-Dateien auf „-DE“ im Dateinamen – zum Beispiel KNOPPIX_V8.6.1-2019-10- 14-DE.iso, um das System mit deutscher Benutzerführung herunterzuladen.

Knoppix live: Ungeachtet mancher irreführender Hinweise ist das originale Knoppix-ISO nicht auf den DVD-Start reduziert, sondern bietet eine moderne hybride Startumgebung. Ein Zwischenschritt über einen DVD-Rohling ist daher nicht nötig, Knoppix bootet auch von einer Rohkopie auf USB-Stick. Als Werkzeug für diese Rohkopie taugen die üblichen Tools wie dd, Gnome-Disks („Laufwerksabbild wiederherstellen“), Etcher  oder der Win 32 Disk Imager unter Windows.

Nach dem Schreiben als Rohkopie ist Knoppix ein pures Livesystem, das keinerlei Änderungen speichert – egal, ob auf DVD oder auf USB. Das Dateisystem wird in den Arbeitsspeicher geladen und somit gehen die in der Sitzung getätigten Änderungen beim Herunterfahren wieder verloren. Typischerweise erkennen Sie ein laufendes Livesystem mit dem mount-Befehl im Terminal, der ein „loop0“-Device, ein „cloop“- Device (komprimiert), ein „squashfs“ (komprimiert) oder auch ein „aufs“-Dateisystem anzeigt (Another Union File System). Im Falle von Knoppix gibt es mehrere cloopsund unionfs-Geräte.

Das originale Knoppix live ist ausreichend, wenn Sie gelegentlich ein transportables Zweitsystem für Reparaturen, zum Surfen oder Spielen benötigen.

Das wichtigste Knoppix- Tool: Nicht ohne Grund ist Flash Knoppix Dauergast auf dem Desktop. Damit machen Sie aus einem Livesystem ein flexibles Linux.
Vergrößern Das wichtigste Knoppix- Tool: Nicht ohne Grund ist Flash Knoppix Dauergast auf dem Desktop. Damit machen Sie aus einem Livesystem ein flexibles Linux.

Knoppix live mit Overlaypartition: Die ideale Knoppix-Einrichtungsvariante für den Dauerbetrieb ist der Einsatz einer zusätzlichen beschreibbaren Overlaypartition. Diese speichert und transportiert nicht nur persönliche Dokumente, sondern erlaubt auch dauerhafte Anpassungen, Installationen, Deinstallationen. Diese Variante ist nach unserer Kenntnis nur aus einem bereits laufendem Knoppix zu erreichen, dies aber ganz einfach: Das maßgebliche Tool finden Sie als Link „Flash Knoppix“ auf dem Desktop. Im Menü ist es unter „Knoppix –› Knoppix auf Flash kopieren“ zu erreichen. Wie der Name sagt, ist Flash Knoppix der Installationsassistent für Kopien auf beschreibbare USB- und SD-Medien, kann aber auch für die Einrichtung auf Festplatten genutzt werden.

Linux-Live: Die besten Rettungssyteme im Überblick

So richten Sie Knoppix auf diese Weise Schritt für Schritt ein: 

  1. Der erste Dialog fragt ab, ob lediglich Wechselmedien oder auch interne Festplatten als Ziel infrage kommen. Je nach Ihrer Antwort ermittelt das Tool anschließend die passenden Datenträger. Das Medium, auf dem Knoppix gerade läuft, wird erfreulicherweise nicht angeboten – ein logischer, aber nicht selbstverständlicher Service des Tools.

  2. Nach Auswahl des gewünschten Zieldatenträgers wählen Sie die Option „Installation auf FAT32 mit zusätzlicher Overlay- Partition“. Um das Dateisystem FAT32 der Systempartition müssen Sie sich nicht kümmern, dafür sorgt das Tool automatisch. Die Overlaypartition („Knoppix-Data“) erhält das Dateisystem Reiser FS.

  3. Die nächste Abfrage „Möchten Sie Knoppix remastern?“ ist nur relevant, wenn Sie das Knoppix-System, mit dem Sie gerade installieren, bereits individuell angepasst haben. Mit anderen Worten: Wenn Sie gerade Ihr erstes Knoppix mit Overlaypartition erstellen, beantworten Sie die Frage mit „Nein“. In einem späteren angepassten Knoppix ist diese Option jedoch umso wichtiger: Mit der Antwort „Ja“ erreichen Sie, dass Ihre nächste Knoppix-Kopie wieder alle persönlichen Einstellungen mitbringt.

  4. Die Abfrage zur Größe der Overlaypartition können Sie auf einem USB-Stick normaler Größe einfach mit „OK“ übernehmen. Dann erhält die Overlaypartition auf dem Stick die komplette Restkapazität, die das eigentliche Knoppix-System übrig lässt. Bei Installation auf Festplatte schränken Sie die Größe mit dem Schieberegler auf Wunsch ein.

  5. Die letzte Frage betrifft den optionalen Verschlüsselungsschutz der Overlaypartition. Es handelt sich um die einzige Möglichkeit, ein Knoppix-System systemweit zu schützen. Knoppix als Livesystem hat nämlich keine Benutzerverwaltung. Der Liveuser „knoppix“ kommt ohne Anmeldung an den Desktop und ist sudo-berechtigt. Wählt man bei der Einrichtung hingegen die Verschlüsselung, dann stoppt später der Bootvorgang relativ früh (vor dem Umschalten in den grafischen Textmodus) und fragt nach dem Kennwort („passphrase“). Dieses muss ohne Feedback eingegeben werden. Ein Start des Systems ohne Kennwort ist nicht möglich; ebenso erfolglos bleibt der Versuch, die Daten mit einem Fremdsystem auszulesen. Diese Verschlüsselung ist für USB-Sticks sehr zu empfehlen, umso mehr, wenn die Overlaypartition nicht nur Systemeinstellungen, sondern auch persönliche Daten speichert.

Knoppix auf Festplatte: Trotz ausufernder Software und verspielter Effekte ist Knoppix mit seinem pragmatischen Standarddesktop LXDE äußerst bescheiden und fordert nur circa 300 MB RAM für System plus Oberfläche. Damit ist Knoppix mit LXDE, eventuell auch mit KDE, ein geeigneter Kandidat für eine Festplatteninstallation auf älteren Notebooks/PCs. Der dafür vorgesehene Assistent unter „Knoppix –› Knoppix HD-Installation“ ist im Vergleich mit dem Tool Flash Knoppix allerdings konfus, fehlerträchtig und wahrscheinlich fehlerhaft. Wir raten definitiv davon ab und empfehlen auch für die Festplatteninstallation das Tool Flash Knoppix. Dabei erhalten Sie ein Livesystem mit üppiger Overlaypartition, das im Alltag wie ein normal installiertes Linux arbeitet – nur ohne Benutzerkonten und Anmeldesicherung.

Empfohlene Einrichtungsvariante mit Persistenz: Die Overlaypartition ermöglicht beim Livesystem Desktopanpassungen, Installationen und Deinstallationen.
Vergrößern Empfohlene Einrichtungsvariante mit Persistenz: Die Overlaypartition ermöglicht beim Livesystem Desktopanpassungen, Installationen und Deinstallationen.

Die Overlaypartition erhält das Dateisystem Reiser FS, das keinerlei Beschränkungen für Dateigrößen besitzt. Die fehlende Benutzersicherheit können Sie bei der Einrichtung durch die beschriebene Verschlüsselungsoption kompensieren.

So richten Sie das Livesystem Knoppix individuell ein

Mit Overlaypersistenz erlaubt Knoppix Anpassungen aller Art, auch Nachinstallationen und Entfernen überflüssiger Pakete. (De-)Installationen sind über den apt-Befehl im Terminal möglich, auf Wunsch auch über „Einstellungen –› Synaptic-Paketverwaltung“. Voraussetzung ist zunächst das übliche 

sudo apt update 

zum Einlesen der Paketquellen. Danach können Sie aufräumen

sudo apt remove cheese evolution gerbera scribus […]

oder auch Fehlendes nachrüsten.

Entscheidungen bei der Einrichtung: „Remastern“ ist praktisch, wenn bereits ein angepasstes (Overlay-)Knoppix vorliegt, das identisch kopiert werden soll. Die Verschlüsselung kompensiert die fehlende Benutzersicherheit.
Vergrößern Entscheidungen bei der Einrichtung: „Remastern“ ist praktisch, wenn bereits ein angepasstes (Overlay-)Knoppix vorliegt, das identisch kopiert werden soll. Die Verschlüsselung kompensiert die fehlende Benutzersicherheit.

Um das umfangreiche Hauptmenü nicht für jeden Softwarefavoriten bemühen zu müssen, empfiehlt sich nach einem Rechtsklick auf die „Anwendungsstartleiste“ die Einrichtung der wichtigsten Programme in der Hauptleiste. Alternativ sind dafür auch Desktoplinks möglich, indem Sie im Hauptmenü nach Rechtsklick auf ein Tool die Option „Der Arbeitsfläche hinzufügen“ nutzen. Der LXDE-Desktop bietet einige optische Spielereien, die sicher nicht jedermanns Geschmack sind – zum Beispiel die „wackeligen Fenster“. Wenn Sie den Desktop versachlichen möchten, finden Sie mit „Einstellungen –› CompizConfig-Einstellungsverwaltung“ unter „Effekte“ die passenden Optionen. Weitere LXDE-Anpassungen zeigen die „Einstellungen“ unter „Desktop- Einstellungen“ und „Erscheinungsbild anpassen“.

Der schlanke LXDE-Desktop ist Knoppix-Standard. Als Alternativen sind Gnome und KDE an Bord, wobei uns Gnome aus mehreren Gründen für ein Knoppix-Livesystem ungeeignet erscheint.
Vergrößern Der schlanke LXDE-Desktop ist Knoppix-Standard. Als Alternativen sind Gnome und KDE an Bord, wobei uns Gnome aus mehreren Gründen für ein Knoppix-Livesystem ungeeignet erscheint.

Knoppix hat neben LXDE noch zwei weitere Desktops an Bord. Alternativ lassen sich auch die anspruchsvolleren Oberflächen Gnome 3 oder KDE Plasma 5 starten, dies aber nur im laufenden System über den Menüpunkt „Knoppix-Desktop Auswahl/ Neustart“, da es keine Systemanmeldung gibt. Gnome halten wir unter Knoppix für unproduktiv, weil die opulente Softwareausstattung in der großen Gnome-Anwendungsübersicht sehr unübersichtlich wird. Außerdem ist der Gnome-Desktop für USB-Sticks (2.0) eine erhebliche Last. KDE Plasma ist mit seinem durchsuchbaren Hauptmenü die bessere und schlankere Alternative.

Knoppix startet künftig so lange mit einem einmal gewählten Desktop, bis Sie über den genannten Menüpunkt wieder zu einer anderen Oberfläche wechseln.

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Die interessantesten Knoppix-Tools 

Das wichtigste Knoppix-Werkzeug ist Flash Knoppix, das wir bereits ausführlich beschrieben haben. Das Menü „Knoppix“ versammelt aber eine Reihe weiterer nützlicher Tools: Mit „Knoppix –› Netzlaufwerke suchen/mounten“ startet das System zum Beispiel eine sehr zuverlässige Suche nach Samba-Freigaben. Zur Verbindung zu einem der dann angezeigten Server ist nur noch die Eingabe des Kontonamens und des Samba-Passworts nötig. Die anschließend automatisch eingehängte Freigabe erscheint im Dateimanager.

Umgekehrt kann Knoppix auch schnell mal selbst Daten freigeben. Während sich das veraltete Script „Sambastart“ („Knoppix –› Samba Server“) in einer Endlosschleife verfängt, gelingt der Start des SSH-Servers über „Knoppix –› SSH Server starten“ problemlos. Zugriff erhält das Konto „knoppix“ mit dem zu vergebenden Kennwort. Linux-Rechner im lokalen Netz können sich dann mit dem Dateimanager und der Adresse „sftp://[IP-Adresse]“ bequem verbinden. Für Windows-Rechner ist der Datenzugriff über typische SSH-Clients wie Putty etwas umständlicher, weil Sie dann – etwa über den Midnight Commander – erst eine Shell-Verbindung zu einem dritten Rechner als Übergangsstation aufbauen müssen. Die Option „Knoppix –› TOR Proxy“ bereitet den Weg in das anonymisierende TOR-Netzwerk vor. Sobald das Tool die Erfolgsmeldung „TOR wurde gestartet“ bringt, können Sie über „Internet –› TOR Browser“ den Browser laden. Beim ersten Mal müssen Sie diesen erst aus dem Web nachladen.

Komfortables Systemtool: Mit „Netzlaufwerke suchen/mounten“ findet Knoppix schnell und zuverlässig Samba/ Windows-Freigaben im lokalen Netzwerk, auf die Sie ganz einfach zugreifen können.
Vergrößern Komfortables Systemtool: Mit „Netzlaufwerke suchen/mounten“ findet Knoppix schnell und zuverlässig Samba/ Windows-Freigaben im lokalen Netzwerk, auf die Sie ganz einfach zugreifen können.

Eine interessante Sicherheitsfunktion bietet der Punkt „Knoppix –› Start Knoppix in KVM“. Sofern die Rechnerhardware mitspielt, lädt Knoppix hier eine Originalkopie seiner selbst (ohne Overlayanpassungen) als virtuelle Maschine mit dem Virtualisierer Qemu. Start wie Betrieb der VM verlaufen auch auf USB frappierend flott. Die VM kann etwa für den doppelt gesicherten Surfausflug mit dem Browser dienen (VM unter einem Livesystem!). Nebenbei haben Sie mit der VM immer ein originales Knoppix zur Hand, falls Sie das Overlaysystem zu weitreichend abgespeckt haben.

Die Option „Knoppix –› Desktop zeigen/exportieren“ erlaubt die Remotefreigabe des Knoppix-Desktops. Dabei benutzt Knoppix das VNC-Protokoll, unterscheidet bei der Freigabe zwischen „Nur beobachten“ und „Steuerung erlauben“ und sichert die Freigabe durch ein optionales Kennwort, das Sie vor der Desktopfreigabe eingeben. Der zugreifende Rechner benötigt einen Client wie das verbreitete Remmina, das Knoppix natürlich auch an Bord hat („Internet –› Remmina“). Remmina benötigt für den Zugriff nur die IP-Adresse, das Kennwort und die Protokollangabe „VNC“. Das unter Knoppix installierte Remmina hat neben VNC und SSH auch das RDP-Plug-in an Bord, das Windows für die Desktopfreigabe verwendet.

Systemwerkzeuge und Zubehör

Unter den Kategorien „Systemwerkzeuge“ und „Zubehör“ versammelt Knoppix alle Gnome- und KDE-Kandidaten, die für Datenträger-, Datei-, Task- und Netzwerkverwaltung Rang und Namen haben. Knoppix will jeden Nutzer versorgen, egal, von welcher Distribution und welchem Desktop er kommt. Das führt zu erheblicher Redundanz und erschwert den Durchblick gerade für weniger Erfahrene, denen Namen wie „Dolphin“, „Htop“ oder „Leafpad“ nicht auf Anhieb etwas sagen. Außerdem geht es im Hauptmenü munter hin und her zwischen beschreibenden Bezeichnungen und tatsächlichen Programmnamen. Wer hier mehr Klarheit haben will, kann auf seinem Overlay-Knoppix selbst aufräumen und aus dem jeweils halben Dutzend an Dateimanagern, Systemmonitoren, Terminals oder Texteditoren die irrelevanten herausfiltern. Ein „apt remove…“ ist die radikale Antwort, etwas sanfter ist nach

sudo pcmanfm /etc/share/applications

das Löschen oder Umbenennen von Desktopdateien. Geht es nur um das Entschlacken des Menüs, ist unter „Zubehör –› Hauptmenü“ der Menüeditor Alacarte an Bord. Änderungen mit diesem Editor gelten erst nach einer Abmeldung vom Desktop.

Ungeachtet dieser eher kritischen Bemerkungen steht auf der positiven Seite außer Frage, dass jeder Linux-Nutzer unter Knoppix sein favorisiertes Systemtool vorfindet: Klassiker wie Gparted, Gnome-Disks („Laufwerke“), Hardinfo („System Profiler“) oder Gnome-System-Monitor („Systemüberwachung“) sind ebenso an Bord wie bewährte Editoren (Kate, Kwrite, Bluefish, Geany, Emacs, Leafpad), kleine Helfer wie Sweeper (Aufräumen), Baobab (Festplattenbelegung), Ark (Archivmanager) oder die Wine-Umgebung für Windows-Programme.

Knoppix-Programme: Office, Medien, Unterhaltung und Spiele

Auch das ist Knoppix: Das Livesystem bringt nicht nur Nutzwert pur, sondern auch eine ganze Menge Spielspaß mit.
Vergrößern Auch das ist Knoppix: Das Livesystem bringt nicht nur Nutzwert pur, sondern auch eine ganze Menge Spielspaß mit.

Das Livesystem versammelt auf komprimierten 4,3 GB eine Armada an Anwendungssoftware – auch hier mit bewusster funktionaler Redundanz, um jedem das Gewohnte anbieten zu können. Mit Alternativen wie Firefox und Chromium, Thunderbird und Evolution, VLC und MPV Player, Kdenlive und Openshot, Eog und Gpicview, Evince, Xournal, Okular (Dokumentenbetrachter) fallen die Doppelungen aber dosierter aus als bei den Systemwerkzeugen. Ansonsten steht mit Libre Office, Calibre (E-Book-Verwaltung), Gimp (Bildbearbeitung), Amarok, Audacity, Blender, Brasero, Freecad, Handbrake, Mediathekview, Inkscape, Keypassx, Ktorrent Pidgin, Remmina, Putty wirklich alles parat, was ein Linux-Nutzer für den Medienkonsum und für den produktiven Alltag benötigt – wobei unsere kleine Aufzählung nur die prominentesten Programme erwähnt.

Nicht zu vergessen: Annähernd 80 Spiele bringt Knoppix auch noch unter. Da ist – freundlich formuliert – etlicher Krimskrams dabei, aber auch viel Unterhaltsames. Spiele wie Kobi Deluxe, Kapman oder Kblocks sind nicht ganz der aktuelle Stand der Spieleentwicklung, haben aber das Suchtpotenzial für viele verlorene Stunden – dieser Artikel wurde trotzdem rechtzeitig fertig.

Die Themen in Tech-up Weekly #197 (Links zu den Artikeln weiter unten):

00:00 | Intro
00:35 | Xbox-Games bald unter Android spielbar
05:05 | Galay Note 20 & Google Pixel 4a
08:41 | Hungerlohn für Blizzard-Entwickler
10:45 | Quicknews (Microsoft warnt vor CCleaner, Amazon schenkt Prime-Kunden 23 Spiele, Trump fordert Geld von Microsoft für Tiktok-Deal, RTX 3080 & 3090: Erste Benchmark-Ergebnisse, Mulan auf Disney+)
13:29 | Kommentar der Woche
14:38 | Fail der Woche

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► Xbox-Spiele bald unter Android spielbar: www.pcwelt.de/news/xCloud-Xbox-Spiele-ab-15.9.-unter-Android-spielbar-10859757.html

► Samsung enttäuscht mit teurem Note 20: www.pcwelt.de/news/Galaxy-Note-20-Ultra-im-Hands-On-Warum-wir-enttaeuscht-sind-10859582.html

► Google überrascht mit günstigem Pixel 4a: www.pcwelt.de/news/Google-Pixel-4a-vorgestellt-Top-Ausstattung-fuer-340-Euro-10858523.html

► Blizzard lässt Spieleentwickler für Hungerlohn schuften: www.pcwelt.de/news/Blizzard-Angestellte-hungern-um-Miete-bezahlen-zu-koennen-10858966.html

Quick-News

► Microsoft warnt vor CCleaner: Potenziell unerwünschte App: www.pcwelt.de/news/Microsoft-warnt-vor-CCleaner-Potenziell-unerwuenschte-App-der-Grund-10855388.html

► Amazon schenkt Prime-Kunden 23 PC-Spiele im August: www.pcwelt.de/news/Amazon-schenkt-Prime-Kunden-23-PC-Spiele-im-August-10858177.html

► Trump fordert Geld von Microsoft für Tiktok-Deal: www.pcwelt.de/news/Trump-fordert-Geld-von-Microsoft-fuer-Tiktok-Deal-10858675.html

► Disney+: 60,5 Mio. Nutzer / Mulan: Stream statt Kino: www.pcwelt.de/news/Disney-60-5-Mio.-Nutzer-und-erster-Bezahlfilm-fuer-30-Dollar-10859879.html

► Nvidia RTX 3080 & 3090: Erste Benchmark-Ergebnisse geleakt: www.pcwelt.de/news/Nvidia-RTX-3080-3090-Erste-Benchmark-Ergebnisse-geleakt-10858367.html

Kommentar der Woche

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Fail der Woche

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