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6. Klassen: Objekte in der Registry

26.08.2010 | 08:36 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

Eine besondere Bedeutung hat der Registry-Schlüssel „Hkey_Classes_Root\Clsid“. Er enthält die Class-IDs für Objekte, die keine normalen Ordner und Verknüpfungen sind, sondern Shell-Erweiterungen, und ausschließlich in der Registry festgelegt werden. Ein Beispiel dafür sind der Arbeitsplatz oder die Netzwerkumgebung: Sie werden nicht durch echte Ordner im Dateisystem bereitgestellt, sondern durch Funktionen in einer DLL, hier zum Beispiel der Shell32.DLL. Die Class-ID für den Arbeitsplatz etwa ist {20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D}, sie finden seinen Eintrag demzufolge unter „Hkey_Classes_Root\ Clsid\ {20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D}“. Durch die dort enthaltenen Einträge und Werte ist er dem System bekannt und funktioniert wie erwartet.

Es gibt bei den Einträgen für Class-IDs deutliche Analogien zu anderen Registry-Werten, zum Beispiel was das angezeigte Symbol oder das Kontextmenü betrifft: Sie finden etwa den Arbeitsplatz-Kontextmenüpunkt „Verwalten“ unter „Hkey_Classes_Root\ Clsid\ {20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D}\ shell\ Manage“. Der konkrete Befehl, der dazu aufgerufen wird, steht im Unterschlüssel „command“.
Nicht alle Class-IDs stellen sichtbare Objekte dar. Die meisten bleiben für den Desktop unsichtbar und dienen dem Ansprechen einer Komponente von anderen Programmen oder aus Scripts heraus.

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