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Keine ausreichende betriebliche Veranlassung

06.08.2009 | 10:41 Uhr | Christian Löbering

Soweit die Klägerin demgegenüber meint, das Programm der Reise sei letztlich unerheblich, weil sie (nur) aus dem Teilnehmerkreis und der Möglichkeit zur Einwerbung neuer Mandate eine unmittelbare betriebliche Veranlassung der Reise ableiten will, sei ihr zwar zuzugeben, dass die Klägerin in der Tat ein ganz erhebliches betriebliches Interesse daran hat, dass die Gesellschafter der Klägerin diese repräsentieren und letztlich bei jeder sich bietenden Gelegenheit darum bemüht sind, Mandanten für die Klägerin zu werben. Der Senat ist auch davon überzeugt, dass die Kosten der auf der Reise eingeworbenen Mandate, die die Klägerin im Schreiben vom 1. Februar 2005 namentlich benannt hat, die Kosten der Reise übersteigen. Gleichwohl könne die Klägerin damit nicht der Anwendung der Grundsätze des BFH zur betrieblichen Veranlassung von Auslandsgruppenreisen quasi "entfliehen": Wäre die von der Klägerin als ausreichend angesehene betriebliche Mitveranlassung ausreichend, wäre nämlich der Betriebsausgabenabzug ufer- und konturenlos.

Passau empfiehlt, das Urteil zu beachten und ggfs. steuerlichen Rat in Anspruch zu nehmen, wobei er dabei u. a. auf den DUV Deutschen Unternehmenssteuer Verband ( www.duv-verband.de ) verweist. (oe)

Weitere Informationen und Kontakt:

Jörg Passau, Steuerberater und Vizepräsident sowie geschäftsführendes Vorstandsmitglied des DUV, c/o Passau, Niemeyer & Collegen, Kiel, Tel.: 0431 9743010, E-Mail: info@duv-verband.de, Internet: www.duv-verband.de

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