Channel Header
240051

Keine Reaktion von Streamgate

27.02.2002 | 17:02 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Bis Redaktionsschluss war von Streamgate trotz mehrmaliger Anfragen keine Stellungnahme zu bekommen. Der Pressemitteilung von Freenet zufolge hat die Streamgate AG Insolvenz angemeldet. Weiter heißt es: "Streamgate konnte die nötigen Finanzierungsrunden zum angestrebten bundesweiten DSL-Rollout in 40 deutschen Großstädten nicht realisieren." Freenet führe bereits Gespräche mit anderen City Carriern und anderen Anbietern mit dem Ziel, einen DSL-Zugang anbieten zu können.

Update 28.20, 10.30 Uhr: Streamgate bestätigte, dass die Leitungen am 28.02. gegen 20.30 gekappt wurden. Zur weiteren Entwicklung des Insolvenzverfahrens gibt es noch keine Informationen.

Streamgate war im Sommer 2001 durch aggressive Werbung für sein DSL-Angebot aufgefallen. Streamgate hatte unter dem Motto "6 oder 1000" mit Kunden gewettet, ihnen einen DSL-Anschluss in sechs Wochen bereitstellen zu können und versprochen, bei Nichterfüllung 1000 Mark zu zahlen. Ein nicht genannter Mitbewerber mahnte jedoch Streamgate ab, woraufhin das Unternehmen diese Kampagne abändern musste.

Das Angebot von Streamgate umfasste einen kombinierten DSL- und Telefonanschluss (wahlweise Analog- oder ISDN) sowie eine zeitlich und volumenmäßig unbegrenzte Flatrate. Der Downstream ist mit 1024 Kilobits pro Sekunde höher als beim DSL-Angebot der Deutschen Telekom mit 768 Kilobits pro Sekunde, der Upstream mit 128 Kilobits pro Sekunde identisch.

Außerdem wurden jedem Kunden fünf Megabyte Speicherplatz für seine Homepage sowie fünf Mailadressen angeboten. Im Preis enthalten waren außerdem ein DSL-Router, der Modem und Splitter ersetzt. Die für den PC erforderliche Netzwerkkarte musste sich der Kunde selbst besorgen.

1000-Mark-DSL-Werbung von Streamgate abgemahnt (PC-WELT Online, 16.08.2001)

DSL-Anschluss innerhalb von 6 Wochen (PC-WELT Online, 09.08.2001)

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
240051