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So finden Sie den perfekten Monitor

13.10.2017 | 12:37 Uhr |

Gigantisch: Monitore gibt es in Auflösungen bis 8K. Fürs Arbeiten im Büro oder zum Filmeschauen, für Gamer, Fotografen oder Designer. Mit unseren Kauftipps finden Sie trotz der Fülle das passende Display.

Wenn Sie einen Ersatz für Ihren alten Monitor suchen, stehen Sie vor einer schier unendlichen Auswahl an unterschiedlichen Modellen. Die Beispielgeräte vor Ort im Elektronikmarkt stehen nur für einen kleinen Teil dessen, was die Hersteller in petto haben. Die Vielfalt beginnt schon beim Seitenverhältnis. Die im Laden ausgestellten Desktop-Displays haben meist das Format 16:9. Sie kennen es vom Kino und natürlich von den Fernsehern. Daneben gibt es die nur geringfügig größere Bildfläche mit einem Seitenverhältnis von 16:10, das meist den Monitoren fürs Büro vorbehalten ist. Immer populärer wird 21:9: Das Format geht wiederum aufs Kino, genauer auf das Cinemascope-Verfahren, zurück. Kinofilme lassen sich hier vollflächig ohne störende Balken anzeigen. Das klappt allerdings nur, wenn das Quellmaterial dafür aufbereitet ist. Alternativ lässt sich die Breite für zusätzliche Programmfenster nutzen. Ganz neu sind Monitore mit einem Seitenverhlältnis von 32:9. Hier haben Sie die Fläche zweier 27-Zöller vor sich und sparen sich das Aufstellen von zwei Geräten nebeneinander.

Für welches Displayformat Sie sich auch entscheiden, bedenken Sie, dass Sie in der Regel mehrere Stunden am Stück vor Ihrem Monitor sitzen. Dabei soll er die Augen nicht über Gebühr anstrengen. Dazu haben viele Geräte Mechanismen eingebaut, die beispielsweise Flackern minimieren oder Blauanteile zurücknehmen.

Tipp: Was Sie über Bildwiederholrate wissen müssen

Selbst im Einstieg nicht unter 24 Zoll Bilddiagonale

Ihren Monitor haben Sie mehrere Jahre im Einsatz. Deshalb ist es meist nicht ratsam, an der Bilddiagonale zu sparen: 24 Zoll beziehungsweise 60 Zentimeter sollten es mindestens sein. Bei dieser Größe haben Sie genug Fläche, um zwei Programmfenster nebeneinander zu platzieren – etwa Ihre Mail-Software und ein Word-Dokument. Auch bei kleinteiligem Arbeiten etwa mit einer Excel-Tabelle sorgt ein 24-Zöller für die nötige Übersicht. Eine Auswahl empfehlenswerter Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis finden Sie in der folgenden Bildgalerie - inklusive Link zum günstigsten Preis.

Soll es nicht nur ein größerer Monitor, sondern auch eine höhere Auflösung als Full-HD sein, bietet sich ein Gerät mit 27 Zoll (68 Zentimeter) Diagonale an. Denn durch die hohe Auflösung verkleinert sich die Darstellung. Programm-Icons auf dem Desktop lassen sich jedoch auf einem 27-Zöller auch bei nativer Auflösung gut bedienen. Für den Einstieg in die UHD-Welt bei dieser Bildschirmdiagonale müssen Sie mit rund 400 Euro rechnen – beispielsweise für den LG 27UD58P-B .
Noch größere Diagonalen wie 32, 34 oder gar 40 Zoll (81, 86 oder 101 Zentimeter) bieten sich an, wenn Sie beispielsweise mit vielen Programmen parallel arbeiten oder wenn Sie Filme, Videos und Bilder auf einem großen Screen genießen wollen. Allerdings starten die Preise selbst bei Displays mit ein Full-HD-Panel bei gut 500 Euro (UVP) – wie etwa für das Benq-Modell EX3200R .

Vor- und Nachteile der Panel-Techniken: TN, IPS, VA, OLED oder Quantum Dot

Idealer Einstieg in UHD: Mit 27 Zoll Bilddiagonale sind Sie gut beraten, wenn Sie sich für einen 4K-Monitor entscheiden.
Vergrößern Idealer Einstieg in UHD: Mit 27 Zoll Bilddiagonale sind Sie gut beraten, wenn Sie sich für einen 4K-Monitor entscheiden.
© LG

Weit verbreitet sind Displays mit TN-Panel (Twisted Nematic). Sie sind reaktionsschnell, aber relativ anfällig in den Blickwinkeln. Seitlich betrachtet, lässt der Kontrast schnell nach – und Sie sehen Fehlfarben. Da die TN-Technik auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, finden Sie sie häufig nur noch bei besonders preiswerten Displays und Auslaufmodellen wie etwa dem AOC E2460SH für rund 160 Euro.

Die Stärke von IPS-Panels (In-Plane-Switching) liegt in der Blickwinkelstabilität, die Farbverfälschungen verhindert, wenn Sie seitlich oder von unten auf den Schirm sehen. Da sich die Pixel eines IPS-Panels sehr genau schalten lassen, ist die Lichtmenge exakter dosierbar als bei der TN-Technik. Davon profitiert die Farbtreue. Die angezeigten Bilder und Filme sehen auf IPS-Schirmen satter und natürlicher aus. Allerdings erreichen sie nicht die rasanten Schaltzeiten von TN-Panels. Für einen IPS-Schirm der Einsteigerklasse wie etwa dem Asus VZ249H müssen Sie rund 190 Euro ausgeben.

Eine weitere beliebte Panel-Technik ist VA (Vertical Alignment). Hier sind die stäbchenförmigen Pixel senkrecht zur Bildebene ausgerichtet. Wird Spannung angelegt, richten sie sich waagrecht aus und lassen immer weniger Licht durch. VA verursacht höhere Schaltzeiten als TN, bietet jedoch einen höheren Kontrast, natürlichere Farben und größere Blickwinkel. Diese Panels kommen bei Monitoren zum Einsatz, bei denen Schalttempo nicht im Vordergrund steht – etwa beim Philips BDM4037UW für CAD-Anwendungen.

Auch bei den Panels erhalten Gamer-Monitore oft zuerst die aktuellsten technischen Fortschritte. So hat Asus mit dem ROG Swift PG27UQ im Januar 2017 auf der CES bereits einen 4K-Schirm mit Quantum-Dot-Panel angekündigt. Auch Samsung versieht das Display des C27H711 sowie des ganz aktuellen 49-Zöllers LC49HG90DMUXEN mit dieser Technik.

Quantum Dots sind Minipartikel, die im Backlight-System des Panels sitzen und das an sich blaue Licht der Hintergrund-LEDs in weißes Licht umwandeln. Sie sind bei Fernsehern bereits weit verbreitet, um die Farbpräzision und die Helligkeit zu erhöhen. Die Partikel können Licht absorbieren und weiterleiten, sind sehr stabil und vermischen sich daher nicht so leicht mit den benachbarten Farben. So erweitern sie das darstellbare Farbspektrum. Das kommt den Details im Bild zugute. Da sich die Nanopartikel sehr fein steuern lassen, sind sie der traditionellen LCD-Technik in der Farbdarstellung und der Homogenität der Ausleuchtung überlegen.

Einen Schwachpunkt haben Quantum-Dot-Panels aber weiterhin: Sie benötigen ein Backlight. Durch das Fremdlicht erreichen sie keinen absolut schwarzen Schwarzwert. Die einzigen Displays, deren Kontrast gegen unendlich gehen kann, sind derzeit OLEDs, da sie aus organischen LEDs bestehen, die selbst leuchten und sich komplett abschalten können. Sie spielen zwar bei Fernsehern eine immer stärkere Rolle, bei Monitoren bleibt ihr Erfolg bisher jedoch aus. Das musste auch Dell mit dem Ultrasharp UP3017Q erfahren. Der OLED-Monitor war kurzzeitig in den USA erhältlich, ist jedoch inzwischen wieder verschwunden. Das größte Problem bei OLED im Monitorbereich sind Standbilder. Sie können mit der Zeit Einbrenneffekte verursachen, wie sie seinerzeit bei Plasma-Fernsehern zu beobachten waren. Es wird noch eine Weile dauern, bis die Hersteller hierfür eine Lösung gefunden haben. Solange bleiben OLEDs den eher kleinen Displays von Smartphones, Tablets und vereinzelt auch Notebooks vorbehalten.    

Für die nächsten Jahre wird Quantum Dot wohl die fortschrittlichste Panel-Technik bleiben. Kein Wunder, dass sich die Hersteller diese Monitore derzeit noch teuer bezahlen lassen. Mit gut 500 Euro müssen Sie für einen 27-Zöller wie den Samsung C27H711 rechnen. Allerdings erhalten Sie hier auch ein zukunftssicheres Display.

Büromonitore: Ergonomie im Vordergrund

Auch wenn Sie ein günstiges Display für zu Hause suchen, müssen Sie auf ein interessantes Äußeres nicht verzichten. Immerhin soll der Bildschirm auch im ausgeschalteten Zustand gefallen. Deshalb setzen die Hersteller vermehrt optische Akzente wie weiße oder silberfarbene Gehäuse oder versetzte Standfüße wie etwa beim Benq VZ2470H . Solche Designelemente sind schön, können aber gleichzeitig ergonomische Nachteile mit sich bringen. Im Falle des Benq-Modells lässt sich der Schirm weder in der Höhe verstellen noch drehen.

Genau diese ergonomischen Defizite kommen für einen Monitor am Arbeitsplatz nicht in Frage. Hier muss sich der Schirm möglichst exakt an den Aufstellort anpassen lassen. In der Grundausstattung lässt er sich in der Höhe einstellen, drehen und neigen. Außerdem hat er eine matte Monitorfläche. Sie verhindert, dass sich Gegenstände in der Ansicht spiegeln und die Konzentration auf den Bildinhalt stören. Allerdings scheint die Zeit der Glare-Oberflächen bei Monitoren vorbei zu sein. Alle in den Tabellen aufgeführten Bildschirme haben eine matte Displayfläche. Zusätzlich zu den ergonomischen Basisfunktionen beherrschen viele Büromonitore die Pivot-Funktion. Dabei lässt sich der Schirm hochkant drehen, um etwa eine Seite vollständig auf der gesamten Schirmfläche darzustellen.

Oft sind Büromonitore alles andere als langweilig, sondern vielmehr mit interessanten Ausstattungsextras versehen. So lässt sich der Dell P2418HT auch mit den Fingern bedienen. Damit das bequem möglich wird, lässt er sich über einen Klappmechanismus soweit absenken, dass der untere Gehäuserahmen auf der Tischfläche aufliegt. Die Funktion ist allerdings kostspielig. Das Dell-Modell mit einer Diagonale von knapp 24 Zoll (60,4 Zentimetern) und Full-HD-Auflösung kommt auf rund 430 Euro. Auf eine im Gehäuserahmen versenkbare Webcam setzt der Philips-Schirm 272B7QPTKEB/00 . Wird die Kamera gebraucht, lässt sie sich herausklicken. Ist der Einsatz beendet, drücken Sie sie wieder in den Monitorrahmen.

Auch USB Typ-C hält langsam Einzug bei den Monitoren für den beruflichen Einsatz. Damit verbinden Sie Ihr Notebook mit dem Monitor und erhalten zusätzliche Bildfläche. Gleichzeitig lässt sich Ihr Mobilrechner über die Typ-C-Verbindung aufladen – so etwa beim Eizo Flexscan EV2780 für 987 Euro (UVP).

Dass sich jedoch ein genauer Blick auf die Spezifikationen lohnt, zeigt der HP Elite Display E271i . Wie das Eizo-Modell bringt er einen USB-Hub zum Anschließen zusätzlicher Peripherie mit. Allerdings bietet er gerade einmal USB-2.0-Tempo, während der Hub des genannten Eizo-Modells mit 3.1-Tempo arbeitet.

Hardware-Trends 2017: Fernseher und PC-Monitore

Für Arbeit und Hobby: Flaches oder gekrümmtes Panel

Sowohl bei Monitoren für den Beruf als auch für Freizeit und Hobby finden sich neben flachen Panels gekrümmte (curved) Varianten. Die Krümmung macht mehr Sinn als bei Fernseher, da Sie in der Regel allein vor dem Gerät sitzen. Neben dem Tiefeneffekt, der Sie unmittelbarer ins Geschehen auf dem Schirm hineinziehen soll, geht es bei Monitoren um das Erfassen der gesamten Anzeigefläche mit einem Blick. Dazu biegen die Hersteller die Panels unterschiedlich stark. Samsung etwa hat bei den ersten Geräten im Jahr 2014 mit einem Wölbungsradius von 4000 Millimetern begonnen, erhöhte diesen inzwischen auf 1800 Millimeter wie etwa beim Samsung Curved Monitor C27H711 .

Auch andere Hersteller wie etwa Benq beim EX3200R , LG beim 34UC79G oder Nec beim Multisync EX341R setzen derzeit auf die 1800-Millimeter-Krümmung. Sie soll die Wölbung des Augapfels imitieren und deshalb für den Betrachter sehr angenehm sein. Gleichzeitig soll sie die Augen entlasten, da der Abstand zur Bildmitte etwa dem zu den Rändern entspricht. Entspannte Augen erhöhen die Konzentration – ein Faktor, der insbesondere am Arbeitsplatz ungemein wichtig ist.

Mehr als nur Tiefe: Die Krümmung von Monitoren wie dem Nec Multisync EX341R soll die Augen entlasten und damit die Konzentrationsfähigkeit unterstützen.
Vergrößern Mehr als nur Tiefe: Die Krümmung von Monitoren wie dem Nec Multisync EX341R soll die Augen entlasten und damit die Konzentrationsfähigkeit unterstützen.
© NEC

Und noch einen Vorteil können gekrümmte Panels für sich verbuchen: Sie ersetzen oft eine Multiscreen-Lösung. Deshalb sind die Wölbungen bei großen Bildschirmdiagonalen verstärkt zu finden. Anstelle von zwei nebeneinander gestellten Schirmen, bringen sie so viel Anzeigefläche mit, dass ein Gerät ausreicht. Das macht ab einer Bildschirmdiagonale von 27 Zoll (68,6 Zentimetern) Sinn. Gleichzeitig können Sie in diesem Fall auch ein Gerät mit einem Seitenverhältnis von 21:9 in Betracht ziehen wie den Nec Multisync EX341R. Denn das klassische Kinoformat lässt sich bei diesem Schirm dank UHD-Auflösung auch im Alltag für zusätzliche Inhalte nutzen. Dazu ist das Nec-Modell dank HDMI-2.0-Anschluss auch multimedial auf der Höhe. Denn darüber liefert es UHD-Inhalte ruckelfrei mit 60 Hertz Bildwiederholrate aus – vorausgesetzt, die Grafikkarte bietet die aktuelle HDMI-Version.

Essenziell für Spieler: Ultraschnelle Bildwechsel

Spezielle Monitore für Gamer sind tendenziell hochpreisig und in der Regel sehr stark auf die Zielgruppe zugeschnitten. Oft erkennen Sie einen Gamer-Schirm schon am Design. Rein schwarze Gehäuse sind selten, meist sind Standfüße und Monitorrückseiten mit roten Elementen aufgepeppt. Dazu finden sich oft Kopfhörerhalter und Tragegriffe an den Schirmen. Im Gamer-Segment gelten etablierte Bildschirmhersteller wie Samsung oder Eizo als Neueinsteiger, Anbieter wie Acer, Asus oder Benq dagegen als etabliert. Vermehrt legen alle Hersteller großen Wert auf die Zielgruppe und bieten eine Fülle unterschiedlicher Modelle an.

Grundsätzlich zählt beim Gamer-Bildschirm die Geschwindigkeit. Deshalb ist die Bildwiederholrate von zentraler Bedeutung. Benq und AOC schrauben die Bildfrequenz in der 1080p-Auflösung aktuell auf bis zu 240 Hertz, etwa beim Benq Zowie XL2540 oder AOC AGON AG251FZ . Zusammen mit der hohen Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter soll dem rasanten Gaming-Genuss nichts im Weg stehen. Weitere Ausstattungsmerkmale wie etwa der Sichtschutz erhöhen die Konzentration aufs Spiel und verhindern störende Einflüsse durch ungewollten Lichteinfall. Die Technik hat ihren Preis: Benq ruft eine UVP von 550 Euro auf, AOC verlangt 499 Euro (UVP) - und das bei nicht übermäßig großen Diagonalen von 24 Zoll (62 Zentimetern).

WQHD-Spielemonitore wie etwa der Acer Predator XB271HUT erreichen inzwischen bis zu 165 Hertz. Bei UHD-Bildschirmen fürs Gaming ist momentan noch bei 60 Hertz Ende der Fahnenstange - wie etwa beim AOC AGON AG271UG für rund 800 Euro. Perspektivisch steuern die 4K-Spielemonitore jedoch 144 Hertz an, wie der Asus ROG Swift PG27UQ schon anzeigt. Der Monitor ist ursprünglich für das dritte Quartal 2017 angekündigt gewesen, aber bis dato noch nicht erhältlich. Auch Schirme mit ultrabreitem Seitenverhältnis wie 21:9 oder sogar 32:9 setzen auf 144 Hertz Bildwiederholrate, wie die Modelle LG 34UC79G für 699 Euro und Samsung LC49HG90DMUXEN für 1499 Euro zeigen.

Viele Spielemonitore nutzen die Techniken Nvidia G-Sync oder AMD Freesync, um die Bildwiederholrate des Panels mit der Grafikkarte abzustimmen. Die Verfahren reduzieren die Latenz zusätzlich, funktionieren allerdings nur mit den Grafikchips der jeweiligen Hersteller. Zudem unterstützen die Techniken nicht alle Grafikprozessoren, bei G-Sync ist das erst ab der Geforce-600-Serie der Fall, bei Freesync ab der 2. GNC-Generation "Sea Islands". Checken Sie am besten vor dem Kauf, ob Ihre Grafikkarte dazugehört. Die Webseiten der Hersteller geben Ihnen dazu Auskunft.

Ähnlich wie bei Gaming-Grafikkarten sind Spielemonitore gespickt mit Zusatzfunktionen und spezialisierter Gaming-Technik. Als besonderes Beispiel sei hier der Acer Predator XB271HUT erwähnt, der auf die Eyetracking-Technik von Tobii setzt. Hier erfassen Software und Infrarotsensoren die Augenbewegung des Spielers. So kann er Blicke gezielt auf Objekte richten und noch schneller reagieren. Wenn der Spieler sich umschaut, passen sich Grafik und Sound dynamisch an. Das intensiviert das Spieleerlebnis zusätzlich.

Neueste Technik: Hochkontrast

Mit HDR (High Dynamic Range) schwappt eine weitere Technik vom TV-Bereich auf die Monitore über. Der Hochkontrast erhöht die Details in den extrem dunklen und hellen Bereichen. Außerdem soll er helfen, Spiele und Kinofilme genauso am Schirm anzuzeigen, wie sie ursprünglich gedacht waren. Dabei gelten HDR 10 und Dolby Vision als die derzeit wichtigsten Verfahren. Als einer der ersten Monitore verwendet der bereits genannte Asus-Spielemonitor ROG Swift PG27UQ HDR 10. Damit kann er die Farbinformationen, die in den Metadaten des Ausgangsmaterials hinterlegt sind, auslesen und umsetzen. Bei HDR 10 beziehen sie sich auf das gesamte Material, bei Dolby Vision sind sie detaillierter definiert – Szene für Szene oder sogar Bild für Bild. Damit der Hochkontrast klappt, muss auch die Grafikkarte HDR 10 beherrschen. Derartige Modelle kosten inzwischen nicht mehr die Welt, wie die AMD Radeon RX460 zeigt, die mit zwei GB Speicher ab rund 120 Euro zu haben ist.

Mehr als 4K-Auflösung für Spezialdisplays

Nicht nur Spieler benötigen ein Top-Display, auch bestimmte Anwendungen erfordern einen speziell angepassten Schirm. Sind Sie Grafiker, Designer oder haben Sie viel mit CAD-Anwendungen zu tun, ist Detailgenauigkeit auf einer möglichst großen Fläche und weniger Top-Geschwindigkeit der ausschlaggebende Faktor. In diesem Fall ist UHD-Auflösung mit 3840 x 2160 Pixeln Pflicht. Sehr große Ultra-HD-Displays gibt es von Philips mit 40 Zoll (101,6 Zentimeter) Bilddiagonale wie etwa den BDM4037UW für rund 750 Euro (UVP). Wie viele Spezialmonitore arbeitet das Gerät mit 10 Bit Farbtiefe und kann so über eine Milliarde Farben anzeigen. Die interne Videoverarbeitung mit 12 Bit sorgt für glatte Farbverläufe.

Grundlage für HDR-10-Bilder am Monitor ist eine entsprechende Grafikkarte wie beispielsweise die AMD Radeon RX 460.
Vergrößern Grundlage für HDR-10-Bilder am Monitor ist eine entsprechende Grafikkarte wie beispielsweise die AMD Radeon RX 460.
© AMD

Doch bei 4K-Auflösung ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. LG setzt mit dem 27MD5K auf 5K oder 5120 x 2880 Pixel. Das Spezielle an diesem Display ist die Schnittstelle. Sie konzentriert sich auf Thunderbolt 3 und damit Apple-Geräte wie das Mac Book Pro. Dazu gibt es noch drei USB-Typ-C-Anschlüsse für das Verbinden von Peripherie – Kostenpunkt: 1050 Euro (UVP). Noch einen Schritt weiter als 5K-Auflösung macht Dell mit dem Ultrasharp UP3218K. Er zeigt 8K-Auflösung oder 7680 x 4320 Pixel. Das Display feierte auf der CES 2017 Premiere und ist der erste Monitor mit dieser Auflösung, der tatsächlich in den Handel gekommen ist. In den USA startete er bei rund 5000 Dollar und liegt derzeit gut tausend Dollar darunter. In Deutschland zeigte ihn Dell auf der IFA 2017. Er ist aber noch nicht auf der Hersteller-Webseite gelistet (Stand Oktober 2017).

Diese Displays können mit sehr vielen Farbräumen umgehen. Sie decken beispielsweise Adobe RGB meist zu hundert Prozent ab und erreichen fast DCI-P3 – ein Farbraum, der in der Filmindustrie gebräuchlich ist. Dazu sind diese Monitore ab Werk oft vorkalibriert oder haben spezielle Sensoren an Bord, um Farbgenauigkeit auch während des Gebrauchs abhängig vom Umgebungslicht jederzeit sicherzustellen – so der Eizo Coloredge CG248-4K .

Fazit: Behalten Sie die Anschlüsse im Auge

Bevor Sie sich endgültig für ein bestimmtes Monitormodell entscheiden, checken Sie dessen Anschlüsse. Am besten fahren Sie mit Displayport, der in der Regel in der Version 1.2 eingebaut ist. Im Gegensatz zum weit verbreiteten HDMI-1.4-Anschluss liefert er die UHD-Videosignale mit 60 Herz aus. Ruckeln und Verzögerungen sind damit ausgeschlossen. Für höhere Auflösungen als 4K benötigen Sie allerdings zwei Displayport-Schnittstellen an Ihrer Grafikkarte. Wenn Sie ein Display mit USB-Typ-C-Anschluss suchen, um Ihr Notebook damit zu verbinden, sollten Sie noch abwarten, bis die Geräteauswahl größer ist und damit die Preise sinken.

Trotz Auflösungen wie WQHD oder 4K erfreuen sich Full-HD-Bildschirme immer noch großer Beliebtheit. Man braucht keine teure Highend-Grafikkarte, um aktuelle Spiele mit guten Bildraten zocken zu können. Wir sagen Ihnen in diesem Video, worauf man beim Kauf achten sollte und empfehlen 4 Full-HD-Monitore aus unserem aktuellen Vergleichstest.

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