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Fazit zu x-touch und x-nav im Toyota Aygo

26.03.2015 | 10:25 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Toyota Aygo
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© Toyota

Auch die neue Generation des Aygo dürfte viele zufriedene Besitzer finden, die den automobilen Zwerg Tag für Tag ohne Schonung im harten Stadtverkehr beanspruchen und trotzdem wahrscheinlich vergleichsweise wenig Reparaturen in Kauf nehmen müssen. Der 3-Zylinder-1-Liter-Saugmotor ohne Turbolader ist ein seit langer Zeit bewährtes Aggregat, das durch hohe Zuverlässigkeit und geringen Durst auffällt. Motorschäden dürften Aygo-Fahrer nur von anderen Auto-Besitzern kennen.

Der Arbeitsplatz des Fahrers
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© Toyota

Auch Fahrwerksprobleme sind beim Aygo selten, allenfalls die Bremsscheiben neigen zum vorzeitigen Verschleiß – hier würden Schutzbleche an den Innenseiten der Bremsscheiben vermutlich Wunder bewirken. Doch alles in allem dürfte der Aygo beim Total-Cost-of-Ownership die Mehrzahl seiner Konkurrenten alt aussehen lassen. Nicht ohne Grund nutzen viele kostenorientierte Pflegedienste Aygo, Peugeot 107/108 und Citroen C1 als Dienstwagen.

Doch mit seinem neuen Infotainmentsystem x-touch mit der Navigation x-nav gelang Toyota noch nicht der große Wurf. Das Navigationsgerät x-nav hat eine erhebliche Schwäche: Das Fehlen von Verkehrslageinformationen ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb wäre die Mirrorlink-Funktion von x-touch besonders wichtig. Wenn, ja wenn man damit moderne Smartphones koppeln könnte.

Navigationsmenü
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Gerade die von Toyota adressierten jungen Fahrer haben sicherlich eher topaktuelle Smartphones. Dass sie diese weder über Mirrorlink noch über Appincar mit x-touch koppeln können ist mehr als nur ärgerlich. Zumal man mit dem kostenlosen Google Maps Navigation die Schwächen von x-nav kompensieren beziehungsweise das 450 Euro teure Navigationsgerät komplett überflüssig machen könnte.

Unser Tipp: So lange Toyota kein zuverlässig funktionierendes Update für Mirrorlink 1.1 und Appincar zur Verfügung stellt, mit dem sich dann alle gängigen Android-Smartphones und iPhones mit x-touch verbinden lassen, kann x-touch nicht vollständig überzeugen.

Falls Sie besonderen Wert auf eine exakte Navigation legen, kaufen Sie sich den Aygo besser mit dem bewährten CD-Radio in der Ausstattungsvariante Aygo x (ab 9950 Euro für den 3-Türer und ab 10.300 Euro für den 5-Türer) oder Aygo x-play (ab 11.525 Euro für den 3-Türer und 11.875 Euro für den 5-Türer). Für das CD-Radio müssen Sie in der Ausstattungsvariante Aygo x 300 Euro Aufpreis bezahlen, bekommen damit aber auch Lenkradtasten und Bluetooth-Support. Bei der Ausstattungsvariante Aygo x-play ist das Radio mit CD-Player und Bluetooth sogar schon im Preis enthalten. Das Radio können Sie auch im dichten Verkehr und/oder nachts blind bedienen.

Und bauen Sie dann noch eine für Ihr Smartphone und den Aygo passende Halterung von Brodit ein. Darin ist Ihr Smartphone sicher verstaut und Sie können immer die modernste Navigation mit zuverlässigen Online-Echtzeitverkehrsdaten von TomTom (für iPhone und Android) oder Google (für Android) nutzen. Damit sparen sich nicht nur etwas Geld, sondern können sogar noch jederzeit Ihre alten Musik-CDs abspielen.

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