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Intuitive Nutzeroberfläche und hifreiche Apps

21.05.2012 | 09:33 Uhr |

Intuitive Nutzeroberfläche
Das Design der Spotify-Nutzeroberfläche erinnert auf den ersten Blick stark an ein Apple-Produkt – zumindest, was das Layout angeht. Um den Dienst zu nutzen, laden Sie sich zunächst die passende Software für Ihr Betriebssystem und Gerät von der Webseite herunter und installieren diese daraufhin.

Tipp: In der Grundeinstellung überprüft der Spotify-Player Ihre lokal gespeicherte Musik. Möchten Sie sie weiterhin mit einem anderen Musik-Player verwalten, können Sie diese Funktion getrost deaktivieren. Rufen Sie dafür im oberen Menü über „Bearbeiten“ die „Einstellungen“ (Tastenkombination Strg + P) auf. Dort deaktivieren Sie unter „Lokale Dateien“ die entsprechenden Haken, und das Programm greift künftig nicht mehr auf Ihren Speicher zu. Wollen Sie in Zukunft Ihre lokal gespeicherte Musik primär über den Spotify-Player abspielen und verwalten, lassen sich dort neue Ordner hinzufügen, in die Sie Ihre Musik abgelegt haben.

Spotify anonym nutzen
Die enge Verknüpfung mit Facebook gibt Ihnen die Möglichkeit, den Player direkt in Ihr Facebook-Profil zu integrieren. Von dort aus können Sie das Musikprogramm auch eingeschränkt steuern und etwa auf Ihre zuletzt abgespielten Musiktitel oder Playlisten zugreifen. So ist es möglich, die neuesten Ohrwürmer mit Facebook-Freunden zu teilen. Möchten Sie lieber anonym bleiben, stehen Ihnen dafür zwei Optionen zur Verfügung. Wer das Teilen nur zeitlich begrenzt unterbinden will, klickt auf „Datei“ oder auf der rechten oberen Seite auf seinen Profilnamen. Dort aktivieren Sie die Option „Private Session“.

Auf welche Netzwerke und Dateien der Spotify-Player zugreifen darf, legen Sie in den „Einstellungen“ fest. Diese finden Sie unter „Bearbeiten“ - „Einstellungen“.
Vergrößern Auf welche Netzwerke und Dateien der Spotify-Player zugreifen darf, legen Sie in den „Einstellungen“ fest. Diese finden Sie unter „Bearbeiten“ - „Einstellungen“.

Ihre Spotify-Aktivitäten werden nun nicht mehr mit der Internetgemeinde geteilt. Etwas nervig: Nach einem Neustart von Spotify ist diese Option wieder deaktiviert. Wer grundsätzlich nichts vom Teilen hält, kann die Funktionen auch dauerhaft abschalten. Rufen Sie dafür die „Einstellungen“ (Tastenkombination Strg + P) über das Menü „Bearbeiten“ auf. Unter „Aktivitäten teilen“ lassen sich die Internetplattformen Facebook, Spotify Social und Last.fm einzeln abwählen. Unter „Profil“ legen Sie fest, ob Ihre „Top-Titel“, „Top-Künstler“ und „Playlisten“ automatisch veröffentlicht werden sollen.

Mehr Funktionen mit Apps
Spotify lässt sich noch um weitere Funktionen erweitern. Derzeit stehen Ihnen 25 Apps zur Verfügung. Einige Apps erleichtern die Suche nach Musik. Singen Sie gerne mit, erhalten Sie mit „Tune Wiki“ Zugang zu Songtexten. Läuft ein Titel im Spotify-Player, wird der dazugehörige Liedtext geladen. Mit „Fellody“ finden Sie Freunde und Flirts Ihres Musikgeschmacks. Um dem Spotify-Player eine App-Erweiterung hinzuzufügen, klicken Sie im linken Menü auf „App Finder“. Nun können Sie die Apps durchstöbern und mit einem Klick auf eine Applikation Ihrem Player hinzufügen.

Fazit: Positiv fällt die Handhabung der Bedienoberfläche auf. Die Bedienung ist intuitiv und mit der Erstinstallation lässt sich auch ein kleines Tutorial starten. Mit der Software erstellen Sie übersichtliche Musiklisten-Strukturen, und der Player ist über Apps um weitere Zusatzfunktionen erweiterbar. Abzüge erhält das Musikportal für den ausschließlichen Log-in via Facebook. Derzeit können Sie Spotify nur über Ihre Facebook-Log-in-Daten nutzen oder gar nicht.

So macht das schwedische Unternehmen sich den Start jedoch selbst schwer, denn zurzeit wird Facebook nur von jedem vierten Deutschen genutzt. Ob sich die anderen drei erst einen Facebook-Account anlegen, um werbefinanzierte Musik zu genießen, ist fraglich. Darüber hinaus steht diese Methode im Konflikt mit dem Telemediengesetz. Demnach müssten Internetdienstanbieter ihren Nutzern eine anonyme und pseudoanonyme Nutzung (Nickname) ihrer Dienste ermöglichen. Wie auch bei Facebook, müssen Sie also für sich selbst entscheiden, ob und welche persönlichen Daten Sie mit der Öffentlichkeit teilen möchten.

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