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Internet geht nicht - das können Sie tun: Checkliste für Probleme

13.09.2020 | 08:02 Uhr |

Es kann viele Ursachen haben, wenn das Internet nicht mehr geht. Um den Fehler schnell zu identifizieren und abzustellen, gehen Sie am besten anhand unserer Checkliste Schritt für Schritt vor.

Dass das Internet nicht geht, merken Sie sofort: Statt einer Webseite sehen Sie eine Fehlermeldung im Browser, statt eines Videos ein Standbild. Doch die Ursache ist weniger schnell klar: Denn damit die Internetverbindung funktioniert, müssen viele Beteiligte zusammenspielen – Endgeräte wie Notebook und Smartphone, WLAN, LAN oder Powerline im Heimnetz, der Router zu Hause sowie der Internetprovider und sein Netzwerk. Um den Fehler schnell zu finden, gehen Sie am besten anhand dieser Checkliste Schritt für Schritt vor.

Schritt 1 - Ein schneller Blick auf den Router hilft oft 

Ein Problem mit der Internetverbindung kann im Heimnetz drei Ursachen haben: Das Endgerät, mit dem Sie online gehen wollen, macht Zicken. Die Heimnetzverbindung per WLAN, LAN oder Powerline ist fehlerhaft. Oder die Ursache hat mit dem Router zu tun. Je schneller Sie den Fehlerbereich eingrenzen können, desto schneller sind Sie wieder online.

Status-LEDs am Router und Repeater geben Ihnen sofort einen Hinweis darauf, ob diese Geräte etwas mit Ihrem Internetproblem zu tun haben.
Vergrößern Status-LEDs am Router und Repeater geben Ihnen sofort einen Hinweis darauf, ob diese Geräte etwas mit Ihrem Internetproblem zu tun haben.

Deshalb geht Ihr erster Blick bei einer leeren Webseite oder einem stehenden Videobild zum Router: Blinken dort LEDs oder leuchten rot, dürfen Sie sofort zu Schritt 12 wechseln. Sieht alles gut aus, schadet es nichts, gleich Schritt 11 auszuprobieren.

Schritt 2 - Onlinezugang an einem anderen Gerät prüfen

Bevor Sie den Fehler am Gerät suchen, auf dem er aufgetreten ist, sollten Sie zu einer anderen Hardware greifen, die mit dem Router verbunden ist. Lassen sich damit Internetseiten anzeigen, geht es weiter mit Schritt 3 . Wenn nicht, versuchen Sie auf Ihrem System zunächst eine andere Webseite aufzurufen, um auszuschließen, dass die gewünschte Seite derzeit grundsätzlich nicht erreichbar ist. Probieren Sie dafür auch einen anderen Browser aus. Hilft das nicht, müssen Sie die zentralen Einstellungen am Router unter die Lupe nehmen, wie ab Schritt 7 beschrieben.

WLAN-Probleme gelöst: Verbindungsfehler, Abbrüche, Authentifizierungsproblem u.v.m.

Schritt 3 - WLAN-Verbindung kontrollieren

Hängt das Gerät, mit dem Sie ins Internet gehen, per WLAN am Router, checken Sie als Nächstes den Status dieser Funkverbindung: Werfen Sie dazu einen Blick auf das Internetsymbol rechts unten in der Task-Leiste des Windows-Desktops. Erkennen Sie dort das Icon mit den WLAN-Strahlen, ist hier alles in Ordnung und Sie können gleich zu Schritt 9 springen.

Sehen Sie stattdessen eine kleine Weltkugel, erfahren Sie mehr, indem Sie den Mauszeiger darauf platzieren: Lautet die Nachricht „Nicht verbunden – Es sind keine Verbindungen verfügbar“, sollten Sie die WLAN-Hardware näher prüfen. Rufen Sie mit einem Klick auf das Verbindungssymbol die Infoleiste von Windows auf. Wenn die Schaltfläche „WLAN“ grau statt blau hinterlegt ist, klicken Sie darauf, um den WLAN-Adapter zu aktivieren. Tut sich nichts, sollten Sie im Windows-Geräte-Manager prüfen, ob der Eintrag für die WLAN-Hardware mit einem Fehlersymbol versehen ist. In diesem Fall ist ein Windows-Neustart angesagt, denn oft wacht der WLAN-Adapter nach einem Standby nicht auf. Um dieses Problem künftig auszuschließen, wählen Sie im Geräte-Manager in den Eigenschaften des WLAN-Adapters den Reiter „Energieverwaltung“ und deaktivieren die erste Option. Bleibt das Gerät unkooperativ, suchen Sie nach passenden, aktuellen Treibern – entweder beim PC-/Notebook-Hersteller oder direkt beim Anbieter des WLAN-Moduls – und installieren sie.

Im Routermenü sollten Sie sofort erkennen können, ob eine Internetverbindung besteht. In vielen Modellen finden Sie zusätzliche Informationen in den entsprechenden Untermenüs.
Vergrößern Im Routermenü sollten Sie sofort erkennen können, ob eine Internetverbindung besteht. In vielen Modellen finden Sie zusätzliche Informationen in den entsprechenden Untermenüs.

Lautet der Hinweis in der Taskleiste „Nicht verbunden – Es sind Verbindungen verfügbar“ hat der Rechner Funknetze erkannt, sich aber mit keinem verbunden. Das kann daran liegen, dass Sie ein falsches Netzwerk ausgewählt oder sich bei der Eingabe des WLAN-Passwortes vertippt haben. In diesem Fall sollten Sie daher eine neue Verbindung mit den passenden Benutzerinformationen aufbauen. Bemängelt Windows trotzdem, dass es keine Verbindung mit diesem Netzwerk herstellen kann, gehen Sie zu Schritt 8 .

Taucht das Problem an einem Notebook oder Smartphone auf, obwohl Sie sich sicher sind, dass die Verbindung schon einmal geklappt hat, kann es an der WLAN-Reichweite liegen: Sie haben sich mit dem Mobilgerät zu weit vom WLAN-Router entfernt. Gehen Sie näher zum Router und melden Sie sich am WLAN an: Klappt die Verbindung dann, reißt aber am entfernten Standpunkt erneut ab, können Sie den WLAN-Router umstellen oder die WLAN-Reichweite per Repeater oder WLAN-Powerline-Adapter erhöhen.

Die Weltkugel in der Windows-Taskleiste erscheint auch, wenn Sie mit einem WLAN verbunden sind, das keinen Internetzugang hat. In diesem Fall probieren Sie, ob sich das Problem lösen lässt, indem Sie die WLAN-Verbindung zum Router trennen und erneut aufbauen oder alternativ den Rechner neu starten.

Immer noch keine Internetverbindung? Dann geht’s zu Schritt 5 .

Schritt 4 - LAN-Verbindung prüfen am Endgerät 

Hängt der Rechner per LAN-Kabel am Router, untersuchen Sie diesen Verbindungsweg: Das Kabel sollte nicht geknickt oder gequetscht verlaufen und sowohl an der LAN-Buchse des PCs oder Notebooks sowie am Switch des Routers sicher sitzen. Ein schneller Test mit einem Austauschkabel schließt einen Kabelfehler aus. Verläuft die Verbindung zum Router über einen externen Switch, checken Sie, ob dieser funktioniert. Ansonsten gehen Sie vor, wie in Schritt 3 beschrieben: Starten Sie das System neu, prüfen Sie die LAN-Hardware im Geräte-Manager und installieren Sie gegebenenfalls neue Treiber.

Schritt 5 - IP-Adresse checken am Endgerät

Bislang haben Sie geprüft, ob ein Problem mit der Hardwareverbindung im Heimnetz vorliegt. Jetzt kommt die Software dran. Dafür ist die Windows-Kommandozeile das Tool der Wahl: Deren Befehle helfen Ihnen nicht nur bei Internetproblemen, sondern grundsätzlich bei der Analyse des Heimnetzes – die wichtigsten finden Sie im Kasten unten.

Für einen schnellen Check genügt es, den Befehl ipconfig einzugeben: Hinter „IPv4- Adresse“ sehen Sie dann die IP-Adresse, die derzeit der Rechner besitzt, auf dem Sie die Kommandozeile gestartet haben. Unter „Standardgateway“ finden Sie die interne IP-Adresse des Routers: Sie dürfen sich nur bei der letzten Ziffer unterscheiden.

Tun sie das nicht, rufen Sie die Windows-Einstellungen auf und wählen „Netzwerk und Internet –› Adapteroptionen ändern“. Führen Sie einen Rechtsklick auf die Verbindung aus, mit der Sie den Router erreichen wollen – zum Beispiel „WLAN-Verbindung“ oder „LAN-Verbindung“ –, und gehen Sie zu „Eigenschaften“. Markieren Sie „Internetprotokoll, Version 4“ und klicken Sie auf „Eigenschaften“. Hier muss die Option „IPAdresse automatisch beziehen“ sowie „DNS-Serveradresse automatisch beziehen“ aktiviert sein. Anschließend prüfen Sie die entsprechenden Einstellungen im Router wie in Schritt 10 beschrieben.

Schritt 6 - Sicherheitssoftware korrekt einstellen

Prüfen Sie, ob Sie in Ihrer Sicherheitssoftware Firewalloptionen aktiviert haben, die den Onlinezugriff verhindern – zum Beispiel, weil Sie dort ein bestimmtes Programm wie einen Browser oder eine App untersagt haben. Zwischenstopp: WLAN-Repeater und Powerline-Adapter prüfen Ist das Endgerät, das Internetprobleme hat, nicht direkt mit dem Router verbunden, prüfen Sie auch, ob die Zwischenstationen korrekt arbeiten: Dazu werfen Sie einen Blick auf die Status-LEDs von Repeater oder Powerline-Adapter. Ein Blinken oder rotes Leuchten weist auf Probleme hin, die sich eventuell schon durch einen Neustart beheben lassen. 

Bei einem Powerline-Adapter sollten Sie danach noch einmal ein sogenanntes Pairing durchführen, also den Adapter erneut mit dem Powerline-Netzwerk verbinden beziehungsweise mit dem Powerline-Adapter, der am Router hängt. Das funktioniert normalerweise über einen Taster am Gehäuse – wie genau, steht im Handbuch.

Steht die Verbindung wieder, ist spätestens jetzt der Zeitpunkt gekommen, um sich um ein Firmware-Update für Repeater und Powerline-Adapter zu kümmern: Dazu rufen Sie das entsprechende Browsermenü des Gerätes auf und suchen dort nach einer Option wie „Update“.

Siehe auch: Rätselhafte WLAN-Probleme- und Abbrüche lösen

Schritt 7 - WLAN-Einstellungen im Router anpassen 

Die WLAN-Verbindung zum Internetrouter kann vor allem bei älteren Geräten an neuen Sicherheitsfunktionen wie PMF scheitern: Diese sollten Sie daher testweise abstellen.
Vergrößern Die WLAN-Verbindung zum Internetrouter kann vor allem bei älteren Geräten an neuen Sicherheitsfunktionen wie PMF scheitern: Diese sollten Sie daher testweise abstellen.

Im Menü Ihres Routers sollte es eine Option geben, mit der Sie sich alle Geräte anzeigen lassen können, die gerade mit ihm verbunden sind. In der ausführlichen Übersicht einer Fritzbox sehen Sie außerdem, ob das Gerät direkt oder über einen Repeater oder Powerline-Adapter am Router hängt und wie es aktuell um das Transfertempo bestellt ist. So können Sie mit einem Blick prüfen, ob Sie durch die ersten sechs Schritte Endgerät und Router wieder zusammengebracht haben und ob eventuell nur bestimmte Verbindungsarten funktionieren, zum Beispiel ausschließlich LAN.

Fehlt das betreffende Gerät in dieser Übersicht, wenden Sie sich den WLAN-Einstellungen des Routers zu. Stellen Sie zunächst sicher, dass die WLAN-Funktion des Routers eingeschaltet ist: Klingt selbstverständlich, muss es aber nicht sein, denn schon ein versehentliches Drücken des WLAN-Knopfs am Routergehäuse schaltet das Funknetz ab, ebenso wie eine aktive WLAN-Zeitschaltung. Die WLAN-LED gibt Aufschluss, ob der Router korrekt funkt.

Schauen Sie, welchen Funkkanal der Router für die 5-GHz-Frequenz benutzt: Liegt er höher als 48, kann es zu Verbindungsproblemen mit WLAN-Clients kommen, die kein DFS (Dynamic Frequency Selection) beherrschen – in diesem Fall müssen beide per 2,4 GHz verbunden sein. DFS erfordert auch, dass der Router prüft, ob die hohen Kanäle gerade von Radardiensten belegt sind – während dieser Prüfung ist sein 5-GHz- WLAN nicht erreichbar. Auch neue WLAN-Sicherheitsfunktionen wie PMF, das Sie in einer Fritzbox unter „WLAN –› Sicherheit –› Unterstützung für geschützte Anmeldungen von WLAN-Geräten (PMF) aktivieren“ finden, können ältere Geräte an einer WLAN-Verbindung mit dem Router hindern – stellen Sie sie deshalb probeweise ab.

Schritt 8 - Einstellungen für Sicherheit im Router checken

Um auszuschließen, dass die WLAN-Verbindung zum Router an einer falschen SSID oder einem unkorrekten Passwort gescheitert ist, checken Sie beide Informationen im Routermenü – zu finden sind sie meist unter „WLAN –› Sicherheit“.

Möglicherweise haben Sie sich selbst aus dem Router ausgesperrt: Ein aktivierter MAC-Filter in den Routereinstellungen verhindert, dass die WLAN-Verbindung trotz eines korrekten Passwortes zustande kommt. Das ändern Sie in einer Fritzbox unter „WLAN –› Sicherheit –› Verschlüsselung –› Alle WLAN-Geräte zulassen“; in einem Speedport-Router bei „Netzwerk –› WLAN-Zugriff verwalten“.

Kontrollieren Sie außerdem, ob die aktuelle Firmware auf dem Router installiert ist: Wenn er keine Internetverbindung hat, misslingt die automatische Prüfung. Deshalb müssen Sie zum Beispiel per Smartphone online gehen, um auf der Supportseite des Routerherstellers nachzusehen. Gibt es eine neue Firmwareversion, laden Sie sie herunter – zum Beispiel mit einem per WLAN-Tethering mit dem Smartphone gekoppelten Notebook – und übertragen Sie sie per USB-Stick auf den Router.

Schritt 9 - Kindersicherung abschalten 

Haben Sie im Router für ein bestimmtes WLAN-Gerät eine Zeitsperre eingerichtet, kann diese trotz bestehender Verbindung den Onlinezugang verhindern.
Vergrößern Haben Sie im Router für ein bestimmtes WLAN-Gerät eine Zeitsperre eingerichtet, kann diese trotz bestehender Verbindung den Onlinezugang verhindern.

Klappt die Verbindung zum Router, aber nicht ins Internet, kann eine aktivierte Kindersicherung schuld sein: Damit sperren Sie einem Netzwerkgerät den Onlinezugang für eine bestimmte Zeitdauer oder komplett. Auch wenn ein festgelegtes Zeitbudget fürs Internet verbraucht ist, sperrt der Router dieses Gerät.

Kontrollieren Sie in den Routereinstellungen, ob Sie den Internetzugang des betreffenden Gerätes eingeschränkt haben – in einer Fritzbox unter „Internet –› Filter –› Kindersicherung/Zugangsprofile“.

Schritt 10 - Netzwerkfunktionen im Routers prüfen 

Ist der DNS-Server des Internet-Providers nicht erreichbar, lassen sich keine Webseiten aufrufen. Sie können dann einen alternativen DNS-Server im Router eintragen.
Vergrößern Ist der DNS-Server des Internet-Providers nicht erreichbar, lassen sich keine Webseiten aufrufen. Sie können dann einen alternativen DNS-Server im Router eintragen.

Der Router ist dafür verantwortlich, dass Netzwerkgeräte alle Informationen haben, die sie für eine funktionierende Verbindung zu ihm und ins Internet benötigen: Dazu gehört eine passende IP-Adresse, die der Router per DHCP vergibt. Diese Funktion finden Sie bei einer Fritzbox unter „Heimnetz –› Netzwerk –› Netzwerkeinstellungen –› IP-Adressen“. Dort sollte der DHCP-Server aktiviert sein. Außerdem können Sie hier nochmal checken, ob die IP-Adresse eines Netzwerkgerätes, die Sie in Schritt 5 festgestellt haben, innerhalb des richtigen Bereichs liegt.

Im Router ist außerdem der DNS-Server festgelegt, an die er die Webseiten-Anfragen aus dem Heimnetz schickt. In der Standardeinstellung übernehmen die meisten Router den DNS-Server des Internetproviders: Ist dieser nicht erreichbar, sehen Sie beim Aufruf einer Internetseite eine Fehlermeldung.

Deshalb sollten Sie testweise einen anderen DNS-Server eintragen, zum Beispiel 8.8.8.8 oder 8.8.4.4 für die öffentliche DNS-Server von Google oder 1.1.1.1 für DNS-Server von Cloudflare. Diese Option finden Sie in einer Fritzbox unter „Internet –› Zugangsdaten –› DNS-Server.“ 

Schritt 11 - Router einfach mal neu starten

Über Einstellungen im Routermenü können Sie das Gerät neu starten oder ihn über eine Wiederherstellung in einen unbenutzten Zustand versetzen.
Vergrößern Über Einstellungen im Routermenü können Sie das Gerät neu starten oder ihn über eine Wiederherstellung in einen unbenutzten Zustand versetzen.

Wie bei einem PC oder Notebook lassen sich viele Probleme auch beim Router mit einem Neustart beheben. Den können Sie zum einen über eine entsprechende Menüfunktion auslösen oder, indem Sie das Stromkabel abziehen und nach kurzer Wartezeit wieder einstecken.

In der Folge fährt der Router hoch und versucht, alle Verbindungen erneut herzustellen, was normalerweise bis zu fünf Minuten dauern kann.

Schritt 12 - Router-LEDs blinken, leuchten rot oder gar nicht

Ändert ein Neustart nichts an den blinkenden oder in einer bestimmten Farbe leuchtenden LEDs, sollten Sie im Handbuch nachsehen, was diese Signale bedeuten. Für die Fritzbox finden Sie die LED-Signale hier erklärt. Wenn nichts blinkt oder leuchtet, prüfen Sie als Erstes, ob der Router korrekt am Stromnetz angeschlossen ist. Trifft das zu, aber Sie sehen trotzdem kein LED-Signal, müssen Sie von einem Hardwaredefekt ausgehen und zu Schritt 17 wechseln.

Schritt 13 - Internetstatus und Ereignisprotokoll konsultieren

Im Ereignisprotokoll des Routers finden Sie Hinweise zu Onlineproblemen: Neben einem fehlgeschlagenen DSL-Sync kann auch Powerline an Problemen mit einer VDSL-Verbindung schuld sein.
Vergrößern Im Ereignisprotokoll des Routers finden Sie Hinweise zu Onlineproblemen: Neben einem fehlgeschlagenen DSL-Sync kann auch Powerline an Problemen mit einer VDSL-Verbindung schuld sein.

Melden Sie sich nun im Routermenü an und prüfen Sie den angezeigten Status der Internetverbindung – diese Information ist meist auf der Übersichtsseite zu finden. Hier sehen Sie auf einen Blick, ob der Router noch eine Onlineverbindung hat und bei manchen Modellen auch, seit wann diese nicht mehr besteht. Bei der Fritzbox lässt sich außerdem unter „Diagnose –› Funktion“ eine Selbstdiagnose starten, die Auskunft zu Fehlern geben kann.

Für eine genauere Analyse rufen Sie das Routerprotokoll auf – in der Fritzbox zu finden unter „System –› Ereignisse“, in einem Speedport-Router unter „Einstellungen –› System-Informationen –› System-Meldungen“. Dessen Hinweise auf mögliche Fehler fallen von Router zu Router unterschiedlich klar aus: Recherchieren Sie im Handbuch oder auf der Support-Seite des Herstellers, was eine Meldung besagt.

Bei PPPoE-Fehlern checken Sie zunächst, ob Sie die korrekten Anmeldedaten für den Onlineanschluss im Router eingetragen haben. Bei bestimmten Anschlüssen müssen Sie außer Benutzername und Passwort noch weitere Parameter eintragen oder Optionen aktivieren – welche, sollte Ihnen der Provider sagen können. Stimmt hier alles, können Sie zu Schritt 16 gehen.

Verrät das Ereignisprotokoll, dass der Router wiederholt die DSL-Verbindung verliert und daraufhin versucht, sich neu zu verbinden, deutet das auf eine störanfällige Übertragung hin. Bei einigen Routern, etwa der Fritzbox, können Sie sich dann mit Einstellungen für die Störsicherheit behelfen (unter „Internet –› DSL-Informationen“). In einigen Fällen verursacht auch die Übertragung per Powerline im Heimnetz Störungen einer VDSL-Verbindung: Entfernen Sie daher testweise die Powerline-Adapter oder prüfen Sie, ob es ein Tool des Powerline-Herstellers gibt, mit dem sich die Störanfälligkeit reduzieren lässt.

Schritt 14 - Werkseinstellungen des Routers laden

Nach einem Neustart wie in Schritt 11 versucht der Router, eine Verbindung mit der bestehenden Konfiguration herzustellen. Wenn Sie dagegen seine Werkseinstellungen laden, verhält sich der Router wie nach dem ersten Auspacken und Anschließen: Dementsprechend müssen Sie alle Zugangsdaten und Passwörter für die Verbindungen zum Internet und ins Heimnetz erneut eintragen und alle WLAN-Geräte neu anmelden.

Schritt 15 - Verkabelung und Anschlüsse am Router prüfen

Auch defekte oder zu lange Kabel können die Onlineverbindung stören, ebenso kaputte TAE-Dosen und DSL-Splitter. Der Fehler kann auch an verborgenen oder verschlissenen Kontaktstiften in den Anschlussbuchsen liegen. Hier sollten Sie, ausgehend von den Verbindungkabeln zum und vom Router, alle möglichen Fehlerquellen Schritt für Schritt prüfen und austauschen.

Schritt 16 - Störungsmeldungen für Ihren Provider recherchieren

Das Internet geht nicht immer. Das kriegen Sie sogar schriftlich vom Provider: Die Telekom beispielsweise spricht von durchschnittlich 97 Prozent Verfügbarkeit bei den Magenta-Zuhause-DSL-Anschlüssen – an 263 Stunden im Jahr haben Sie also statistisch gesehen kein Internet. Das kann an technischen Störungen, Softwareupdates bei der Netzwerkhardware oder andere Wartungsarbeiten liegen.

Ob das auch Ihr Onlineproblem verursacht, bekommen Sie zum Beispiel auf der Webseite allestörungen.de heraus oder über die Smartphone-App „ Downdetector “. Dann können Sie nur noch abwarten oder bei der Provider-Hotline versuchen zu klären, wann die Störung behoben sein wird.

Schritt 17 - Einen anderen Router ausprobieren

Das Internet sollte laut Schritt 16 funktionieren, aber der Router geht nicht mehr? Dann versuchen Sie, testweise einen anderen Router anzuschließen. Achten Sie aber darauf, dass er geeignet für Ihren Anschluss ist und dass auf ihm eine aktuelle Firmware läuft.

Schritt 18 - Internetprovider kontaktieren, Techniker bestellen

Wenn alle bisherigen Schritte nicht geholfen haben, müssen Sie sich beim Internetprovider melden: Schildern Sie ausführlich Ihr Problem – am besten, indem Sie aussagekräftige Fehlermeldungen von Windows oder aus dem Routerprotokoll parat haben. Lassen Sie sich nicht mit schnellen Lösungen abspeisen: Wenn Sie alle Schritte unserer Checkliste ohne Erfolg durchlaufen haben, sollte ein Techniker kommen und sich des Problems annehmen. 

Verbindungs-Check per Kommandozeile

Diese folgenden Netzwerkbefehle für die Kommandozeile helfen Ihnen immer sofort weiter. Sie können sie jederzeit anwenden, um eine Verbindung zu prüfen oder Infos zu Netzwerkgeräten zu erhalten.

ipconfig: Dieser Befehl zeigt die Einstellungen für alle Netzwerkgeräte in einem Windows-Rechner an. Dazu zählen unter anderem seine IPv4-/IPv6-Adresse, die Subnetzmaske und die IP-Adresse des Gateways, also üblicherweise Ihres Internet-Routers. Weitere Infos verrät der erweiterte Befehl ipconfig /all .

Ping: Damit prüfen Sie, ob eine Verbindung zwischen zwei Geräten oder zu einer bestimmten Webseite besteht und wie schnell diese ist. Dazu ergänzen Sie den Befehl um eine bestimmte IP- oder eine Webadresse, also zum Beispiel ping www.pcwelt.de.

Tracert: So verfolgen Sie den Weg eines Datenpakets zu einer IP- oder Webadresse und können einschätzen, ob ein Verbindungsproblem bei Ihnen, Ihrem Internet-Provider oder bei der Webseite selbst vorliegt. Dafür ergänzen Sie den Befehl wie bei ping mit den gewünschten Ziel.

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