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Internet-Zugang einrichten

16.06.2008 | 10:12 Uhr |

Ins Internet kommen Sie mit dem Fritzbox-Einrichtungsassistenten. Dort geben Sie den Benutzernamen und das Kennwort ein, das Sie von Ihrem Internet-Provider erhalten haben. Per Drop-down-Menü lassen sich direkt einige Provider zur Schnellkonfiguration auswählen. Anschließend können Sie die Tarifart auswählen, etwa Flatrate. Zum Abschluss prüft der Assistent sofort, ob der Internet-Zugang funktioniert. Wenn Sie später Daten für den Internet-Zugang ändern wollen, finden Sie die Optionen im Konfigurationsmenü unter "Einstellungen, Internet, Zugangsdaten".

Tipp: Wenn Sie "PPPoE-Passthrough" aktivieren, leitet die Fritzbox die Anmeldedaten anderer Netzwerkgeräte nur durch, zum Beispiel eines zweiten Routers, der hinter der Fritzbox angeschlossen ist.

Tuning für den DSL-Anschluss

Wenn Sie Internet-Anwendungen gleichzeitig ausführen, können sich diese gegenseitig ausbremsen. Das lässt sich beobachten, wenn Sie Peer-to-Peer-Programme nutzen - normales Surfen ist dann meist kaum mehr möglich: P2P-Tools belegen nämlich den Rückkanal ins Internet, weshalb andere Programme dem Server nicht zeitgerecht signalisieren können, dass sie von ihm Daten erhalten haben, was wiederum den Download ausbremst. Mit der eingeschalteten Option "Traffic-Shaping benutzen" lässt sich der DSL-Anschluss tunen. Denn dann winkt die Fritzbox diese Bestätigungspakete mit höherer Priorität durch. So lässt sich zum Beispiel auch bei einem parallel laufenden Download noch mit hoher Sprachqualität ohne Störungen über das Internet telefonieren.

Router- oder Modem abschalten

Standardmäßig arbeitet die Fritzbox als Router und DSL-Modem. In bestimmten Fällen kann es sich aber lohnen, nur eine der beiden Funktionen zu nutzen. Wenn Sie beispielsweise bereits einen Profi-Router mit ausgeklügelten Firewall-Funktionen besitzen und diesen weiter nutzen oder von Ihrem DSL-Provider ein DSL-Modem erhalten haben, aber beispielsweise trotzdem die Fritzbox-Funktionen für Internet-Telefonie verwenden wollen, können Sie die Fritzbox hinter diesen schalten. In beiden Fällen wechseln Sie zum Menü "Einstellungen, Internet, Zugangsdaten" und markieren die Option "Internetzugang über LAN 1". Sie können die Fritzbox auch nur als DSL-Modem nutzen: Die direkt angeschlossenen Rechner bauen dann selbst eine Online-Verbindung auf, Internet steht dann aber immer nur diesem PC zur Verfügung.

DSL-Anschluss analysieren

Auch bei Problemen mit der DSL-Verbindung kann die Fritzbox helfen - zumindest zeigt sie die relevanten Infos zum DSL-Anschluss unter "Einstellungen, Internet, DSL-Informationen" an. Im Menü "DSL" finden Sie die wichtigsten Angaben: "Leitungskapazität" ist die laut Fritzbox-Messung maximal mögliche Datenrate, die sich zwischen DSL-Modem und Vermittlungsstelle übertragen lässt. "Nutz-Datenrate" ist die tatsächliche maximale verfügbare Datenrate, die der Provider für Ihren DSL-Anschluss geschaltet hat. Sie liegt rund 10 bis 15 Prozent unter der "ATM-Datenrate", die neben den Nutz- auch die Verwaltungsdaten für die Übertragung umfasst. Liegt die Nutzdatenrate deutlich unter der Leitungskapazität, sollten Sie beim DSL-Provider wegen besserer Datenraten vorsprechen. Im Zweifelsfall ist jedoch immer die Messung des Providers ausschlaggebend.

"Latenzpfad" informiert über die Fehlerkorrektur des DSL-Anschlusses: "interleaved" ist der Standard, "fast" (Fastpath) reduziert die Ping-Zeiten, was Online-Spieler schätzen. Viele DSL-Provider schalten keine feste Datenrate, sondern verkaufen DSL-Anschlüsse etwa mit "bis zu 16 MBit/s" - dann steht bei der Fritzbox unter "Aushandlung" die Bezeichnung "adaptive": Modem und Gegenstelle handeln dann bei jeder Synchronisierung die bestmögliche Übertragungsrate aus. Bei "fixed" erhalten Sie dagegen auf jeden Fall die bestellte DSL-Bandbreite. Das ist beispielsweise Standard bei den T-DSL-Anschlüssen bis 6 MBit/s. Wie schnell die DSL-Übertragung tatsächlich abläuft, hängt vor allem von den Leitungsbedingungen ab. Die Fritzbox zeigt diese unter "Signal/Rauschtoleranz" und "Leitungsdämpfung" an, jeweils aufgeschlüsselt in Empfangs- und Senderichtung. Die Signal/Rauschtoleranz sollte am besten deutlich über 10 dB liegen - sonst drohen bei zusätzlichem Leitungsrauschen Sync-Fehler oder Verbindungsabbrüche.

Die Leitungsdämpfung sollte dagegen möglichst niedrig ausfallen: Über 60 dB kann meist überhaupt kein DSL geschaltet werden. Für hohe DSL-Bandbreite sollte sie unter 30 dB liegen. Die Telekom schaltet DSL 6000 beispielsweise erst bei einer Leitungsdämpfung von höchstens 18 dB. Denn je höher die Bandbreite, desto höhere Frequenzen nutzt die DSL-Verbindung (bei ADSL2+ bis zu 2,2 MHz, ADSL bis zu 1,1 MHz), und desto anfälliger ist sie für Störungen. Die Dämpfung auf der DSL-Strecke hängt vor allem mit der Länge der Leitung zwischen DSL-Modem und Vermittlungsstelle zusammen.

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