856046

So verschicken Hacker Malware per SMS

10.06.2011 | 14:00 Uhr |

Während es derzeit noch sehr wenige Smartphone-Viren gibt, steigt jedoch die Anzahl von Angriffen mittels Textnachrichten, sagt Rodney Joffe. Er ist der Vize-Präsident und der Vorgesetze des Mobil-Nachrichten Unternehmens Neustar und Direktor der Conficker Working Group für Sicherheitsforschung. Computer sind derzeit gut geschützt, sagt er, deswegen haben sich einige Hacker den Mobilgeräten zugewandt. Textnachrichten bieten einen einfachen Weg in das Gerät einzubrechen und damit Geld zu verdienen.

Neun Sicherheits-Tipps für Smartphone-Besitzer

Khoi Nguyen, der Gruppenproduktleiter für mobile Sicherheit bei Symantec , bestätigt, dass Textnachricht-Angriffe, die auf das Betriebssystem der Smartphones abzielen, immer häufiger vorkommen. Dies läge insbesondere daran, dass sich die Menschen immer mehr auf die Mobilgeräte verlassen würden. Er fügt jedoch noch hinzu, dass nicht nur die Endkunden diese Angriffe fürchten müssen. Jeder Angestellte, der auf eine solche Text-Nachricht mit dem Unternehmens-Smartphone hereinfällt, kann das gesamte Unternehmensnetzwerk lahm legen und Unternehmens-Daten offen legen. Es kann sogar rechtliche Auswirkungen für diese Person zu Folge haben.

So schützen Sie Ihr Smartphone umfassend

„Die Angriffe auf Smartphones ähneln den Angriffen auf Computern. Die SMS- oder MMS-Nachricht enthält einen Anhang, zum Beispiel ein lustiges oder erotisches Bild. „Der Smartphonenutzer wird aufgefordert diesen Anhang zu öffnen", erklärt Nguyen. „Mit dem Bild wird jedoch gleichzeitig eine Schadsoftware heruntergeladen und auf dem Gerät installiert. Wenn das Bild vollständig geladen ist, holt sich das Schadprogramm die notwendigen Privilegien, um sich über die Kontaktliste des Handys weiter zu verbreiten. Es sendet automatisch eine Kopie von sich an alle Kontakte des Handynutzers."

So sicher sind iOS, Android und Windows Phone 7

Auf diese Art und Weise, sagt Joffe, erstellen die Hacker Botnetze für Textnachrichten-Spam mit Links zu Produkten, die die Hacker verkaufen. In der Regel bezahlen Sie für die Ware über den Versand der Nachrichten. Manchmal, fügt er hinzu, kauft das Schadprogramm automatisch Klingeltöne, welche über Ihre Handyrechnung bezahlt werden. Dieses Geld fließt in der Regel direkt an die Hacker, die gleichzeitig die Klingeltonverkäufer sind.

So sicher sind Smartphone-Betriebssysteme

Ein anderer Trick, sagt Nguyen, ist eine Text-Nachricht mit einem Link zu einem Download einer App, die angeblich kostenlosen Internetzugriff gewährleistet. Bei dieser App handelt es sich jedoch in Wahrheit um einen Trojaner, der hunderttausende von SMS-Nachrichten von diesem Handy aus verschickt. In der Regel betragen die Kosten pro Premium-SMS etwa 2 Euro.

Neues WAP-Billing: So funktioniert der Schutz vor Abo-Fallen

PC-WELT Marktplatz

856046