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Internet-Fernsehen und Video on Demand

02.08.2011 | 11:32 Uhr |

2. IPTV vom Provider
Für viele Nutzer ist „richtiges“ IPTV erst gegeben, wenn das Fernsehen nicht per Satellit oder TV-Kabel, sondern über die Internetleitung ins Haus kommt. Das wiederum hat wenig mit Youtube zu tun, sondern ähnelt eher einem Kabel- oder Satelliten-Anschluss. In Deutschland sind derzeit drei Provider vorn dabei: Alice, Telekom und Vodafone. In den Komfort- oder Triple-Play-Tarifen ist IPTV oft bereits enthalten; preislich beginnen die Pakete aus TV, Internet- und Telefon-Flatrate bei rund 30 Euro. Für den Anschluss an den Fernseher muss man in der Regel aber noch eine Set-Top-Box mit Netzwerkanschluss kaufen oder mieten.

Der Verfügbarkeits-Check (hier: Telekom) zeigt, ob man DSL 16 Plus oder gar VDSL für IPTV überhaupt beziehen kann.
Vergrößern Der Verfügbarkeits-Check (hier: Telekom) zeigt, ob man DSL 16 Plus oder gar VDSL für IPTV überhaupt beziehen kann.

Eine Fußangel ist die Geschwindigkeit: Bei der Telekom muss man mindestens DSL 16 000 (für HDTV sogar VDSL 25 000) buchen, bei den Konkurrenten soll auch DSL 6000 reichen. Aber hüben wie drüben muss man trotz der QoS-Erweiterung (Quality of Service) des IP-Protokolls mit Bildausfällen rechnen, wenn Sohnemann im Kinderzimmer einen größeren Download startet oder dort seinen Internetfernseher einschaltet.

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Wenn alles klappt, hat IPTV vom Internetanbieter große Vorteile: Die Bildqualität kann hervorragend sein, mit einem Festplattenrecorder kann man Sendungen aufnehmen oder zeitversetzt betrachten. Weitere Sender, auch PayTV, lassen sich (freilich gegen Gebühr) problemlos zubuchen, ohne dass man weitere Geräte zukaufen muss. Und nur bei IPTV gibt’s einen Rückkanal, der interaktive Dienste erlaubt. Die stecken allerdings noch in den Kinderschuhen, viel mehr als den Abruf von Zusatzinfos oder eine elektronische Programmzeitschrift kann man derzeit nicht erwarten. Immerhin: Die Telekom bietet einen „Programm Manager“ zum Programmieren von Aufnahmen via Internet.

3. Filme auf Abruf
Die Königsdisziplin für IPTV ist Video on Demand (VoD): die digitale Videothek, die rund um die Uhr die eigenen Wunschfilme anbietet. Alle drei IPTV-Anbieter öffnen gegen Aufpreis die Tore zu einer Online-Videothek. Mit über 10 000 Filmen und Serienepisoden hat die Telekom die größte Auswahl.

Kino für unterwegs: Filme aufs Handy packen

Wer sich nur wegen VoD für IPTV interessiert, sollte sich ansehen, was das Geschwisterchen „WebTV“ zu bieten hat. Im Internet gibt es viele Seiten, die Filme auf den PC-Bildschirm oder den internetfähigen Fernseher streamen. Prüfen Sie beim Abo-WebTV, ob sich das Angebot für Sie lohnt. Unter den legalen Angeboten ist etwa Maxdome mit rund 35 000 SD- und HD-Filmen erwähnenswert. Klasse: Manche Serien sind hier lange vor der TV-Erstausstrahlung zu sehen. Doch selbst beim „Premium-Abo“ kosten Topfilme bis rund 4 Euro extra.

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