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Interface-Idiotie

08.05.2010 | 11:01 Uhr | Benjamin Schischka

Microsoft Bob
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Schauen Sie in irgendeine beliebige Liste, die sich mit der schlechtesten Software, die jemals geschrieben wurde befasst, und Sie werden mit Sicherheit den Eintrag “Microsofts Bob” von 1995 finden. Entwickelt für Windows 3.1 und später auch Windows 95, soll Bob ein benutzerfreundliches Interface sein, das weniger Technik-affinen Nutzern hilft, den Computer zu benutzen. Stattdessen ist es so widerwärtig niedlich, dass selbst ein ganzer Rudel Welpen mit überdimensionalen Knopfaugen nicht dagegen anstinken könnte. Fast scheint es, als wäre Bob für sechsjährige, kleine Mädchen entwickelt, die sich, aus welchen Gründen auch immer, neuerdings um die Finanzen der Familie kümmern. Doch Bob ist gleichzeitig auch noch nahezu sinnfrei: kompliziert zu bedienen und ressourcenhungrig wie er ist, macht er jeden PC zur lahmen Schnecke. Auch die Presse hat für Bob keine wärmenden Worte übrig, sodass die Kunden in Scharen die Finger davon lassen.

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