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Intelligente Infrastrukturverwaltung

Stärker als je zuvor ist heutzutage das Netzwerk das Herzstück eines Unternehmens und die Verkabelungsinfrastruktur das zentrale Nervensystem. Im Schnitt werden jährlich über 20 Prozent der Netzwerkverbindungen umgestellt, ergänzt, geändert oder getrennt.

Die physikalische Verkabelungsebene wird gewöhnlich durch manuelle Umstellung der Kabelverbindungen verwaltet (patchen). Sie ist daher anfällig für menschliche Fehler, die hohe Kosten verursachen können. In der heutigen Zeit, in der Datennetze vollständig in den Geschäftsbetrieb eines Unternehmens integriert sind, gibt es daher eine höhere Nachfrage nach einer effizienteren, sichereren und zuverlässigeren Verwaltung von Firmennetzen.
Eine intelligente Infrastrukturverwaltung kann helfen. Sie besteht in der Regel aus intelligenten Kupfer- oder Glasfaser-Patch-Panels, die vorzugsweise so konzipiert sind, dass sie erkennen, wenn standardkonforme Patch-Kabel (ohne zusätzliche Signaladern und Kontakte) verwendet werden. Weiterer Bestandteil ist eine Controller-Einheit, die über das LAN mit der Infrastrukturverwaltungssoftware kommuniziert.

Mit einem intelligenten Infrastrukturverwaltungssystem können Änderungen in der physischen Verkabelung des Netzwerks überwacht und den Netzadministratoren mitgeteilt werden. Sie erhalten auf diese Weise Daten, die für eine effektive Verwaltung des Netzwerks nötig sind und bisher nicht zur Verfügung standen.

Infrastruktur für Wireless-Anwendungen

Zunächst einmal bedeutet Wireless nicht kabelloses Netzwerk, sondern die sinnvolle Ergänzung einer verkabelten Infrastruktur für mobile Nutzer. Auch die Access Points benötigen einen verkabelten Anschluss an das Netz. In Kürze auch als europäischer Standard (Cenelec) verfügbar, hat bereits ISO/IEC TR 24704 aufgezeigt, wie eine sinnvolle Verkabelung zum Anschluss von Wireless Access Points in Bürogebäuden aufgebaut sein sollte.

Sie basiert auf einem wabenförmigen Netz mit einer maximalen Abdeckung von zwölf Metern Radius mit Datenanschlüssen für beispielsweise Wireless-Access-Points oder IP-Kameras. Um eine separate Stromversorgung (230 Volt) zu verzichten, werden diese verkabelten Netzwerkanschlüsse zudem mit Power over Ethernet (PoE) ausgestattet.

Damit ergibt sich eine schnellere Armortisierung durch kürzere Installationszeiten und geringere Portkosten. Es empfiehlt sich der Einsatz von "mid-span" PoE-Komponenten. Diese können die Endgeräte (Access-Points, IP-Kameras, VoIP-Telefone) bis maximal je 15,3 Watt mit Strom versorgen. Für die Zukunft plant die Industrie eine Lösung, um auch Notebooks bis maximal 30 Watt an dieser Schnittstelle betreiben zu können.

Fazit und Ausblick

Die intelligenten Systeme verbessern auch die Administration der Kabelverbindungen, um die Auswirkungen menschlicher Fehler zu verringern. Jedes intelligente Patch-Panel kann mit LED-Anzeigen und Verfolgungstasten an jedem Port versehen werden, um eine schnelle und einfache Identifizierung der Enden jeder Verbindung zu ermöglichen. Dadurch ergeben sich erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen bei der Problembehandlung und/oder bei Umstellungen und Änderungen. Intelligente Controller können außerdem mit interaktiven LCD-Bildschirmen ausgestattet werden, die die Implementierung elektronischer Arbeitsaufträge mit schrittweisen Anleitungen erleichtern, wodurch die korrekte Bereitstellung von Diensten erheblich beschleunigt wird.

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