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Intel i486

Cyrix Cx486
Vergrößern Cyrix Cx486
© 2014

Noch bevor das Jahrzehnt zu Ende ging, schickte Intel mit dem 486DX den nächsten x86-Prozessor ins Rennen. Es war die erste CPU, die einen mathematischen Co-Prozessor enthielt. Die Taktrate belief sich auf 25 Megahetz (später 50 Megahertz). Erstmals fasste ein Chip mehr als eine Millionen Transistoren. Intel packte 1,2 Millionen Schalter auf den Chip. Wie der 386 adressierte auch der 486 bis zu 4 GB Speicher. Zusätzlicher On-Board-Cache, ein verbesserter Befehlssatz sowie ein ausgebautes Bus-Interface ebneten den Weg in die Server-Landschaft.

Wussten Sie: Vom i486 gab es eine Vielzahl von Versionen, unter anderem den i486SX, i486SL und den sehr populären und weit verbreiteten i486DX2.

AMD Am386

Wenn AMDs Am286 als erster Schlag im x86-Wettkampf gilt, dann war der Am386 der erste schlimme Haken für Intel. Der Chip kam erst 1991 auf den Markt, als Intel bereits den 486 verkaufte, doch AMD schaffte es erneut, den Nachbau schneller zu takten als das Original, so dass beide aktuellen Chips nahezu gleiche Leistung boten. AMDs 386-Chips waren zudem günstiger als Intels 486er. Außerdem landete AMD mit dem "Windows-Compatible"-Logo einen viel beachteten Marketing-Coup.

Vorausgegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit. Intel hatte das Lizenzabkommen mit AMD mit der Begründung zurückgezogen, es erstrecke sich nur auf 286- und frühere Prozessoren. Vor Gericht bekam AMD schließlich das Recht zugesprochen, bis zur fünften Generation der x86-Prozessoren Nachbauten zu fertigen. Der Verkaufserfolg des Am386 etablierte AMD als ernst zu nehmenden Intel-Konkurrenten.

Wussten Sie: Der Am386 war schon vor dem Jahr 1991 produktionsreif. Der Rechtsstreit mit Intel verhinderte die Auslieferung.

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Cyrix Cx486

Cyrix hatte sich mit der Fertigung von mathematischen Co-Prozessoren für die 286- und 386-Systeme einen Namen erworben. Im Jahr 1992 veröffentlichte das Unternehmen die ersten x86-CPUs. Die 486SLC und 486DLC waren beide Pin-kompatibel zum 386SX- und 386DX-Prozessor. Die Cyrix-Chips boten sich damit als attraktive Upgrade-Möglichkeit an. Gefertigt wurden die Chips von Texas Instruments. Sie hatten keinen mathematischen Co-Prozessor. Der Level-1-Cache belief sich auf 1 KB und in späteren Ausführungen auf 8 KB. Getaktet waren die Chips mit 100 Megahertz.

Wussten Sie: Die Cyrix-Chips waren besonders energiesparend und kamen daher oft in Laptops und Notebooks zum Einsatz.

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