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Intel-Xeon-Prozessoren im Überblick

Die erste Zahl in der Kennziffer eines Xeon-Prozessors gibt an, welchem Einsatzbereich die CPU zugeordnet ist. Die 3000er-Xeons sind für Single-, die 5000er-Xeons für Single- und Dual-Prozessor-Systeme vorgesehen. Die 7000er-Xeons sowie die 9000er-Itaniums eignen sich für Multi-Prozessor-Systeme.
Vergrößern Die erste Zahl in der Kennziffer eines Xeon-Prozessors gibt an, welchem Einsatzbereich die CPU zugeordnet ist. Die 3000er-Xeons sind für Single-, die 5000er-Xeons für Single- und Dual-Prozessor-Systeme vorgesehen. Die 7000er-Xeons sowie die 9000er-Itaniums eignen sich für Multi-Prozessor-Systeme.
© 2014

1998 stellte Intel die ersten speziell für Server-Umgebungen konzipierten Prozessor-Modellreihen mit dem Label "Xeon" vor. Das Angebot wurde im Laufe der Jahre ständig überarbeitet und um neue Modelle erweitert. Die aktuellen Server-Prozessoren bieten aufgrund der erwähnten Funktionen hohe Leistung, Skalierbarkeit sowie Energieeffizienz.
 
Momentan bietet Intel im Server-Bereich fünf Produktfamilien an. Sie bedienen den Bedarf von Unternehmen jeder Größe sowie die spezifischen Bedürfnisse in verschiedensten Einsatzgebieten. Die einzelnen Prozessoren lassen sich über eine vierstellige Kennziffer voneinander unterscheiden.
 
Die erste Ziffer steht für Modellreihe und Prozessorart: Die 3000er-Serie ist für Einzel-, die 5000er- und 6000er-Serie für Dual- und die 7000er-Serie für Multi-Prozessor-Server ausgelegt. Dazu kommt noch die 9000er-Serie, die nicht wie die anderen Modellreihen auf der x86-Architektur, sondern auf Intels Itanium-Technik aufbaut. An der zweiten Ziffer lässt sich die Generation ablesen – so sind die 5600er-Modelle moderner als die der 5500er-Serie. Die letzten beiden Ziffern spezifizieren das jeweilige Modell.
 
Intel Xeon 3000er-Serie

Diese vergleichsweise junge Modellreihe der Single-Prozessor-Serie ist konzipiert für Systeme der Entry-Level-Klasse und rundet das Xeon-Angebot nach unten ab. Die aktuellen 3400er-Xeon-Prozessoren empfehlen sich für weniger anspruchsvolle Aufgaben und für kleine Unternehmen, die trotz schmalem Budget nicht auf die Vorteile der Xeon-Plattform verzichten wollen.
 
Die 3400er-Einsteigerprozessoren unterstützen Intel Turbo Boost, Intel Intelligent Power Technology, Intel VT sowie 32- und 64-Bit-Betriebssysteme. Eine Sonderform der Serie sind die speziell für den Einsatz in Hochleistungs-Workstations gedachten Produktreihen Xeon W3500 und W3600.
 
Intel Xeon 5000er-Serie

Diese Modellreihe ist für den Einsatz in Single- und Dual-Prozessor-Servern sowie Hochleistungs-Workstations vorgesehen. Sie gilt als das Arbeitstier des Xeon-Aufgebots. Aktuell bietet Intel Modelle der 5400er-, 5500er- und 5600er-Produktreihen an. Hier zeichnet sich aber eine Konsolidierung zugunsten der 5600er-Generation ab. Die älteren Modelle werden aufgrund der klaren Vorteile der aktuellen Generation langsam verschwinden.

Die Modelle der Xeon-5600-Produktfamilie sind Intels modernste Server-Prozessoren. Die primär für Dual-Prozessor-Systeme konzipierte CPU ist das wichtigste Arbeitstier des Intel-Lineups.
Vergrößern Die Modelle der Xeon-5600-Produktfamilie sind Intels modernste Server-Prozessoren. Die primär für Dual-Prozessor-Systeme konzipierte CPU ist das wichtigste Arbeitstier des Intel-Lineups.
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Die 5600er-Prozessoren sind in der 32-nm-Prozesstechnik gefertigt. Sie bieten bis zu sechs Kerne, zwölf Threads und zwölf MByte L3-Cache sowie bis zu 18 DIMM-Slots mit bis zu 288 GByte Speicher pro Sockel. Intel Turbo Boost, Intel I/OAT, Intel AES-NI, Intel VT, Intel TXT und Intel IPT sind ebenfalls an Bord.
 
Intel Xeon 6000er-Serie
 
Als Produkt zwischen der 5000er- und 7000er-Serie bieten diese Xeon-CPUs für Dual-Prozessor-Systeme besonders im Speicherbereich eine bessere Skalierbarkeit als ihre kleineren Verwandten. Durch die Konkurrenz der 5600er-Prozessoren wird die 6000er-Familie jedoch zunehmend obsolet.
 
Die aktuelle 6500er-Modellreihe ist in der 45-nm-Prozesstechnologie (Codename Nehalem) gefertigt. Sie bietet bis zu acht CPU-Kerne, 16 Threads sowie 24 MByte L3-Cache pro Sockel und arbeitet mit bis zu 32 DIMM-Modulen mit bis zu 512 GByte RAM in einer Dual-Socket-Konfiguration. Intel VT sowie 32- und 64-Bit-Umgebungen werden ebenfalls unterstützt.
 
Intel Xeon 7000er-Reihe
 
Wer höchste Performance, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit in betriebskritischen Umgebungen braucht, greift zu den von Dual- bis 256-Prozessor-Systemen skalierenden Xeon-Prozessoren der 7000er-Reihe. Intel bietet derzeit die Generationen 7400 und 7500 an.
 
Die ebenfalls auf der Nehalem-Prozesstechnik aufsetzenden 7500er-Prozessoren bieten bis zu acht Kerne, 16 Threads und 24 MByte L3-Cache pro Sockel. Mit bis zu 16 Speicher-Slots pro Sockel können in einem Quad-Sockel-System bis zu einem und in einem 8-Sockel-System bis zu zwei Terabyte Arbeitsspeicher angesprochen werden. Die Prozessoren bieten mehr als 20 neue RAS-Features (Reliability, Availability and Serviceability) – mehr als dreimal so viele wie die Vorgängergeneration. Außerdem unterstützen sie Intel VT sowie 32- und 64-Bit-Umgebungen.
 
Intel Itanium 9000er-Serie
 
Itanium-Prozessoren liefern höchste Leistung und Skalierbarkeit für betriebskritische Anwendungen. Die 9300er-Modellreihe bietet mehr als doppelt so viel Leistung wie die Modelle der Vorgängergeneration, außerdem bis zu sechsmal mehr Speicherbandbreite, bis zu neunmal mehr Interconnect-Bandbreite und bis zu achtmal mehr Speicherkapazität.
 
Spagat geglückt
 
Rechenzentren können vor allem mit den neuen Xeon-5600er-Prozessoren Geld sparen. Die CPUs bieten dank neuer Techniken mehr Leistung als die Vorgänger beziehungsweise arbeiten bei gleicher Performance wesentlich energieeffizienter. Dank der Virtualisierungsunterstützung auf Hardware-Ebene können Rechenzentren zudem ihre Infrastrukturen einfacher, sicherer und effizienter virtualisieren. Dadurch reduzieren sich entweder deutlich die laufenden Kosten bei gleicher Auslastung – oder aber es ist eine spürbar höhere Packungsdichte und Auslastung möglich. Eine hohe Skalierbarkeit ist in jedem Fall gegeben.
 

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