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Installierte Software und ungewollte Apps

14.05.2011 | 09:33 Uhr | Benjamin Schischka

Apples Web-Browser: Safari
Vergrößern Apples Web-Browser: Safari
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Apple zieht einen wahren Rattenschwanz an Anschuldigungen hinter sich her, dass der Konzern seinen iTunes-Mediamanager dafür benutzt, andere Produkte und Services an den Mann zu bringen. Im März 2008 zum Beispiel waren viele Windows-Nutzer überrascht, Apples Web-Browser Safari auf ihrem System vorzufinden – ein kleines Präsent des letzten iTunes-Updates. Mozilla CEO John Lilly rügte Apple für seine Dreistigkeit: „Das untergräbt das vertrauensvolle Verhältnis, das große Firmen und ihre Kunden haben, und das ist nunmal schlecht – nicht nur für Apple, sondern für sie Sicherheit im ganzen World Wide Web.“ Nachdem sich genug Leute beschwert hatten, entschied sich Apple für eine kaum merkbare Veränderung: in das iTunes-Update schlich sich die Kategorie „Neue Software“ als Hinweis auf die Safari-Installation ein.

Im Juli 2008 installierte sich klammheimlich, erneut zusammen mit dem iTunes-Update, der firmeneigene Online-Daten-Synchronisations-Service „MobileMe“ - ohne irgendeinen Hinweis für den Verbraucher. Einige Zeit später versuche Apple es wieder: Diesmal wurde mit dem Update des Software-Programms „Boot Camp“ ein iPhone-Konfigurationsprogramm mit installiert. Völlig unabhängig davon, ob der Nutzer überhaupt iPhone-Besitzer ist, oder nicht. Später entfernte Apple dieses Programm wieder aus seinem Windows Update-Service. Doch bis heute wird zusammen mit dem Quick Time Video Player iTunes installiert, ob man nun ein Apple-Gerät besitzt oder nicht.

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