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Installieren von Vmware Server

14.05.2009 | 10:01 Uhr |

Ist das System vorbereitet, kommt die eigentliche Installation. Verschieben Sie zunächst das heruntergeladene TAR-Archiv von Vmware-Server in ein beliebiges Verzeichnis auf Ihrem Rechner, und entpacken Sie es dort mit dem Befehl „tar -xzf <Archiv- Name>“. Das TAR-Archiv entpackt sich in das Unterverzeichnis „vmware-server-distrib“, in dem Sie einen symbolischen Link zur ausführbaren Datei „vmware-install.pl“ finden. Wechseln Sie auf der Konsole in das neue Unterverzeichnis, und rufen Sie - nach wie vor als root - das Installer-Script mit einem voran gestelltem „./“ auf („./vmware-install. pl“) und drücken <Return>.

Die meisten Abfragen des Installers können Sie einfach mit <Return> bestätigen. Die ersten zehn Fragen betreffen die Installationsverzeichnisse, danach startet der Installer ein weiteres Script, um Vmware-Server zu konfigurieren. Nachdem das Script festgestellt hat, dass nicht bereits eine ältere Version läuft, fordert es Sie auf, die Lizenzbestimmungen zu lesen. Weitere Zeilen machen Sie dort mit der <Leertaste> sichtbar, am Ende akzeptieren Sie mit „yes“ die Bedingungen. Nun installiert Vmware-Server die eigentlichen Treiber, wozu es die bereits installierten Entwicklerpakete und den Quellcode benötigt. Falls das Programm hier abbricht, installieren Sie fehlende Programme nach und starten den Installer erneut.

Tipp: Eventuell beschwert sich Vmware-Server über die verwendete Version des Compilers gcc, falls der Kernel mit einer früheren Version kompiliert wurde. Sie können die Meldung ignorieren, geben Sie einfach „yes“ ein und fahren fort.

Fehlermeldung unter Open Suse
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© 2014

Bei der Installation des so genannten „vsock“-Moduls bringt der Installer in Open Suse allerdings in jedem Fall eine Fehlermeldung (in Ubuntu nur ein paar Warnungen), die Sie aber getrost ignorieren können. Sie brauchen das Modul nicht für den normalen Betrieb von Vmware. Nun konfiguriert der Installer noch das Netzwerk. Vmware-Server bietet drei verschiedene Möglichkeiten, wie das Gastsystem mit dem Host-System kommuniziert. Diese Netzwerkbrücken werden nun konfiguriert und eingerichtet. Jede Möglichkeit wird mit der Abfrage „Do you wish to configure another network“ abgeschlossen, dessen Vorgabe „no“ Sie ebenfalls mit <Return> bestätigen.

Nachdem das Netzwerk-Modul kompiliert wurde, bestätigen Sie noch die drei Ports, über die Vmware-Server mit der Bedienoberfläche kommuniziert. Dann legen Sie fest, welchem Benutzer Vmware-Server administrative Rechte gestatten soll.

Wichtig: Unter Ubuntu sollten Sie hier Ihren Login-Namen angeben. Falls Sie hier nichts eingeben, akzeptiert Vmware nur den Benutzer root als Administrator, dem Sie dann unter Ubuntu noch ein eigenes Passwort verpassen müssen (mehr dazu unter „System konfigurieren“). Im nächsten Schritt legen Sie fest, in welchem Verzeichnis Vmware die Dateien der zu installierenden Gastsysteme unterbringen soll. Planen Sie hier großzügig Platz ein, die einzelnen virtuellen Festplatten können Sie zwar so einrichten, das sie sich dem Platzbedarf des Gastsystems dynamisch anpassen, allerdings sollten Sie den Speicherbedarf im Auge behalten, wenn Sie die Daten auf der Systempartition unterbringen. Besser wäre es, eine eigene Partition für die Gastsysteme zu verwenden, wenn möglich in einem schnellen Raid-0-Verbund.

Vmware Server können Sie auch über das Netzwerk nutzen
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© 2014

Wenn Sie die Partition in ein eigenes Verzeichnis einbinden, können Sie hier den entsprechenden Pfad definieren. Als Nächstes müssen Sie Ihre Seriennummer eingeben, dann installiert das Programm noch die VIX-API, mit der Entwickler über selbst geschriebene Programme virtuelle Systeme steuern können. Nachdem Sie abermals <Return> gedrückt haben, startet Vmware-Server alle nötigen Module. Wenn Sie am Ende jeder Zeile das Wort „done“ und schließlich „The configuration of Vmware Server for Linux for this running kernel completed successfully“ sehen, hat alles geklappt.

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