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Installieren einer Version Ihrer Wahl

Anforderung

Zeitaufwand

Schenkt man Microsoft Glauben, läßt sich Direct X unter Windows nicht de-installieren. Befindet sich erst einmal eine Version des Multimedia-Treiberpakets auf Ihrem Rechner, soll deshalb ein Downgrade - also die Installation einer älteren Version - unmöglich sein. Wir zeigen Ihnen, wie das angeblich Unmögliche gelingt.Direct-X-Zwangsinstallation: Der Win- dows-95-Anwender durfte noch selbst entscheiden, ob und welches Direct X er einsetzen wollte. Windows 98 wird dagegen standardmäßig mit der Direct-X-Version 5.0 installiert - ob Sie das nun wünschen oder nicht. Die meisten aktuellen Spiele richten sogar automatisch die Direct-X-Version 6.0 oder 6.1 ein.Ist eine Direct-X-Version einmal eingerichtet, läßt sie sich standardmäßig nicht mehr entfernen: Die De-Install- Option hat Microsoft erst gar nicht vorgesehen. Benötigen Sie nun aber beispielsweise die Direct-X-Version 3, um ein älteres Programm zum Laufen zu bringen, ist guter Rat teuer. Denn die älteren Treiber lassen sich auch nicht über die neueren installieren.Direct X manuell entfernen: Einen Ausweg bietet die manuelle De-Installation von Direct X. Dazu müssen Sie bestimmte Registry-Einträge und einige Dateien löschen. Über die nachfolgend beschriebenen Schritte beseitigen Sie alle wesentlichen Einträge und Komponenten von Direct X 6.0 und können anschließend etwa die Version 3 (oder auch jede beliebige andere) problemlos aufspielen. Anmerkung:Wenn Sie eine ältere Direct-X-Version auf Ihrem PC haben, sind einige der genannten Komponenten nicht vorhanden. Übrigens: Für den Standardbetrieb von Windows 95/98 etwa mit Word und Excel benötigen Sie kein Direct X.

Zuerst alles sichern: Bevor Sie Hand an die Registry legen, sollten Sie diese in jedem Fall sichern. Kopieren Sie hier-zu die Dateien SYSTEM.DAT und USER.DAT aus dem Windows-Verzeichnis in einen eigenen Ordner, etwa \Regsave. Wenn die Registry gesichert ist, rufen Sie den Registrierungseditor Regedit auf - etwa durch die Eingabe von "regedit" unter "Start, Ausführen". Löschen Sie unter "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\" die folgenden Registry-Einträge (jeweils den gesamten Schlüssel):Direct3DDirectDrawDirectPlayDirectXGehen Sie nun in den MS-DOS-Modus, und kopieren Sie die nachfolgend aufgeführten Dateien und Verzeichnisse in einen eigenen Sicherungs-Ordner, etwa \DirectSV. Danach löschen Sie die Originaldateien ("c:\windows" steht hier für das Windows-Verzeichnis, das bei Ihnen eventuell anders heißt).c:\windows\system\ddhelp.exec:\windows\system\ddraw*.*c:\windows\system\dsound*.*c:\windows\system\dinput*.*c:\windows\system\d3d*.*c:\windows\system\dplayx.dllc:\windows\system\dpmodemx.dllc:\windows\system\dpwsockx.dllc:\windows\system\directx.cpl(nicht immer vorhanden!)c:\windows\system\vjoyd.vxdc:\windows\system\joy.cplc:\windows\system\dplaysvr.exec:\windows\system\dpwsock.dllc:\windows\system\dpserial.dllc:\windows\system\dplay.dll

Unter Windows 98 sind zusätzlich folgende Dateien zu entfernen:c:\windows\sysbckup\ddhelp.exec:\windows\sysbckup\ddraw*.*c:\windows\sysbckup\dsound*.*c:\windows\sysbckup\dinput*.*c:\windows\sysbckup\d3d*.*c:\windows\sysbckup\dplayx.dllc:\windows\sysbckup\dpmodemx.dllc:\windows\sysbckup\dpwsockx.dllLöschen Sie nun auch das Verzeichnis C:\Progra~1\DirectX.Nach dem Neustart Ihres Rechners läßt sich jetzt eine Direct-X-Version Ihrer Wahl installieren. In unserem Test machte etwa die Version 3 unter Windows 98 keinerlei Probleme. In manchen Fällen ist es jedoch notwendig, auch die Treiber der Grafik- oder 3D-Zusatzkarte neu zu installieren.

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