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Input: Von den Lochkarten bis zur Funkmaus

30.04.2003 | 13:59 Uhr | Michael Schmelzle

Der Urahn unserer Tastatur ist fast 140 Jahre alt: 1868 meldet Christopher Latham Sholes die Schreibmaschine zum Patent an. Bis zur PC-Tastatur durchläuft das Eingabegerät drei wichtige Evolutionsschritte.

Mit dem Fernschreiber setzt 1930 eine Schreibmaschine erstmals Buchstaben in elektrische Impulse um. Und bei den ersten Computern wie dem 1946 vorgestellten Eniac fertigen die Operatoren über eine Art Schreibmaschine Lochkarten an, mit denen sie den Computer füttern. Mitte der 60er Jahre kommen dann die Terminals auf, über die mehrere Nutzer ihre Aufträge an einen Zentralrechner übermitteln. Der als Video Display Terminal bezeichnete Arbeitsplatz ist erstmals mit einem Monitor ausgestattet, auf dem der Anwender sehen kann, was er gerade eintippt.

"It just looked like a mouse with a tail", begründet Douglas Engelbart den Spitznamen für sein 1963 erfundenes Eingabegerät: die Maus. Ohne die Maus würde der PC-Anwender immer noch im fensterlosen Raum navigieren - sie erst macht die grafische Benutzerführung möglich. Neben den ergonomischen Verbesserungen hat auch die Maus einige Evolutionsschritte hinter sich: Die anfänglich rein mechanisch arbeitenden Mäuse bekommen zunächst optische Sensoren, die die Bewegung des Mausballs interpretieren.

Heute ist auch der Ball meist wegrationalisiert - und ihren Schwanz haben viele Mäuse ebenfalls verloren: Die Kommunikation mit dem PC läuft nun per Funk oder Infrarot-Impuls.

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