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Inoffizielle Grafiktreiber: Tempo und Bildqualität erhöhen

22.12.2004 | 08:35 Uhr |

Problem: Sie sind mit dem aktuellen Treiber Ihrer Grafikkarte unzufrieden. Gerade bei Ihrem Lieblingsspiel sind Abstürze an der Tagesordnung. Außerdem wünschen Sie sich eine bessere Bildqualität.

Lösung : Im Internet wimmelt es von inoffiziellen und veränderten Treibern für ATI- und Nvidia-Grafikkarten. Teilweise handelt es sich dabei um Testversionen von den Grafikchipherstellern, die noch nicht oder überhaupt nicht zur Veröffentlichung vorgesehen sind: Damit können Sie schon vor der offiziellen Freigabe ausprobieren, ob bestimmte Spiele schneller oder schöner werden und ob es neue Optionen gibt. Bei einigen Treibern handelt es sich um Modifikationen von Fans: Sie schalten Optionen frei, die dem Anwender bei den offiziellen Treibern nicht zugänglich sind, beispielsweise zum Übertakten, oder verbessern den Treiber in puncto Tempo oder Bildqualität.

Schritt 1: Treiber beschaffen. Die besten Chancen, an inoffizielle oder Betatreiber zu kommen, haben Sie auf spezialisierten Websites wie www.3dcenter.de, www.guru3d. com oder www.rage3d.de. Modifizierte Treiber stehen meist kurz nach einer offiziellen Treiberversion von ATI oder Nvidia im Internet – die wichtigsten sind die Omega-Treiber, die es für ATI- und Nvidia -Karten gibt, die modifizierten ATI-Treiber DNA, Forsage und Unian sowie die Starstorm-Treiber für Nvidia-Chips. Von den Letztgenannten gibt es übrigens drei Varianten: für bestmögliche Leistung (Version B), für optimale Bildqualität (Version XQ) oder für einen Kompromiss aus beiden (Version X).

Schritt 2: System sichern. Da die inoffiziellen Treiber nicht so umfassend getestet werden wie offizielle Versionen, besteht immer das Risiko, dass sie Ihr System instabil machen. Deshalb sollten Sie vor dem Experimentieren mit diesen Treibern Ihre Konfiguration sichern – entweder per Image-Software oder durch das Anlegen eines Wiederherstellungspunktes bei Windows XP.

Schritt 3: Treiber installieren. Vor dem Einrichten des neuen Treibers sollten Sie den alten komplett de-installieren. Das gilt auch für Zusatz-Software wie das ATI Control Panel. Entpacken Sie die Treiberdatei in ein Verzeichnis. Ein Doppelklick auf die Setup- Datei startet den Installationsvorgang. Nur die Forsage- Treiber müssen Sie manuell per Geräte-Manager installieren. Windows-Warnungen, dass Sie einen nicht zertifizierten Treiber installieren wollen, können Sie wegklicken.

Schritt 4: Optionen nutzen . Schon bei der Installation bieten die Treiber Extras an: Bei Omega können Sie schnellere Open-GL-Treiber auswählen, die vor allem bei Spielen wie Counterstrike Vorteile bringen. Alle Treiber für ATI-Karten lassen auch Soft-Mods zu, also das Verändern des Grafikchips per Software. Der Omega-Treiber installiert zusätzlich das Tool Multires: Damit lässt sich bequem zwischen verschiedenen Auflösungen umschalten und über „Lock Refresh Rate“ eine bestimmte Bildwiederholrate für jede Auflösung erzwingen. Außerdem enthält er das Übertaktungs-Utility Radlinker. Andere Änderungen sind für den Anwender unsichtbar: Die internen Verbesserungen der Treiber äußern sich nur in der Praxis – durch höhere Leistung und bessere Bildqualität.

Sie können offizielle Treiber aber auch selbst manipulieren. Das beliebteste Tool dafür ist Riva Tuner für die Detonator/ Forceware-Treiber von Nvidia-Karten (unter www.pcwelt.de/Heft-CD. Im Menü „Power user“ lassen sich die vom Treiber erstellten Registry-Einträge verändern. Zum Beispiel können Sie ein verborgenes Menü zum Übertakten frei schalten. Gehen Sie dazu im „Power user“- Menü auf den Registry-Eintrag, der die Bezeichnung „Control panel global“ enthält. Mit einem Klick auf das Pluszeichen klappt das Menü aus. Beim zweiten Eintrag „Cool- Bits“ setzen Sie den Wert „3“. Schließen Sie Riva Tuner, und gehen Sie zu den „Eigenschaften“ Ihrer Grafikkarte (Rechtsklick auf den Desktop und „Eigenschaften, Einstellungen, Erweitert, Grafikkarte“). Im neuen Eintrag „Taktfrequenzen“, können Sie Chip- und Speichertakt verändern.

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