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Infrastruktur-Arbeiter

21.09.2010 | 12:03 Uhr | Benjamin Schischka

Einen gefährlichen Job in Zeiten des Friedens zu haben, ist eine Sache. Aber versuchen Sie sich mal vorzustellen, Sie arbeiten da, wo Sie als potentielles Ziel für einen Sniper- oder Bombenangriff gelten. Egal, ob's nun um den Aufbau von Kommunikations-Infrastruktur für Zivilisten oder das Militär geht: Regierungs-Soldaten und private Arbeiter in Konfliktzonen wie dem Irak oder Afghanistan riskieren tagtäglich ihr Leben. Dabei ist es unklar, wie viele Leute, die in Kriegsgebieten IT-bezogene Arbeit leisteten, bislang schon ums Leben gekommen sind. Unter den 4734 toten Militärs seit 2003 im Irak und den 2061 Toten der Operation Enduring Freedom seit 2001, waren es aber wohl einige.

Nach Angaben einer Zählung, die im September 2009 durchgeführt wurde, waren mindestens drei Telekommunikations-Ingenieure unter den 533 ausländischen, privaten Unternehmern, die im Irak seit Beginn des Krieges ums Leben gekommen sind. Weitere zwei Ingenieure der US-Telekom sind unter den 146 privaten Unternehmern, die in Afghanistan ihr Leben lassen mussten.

(Elsa Wenzel)

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