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Infotipps ausbauen: Schnelle Maus-Infos

22.02.2009 | 09:13 Uhr | Hermann Apfelböck, Thorsten Eggeling, Christian Löbering

Problem: An jeder Datei und an jedem Ordner haften eine ganze Reihe informativer Attribute. Im Explorer von Windows XP können Sie sich jedes einzelne dieser Attribute in einer eigenen Spalte anzeigen lassen. Bei den bis zu 37 Spalten in der Detail-Ansicht geht jedoch die Übersicht vollständig verloren.
Lösung: Eine praktische und häufig unterbewertete Funktion von Windows ist der „Infotipp“. Er erscheint, wenn Sie im Explorer mit der Maus auf eine Datei oder einen Ordner zeigen. Standardmäßig wird jedoch nur ein Bruchteil aller 37 verfügbaren Attribute angezeigt. Mit unserem Script pcwInfotip.VBS erweitern Sie den Infotipp auf immerhin 32 Einträge. Kopieren Sie unser Script zunächst in ein leeres Verzeichnis, und rufen Sie es auf. Im ersten Schritt legt das Script ein Backup der zu modifizierenden Registry-Schlüssel in Form der Datei Infotip.REG im Script-Verzeichnis an. Danach schreibt es die Schlüssel neu. Die Änderungen greifen sofort. Wenn Sie mit dem Mauszeiger im aktiven Fenster auf eine Datei oder einen Ordner zeigen, erscheinen alle in der Datei vergebenen Attribute. Dazu gehören beispielsweise die Abtastrate von Videos, die Seitenzahl von Dokumenten, das Genre von MP3-Dateien und vieles mehr.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Attribut nicht angezeigt wird, wurde es nicht vergeben. Um den Ausgangszustand wiederzuherstellen, rufen Sie die Infotip.REG auf oder starten das Script noch einmal.

Für Profis: Der Infotipp für lokale Dateien und Ordner wird je nach Dateityp in der Registry-Zeichenfolge „Infotip“ gespeichert. Zum Beispiel finden Sie diesen Eintrag im Schlüssel „Hkey_Classes_Root\ *“. Hier können Sie festlegen, welche Attribute im Infotipp aller Dateien – mit Ausnahme von System- und Multimedia-Dateien – erscheinen sollen. Im selben Schlüssel befindet sich auch die Zeichenfolge „QuickTip“. Hier gibt der Benutzer die Attribute an, die bei Infotipps zu Dateien aus einer Netzwerkressource zu sehen sein sollen. Um speziell für System- oder Multimedia-Dateien Infotipp-Attribute zu vergeben, müssen Sie den Schlüssel „Hkey_Classes_Root\ SystemFileAssociations“ öffnen und den gewünschten Dateityp finden. Für Musikstücke ist das etwa der Unterschlüssel „Audio“, für Filme „Video“ und für Bilder „Image“. Die einzelnen Attribute werden als Zeichenfolge „Infotip“ oder „Quicktip“ durch Semikolon „;“ getrennt eingetragen, wobei die Zeile immer mit „prop:Type“ beginnen muss.Wenn Sie beispielsweise den Namen, die Größe und den Besitzer der Datei anzeigen möchten, geben Sie als Wert von Infotipp

prop:Type;Name;Size;Owner

ein. Eine vollständige Liste aller Attribute und deren Beschreibung finden Sie in der Datei pcwInfotip-Attribute.HTM

Aufräumen: Nie wieder gelbe Zettel am Monitor

Problem: Das papierlose Büro gibt es nicht. Immer noch kleben jede Menge gelbe Notizzettel am Monitor oder auf der Tastatur – das ist nicht unbedingt praktisch. Es gibt zwar zahlreiche Free- und Shareware-Lösungen, die die Zettelsammlung auf den Desktop verlagern sollen. Doch die sind Ihnen zu aufwendig.

Lösung: Es geht einfacher. Windows bring selbst alle Voraussetzungen für eine digital Zettelsammlung mit. Am besten legen Sie für die Desktop-Notizen einen speziellen Dateityp an. Dabei handelt es sich um simple Textdateien – mit dem Unterschied, dass Sie ihnen eine eigene Endung und ein spezielle Icon spendieren, die sie von normalen Textdateien unterscheiden. Dateityp anlegen: Diese Aufgabe erledigt die Registry-Datei pcwNotiz aus dem gleichnamigen Archiv.

Entpacken Sie die Datei in ein beliebiges Verzeichnis, und importieren Sie den Inhalt der Datei per Doppelklick in die Registry. Anschließend kennt Windows den neuen Dateityp „Notiz“ mit der Endung NOTE. Die Datei-Endung haben wir standardmäßig auf „immer versteckt“ gesetzt damit sie nicht von der Notiz ablenkt. Desktop-Notizen verwenden: Wenn Sie eine Notiz erstellen wollen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop und wählen aus dem Kontextmenü „Neu“ den Punkt „Notiz“. Daraufhin erscheint ein neues Icon mit der Bezeichnung „Neu Notiz“, das Sie gleich entsprechend umbenennen, etwa in „Blumen gießen“ oder „Backup nicht vergessen“. Auf diesem Weg kann Ihnen auch ein Kollege etwas mitteilen, der in Ihrer Abwesenheit an Ihren PC kommt.

Das kleine Pfeilsymbol unserer Notizdateien wird sonst für keinen Dateityp verwendet. Außerdem lenkt es durch seine geringe Größe nicht von der Icon-Beschriftung ab, die ja den eigentlichen Inhalt ausmacht. Falls die Icon-Beschriftung nicht für die gesamte Notiz aus-reicht, macht das nichts – eine Notizdatei ist ja nichts anderes als eine abgewandelte Textdatei. Sie können sie per Doppelklick öffnen und den ausführlichen Inhalt als Text hinterlegen. Als Icon-Beschriftung wählen Sie lediglich eine Kurzbeschreibung. Sie müssen Notizen auch nicht unbedingt auf dem Desktop hinterlegen. In jedem Ordnerfenster können Sie über „Neu, Notiz“ eine Erinnerungsstütze hinterlassen, die Sie auf etwas hinweist, sobald Sie diesen Ordner öffnen. Falls Sie die Desktop-Notizfunktion eines Tages wieder loswerden wollen, rufen Sie einfach die pcwRemNotiz.REG aus dem Archiv per Doppelklick auf.

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