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In wie weit lässt es sich derzeit realisieren?

07.02.2011 | 09:49 Uhr |

Heutzutage können iPad und iPhone-Nutzer noch nicht so nahtlos mit anderen Geräten kommunizieren, aber es ist wahrscheinlich größeres Potential vorhanden, als es die IT-Branche derzeit vermutet.

Präsentationen können Sie derzeit nur mit einem Apple VGA-Kabel an einem Monitor oder Projektor zeigen. Für Video-Präsentationen könnten Sie sich einen Apple TV für etwa 100 Euro kaufen. Diesen können Sie an einen HDMI-basierten Bildschirm anschließen, wie diese in Hörsälen oder großen Konferenzräumen verwendet werden. Nun können iOS-Nutzer, welche das Benutzerkonto und Passwort kennen, ein Video kabellos an den anderen Bildschirm senden.

Zum Drucken können Sie AirPrint-unterstützende Geräte, wie verschiedene HP ePrint-Drucker , kaufen und ältere Drucker dadurch ersetzen. Wenn Sie bereits andere kabellose WiFi-Drucker besitzen, könnten Sie sich eine andere App für das iOS kaufen, welche Ihren Drucker unterstützt. Diese Apps kosten etwa 9 Euro pro Gerät, folglich könnte ein neuer Drucker doch wieder die günstigere Alternative darstellen.

Für die Benutzer-Verwaltung ist iTunes derzeit nicht geeignet, da Apple davon ausgeht, dass pro Nutzer nur ein iTunes-Konto verwendet wird. Wenn Sie Ihr iOS-Gerät an einen Computer mit anderem iTunes-Benutzerkonto anschließen, werden Sie gefragt, ob die gespeicherten Informationen gelöscht und eine neue Verbindung zum anderen iTunes-Benutzerkonto hergestellt werden soll.

In Wahrheit ist es nicht so dramatisch: Sie können die Apps zu einem iTunes-Konto synchronisiert haben und die Medien-Daten zu einem anderen Benutzerkonto. Für diesen Trick müssen Sie alle Synchronisationsbereiche, die nicht gelöscht werden sollen, in dem jeweiligen Benutzerkonto deaktivieren. Sie können die folgenden Bereiche separat auswählen: Apps, Fotos, Musik und Videos. Mit anderen Worten, wenn Sie mit Ihrem Arbeitscomputer Ihre Apps verwalten und synchronisieren wollen, deaktivieren Sie bei sich zu Hause die App-Synchronisation. Sie werden immer noch den Warnhinweis von iTunes erhalten, dass all Ihre Daten gelöscht werden, aber tatsächlich beschränkt sich das Löschen nur auf die angehakten Synchronisationsbereiche. Das ist natürlich ein aufwändiges Unterfangen, iTunes über mehreren Benutzerkonten zu verwalten und für den normalen Nutzer nicht sehr zugänglich.

Wie auch immer, unter bestimmten Umständen könnte die IT-Branche iTunes als Unternehmens-App aufstellen. Somit wäre es möglich iPads und iPhones nur für unternehmensdienliche Zwecke zu verwenden. Wenn iTunes auf jedem PC eines iOS-Nutzers installiert wäre, könnten Sie den Zugriff auf persönliche Medien und Apps verhindern. Denn durch die Synchronisation zu Hause würden die unternehmensrelevanten Daten gelöscht und die privaten Anwendungen installiert werden. Auf der Arbeit wiederum wären die privaten Daten unzugänglich und der iOS-Nutzer würde lediglich die notwendigen Arbeits-Apps vorfinden.

Wenn iPads von mehreren Nutzern verwendet werden, könnten Sie einen iTunes-Kiosk erstellen, an dem sich alle Angestellten mit dem gleichen Benutzerkonto verbinden und die gleichen Apps, Medien und Richtlinien auf den Geräten vorfinden würden. Ja, die Personen können sich immer noch mit dem privaten iTunes-Konto verbinden oder kabellos Medien oder Apps aus dem iTunes Store herunterladen.

Die meisten iTunes-Nutzer wissen nicht, dass iTunes so konfiguriert werden kann, dass es lediglich iOS-Geräte aktiviert oder aktualisiert. Die Funktionen können jedoch um die Synchronisation bestimmter Inhalte erweitert werde oder Sie können den gesamten Funktionsumfang, wie Sie es von Ihrem PC gewohnt sind, aktivieren, sagt Jesse Lindeman, der Direktor für Produktmarketing im Bereich mobile Geräte von Mobilelron. Sie können iTunes an Ihrem Arbeitsplatz so konfigurieren, dass dort bestimmte Inhalte synchronisiert werden. Nur dürften die Nutzer diese Inhalte zu Hause nicht mehr synchronisieren, damit das System funktioniert.

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