240472

In der Praxis II

26.05.2004 | 09:38 Uhr |

Die Realität: Mangelnde Funktionen

Wollen Sie Ihre Bilder grundsätzlich in der Größe 10 x 15 Zentimeter, bei normaler Druckqualität und randlos drucken? Wir jedenfalls passen solche grundlegenden Druckeinstellungen ganz gerne an. Doch genau das ist beim Direktdruck oft nicht möglich!

Beispielsweise unterstützen weder die Kamera DSC-F828 von Sony noch die Pentax Optio 555 noch alle Pictbridgefähigen Fujifilm-Kameras (ab F700) die Wahl von Bildgröße und -qualität. In solchen Fällen greift der Drucker kurzerhand auf seine Default-Einstellungen zurück. Das sind beim Canon i990 beispielsweise 10 x 15 Zentimeter und 2400 x 1200 dpi, beim Epson R300 dagegen DIN-A4-Format und normale Druckqualität.

Ein Lichtblick: Mit einigen wenigen Druckern, etwa mit dem Epson R300, können Sie sich über diese Vorgaben hinwegsetzen und die Bildgröße und -qualität über das Druckermenü ändern. Pictbridge-Kameras von Canon fielen uns in puncto Einstellmöglichkeiten übrigens positiv auf.

Tempo: Der Direktdruck braucht Zeit

Was Sie an Zeit sparen, weil Sie den PC nicht hochfahren und die Software nicht starten müssen, geht bei der Ausgabe mehrerer Bilder schnell wieder drauf: Denn der Druck direkt von der Kamera dauert erheblich länger als der via PC.

Ein Beispiel: Der Canon i990 brachte, als er die Daten von der Kamera Sony DSC-F828 erhielt, ein 10x15-Foto bei 1200 x 1400 dpi in 165 Sekunden aufs Papier. Im Zusammenspiel mit dem PC war der Drucker mehr als doppelt so schnell - nur 80 Sekunden (jeweils bei USB 1.1). Der Grund: Der PC kann schließlich die Bilddaten viel schneller für den Druck aufbereiten als jede Kamera.

Der Pictbridge-Direktdruck ist meist auch langsamer als die Ausgabe über den Speicherkarten-Slot des Druckers, die ebenfalls ohne PC auskommt. Denn hier hat der Drucker die Daten unmittelbar griffbereit, während sie bei Pictbridge erst durch das USB-Kabel geschleust werden müssen. Das bremst - vor allem bei USB 1.1!

PC-WELT Marktplatz

240472