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Images als fertige Vorlagen

Templates sind fertig erstellte Images, mit denen eine neue virtuelle Umgebung erzeugt wird. Ein Template ist eine Paketzusammenstellung, und ein Template-Cache ist das Archiv (Tarball) einer Chroot-Umgebung, in der die Pakete installiert sind. Dieses Tarball wird während der Phase vzctl entpackt. Mit der Technik des Template-Cache kann eine neue virtuelle Umgebung in wenigen Sekunden erstellt werden, was schnelle Einsatzszenarien möglich macht.

Mit den vzpkg-Tools wird die Erstellung des Template-Cache vereinfacht. Zurzeit werden RPM- und yum-basierte Repositories unterstützt. Zur Erstellung eines Templates der Fedora Core 5-Distribution muss beispielsweise eine Menge von (yum-)Repositories mit FC5-Paketen sowie eine Reihe der zu installierenden Paketen spezifiziert werden.
Auch pre- und post-install-Skripte können zur weiteren Optimierung/Modifizierung eines Template-Cache genutzt werden. Alle oben genannten Daten (wie Repositories, Paketlisten, Skripte und GPG-Keys) bilden die Metadaten des Templates. Mit den Metadaten eines Templates kann das vzpkgcache-Werkzeug automatisch ein Template-Cache erstellen. Es lädt die aufgelisteten Pakete in eine temporäre virtuelle Umgebung, installiert sie dort und packt das Ergebnis in einen Template-Cache. Auch für Nicht-RPM-Distributionen können Template-Caches erstellt werden, obwohl das mehr manuellen Aufwand erfordert.

Anwendungsszenarien

Die folgenden Anwendungsszenarien sind typisch für alle Virtualisierungstechnologien. Allerdings zeichnet sich Betriebssystemvirtualisierung wie die von OpenVZ dadurch aus, dass nur wenige Unkosten anfallen, was die Szenarien attraktiver macht.

Durch Serverkonsolidierung kann eine Organisation die Anzahl der genutzten physikalischen Server senken, indem ihre Anwendungen in virtuelle Umgebungen verschoben werden. Dabei bleibt die Anzahl der Betriebssystemumgebungen gleich. Dies spart Hardwarekosten, Platz für Server-Racks, Strom und Verwaltungsaufwand.

Die Sicherheit kann erheblich verbessert werden wenn jeder Netzwerkdienst (wie Webserver, Mailserver etc.) in eine separate virtuelle Umgebung verschoben wird. Wenn eine der Applikationen eine Sicherheitslücke aufweist, sind die anderen nicht betroffen. Zusätzliche Vorteile bieten die Fähigkeiten der dynamischen Ressourcenverwaltung und die Live-Migration von Applikationen.

Software-Entwicklung und -Test

Entwickler und Tester benötigen normalerweise Zugriff auf eine Handvoll Linux-Distributionen, und sie müssen diese oft neu installieren. Mit Virtualisierung können Entwickler zahlreiche Distributionen bei nativer Performance betreiben, indem sie einen einzelnen Server nutzen und nicht neu booten müssen. Eine neue virtuelle Umgebung kann in nur einer Minute erstellt werden. Das Klonen von virtuellen Umgebungen ist ebenfalls einfach.

In Lehre und Ausbildung hat jeder Student Zugriff auf eine virtuelle Umgebung und kann mit unterschiedlichen Linux-Distributionen experimentieren. Eine neue virtuelle Umgebung kann in einer Minute (neu) erstellt werden.

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