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Illegales Zeug suchen

Theoretisch soll es wirklich alles im Internet geben, seien es Raubkopien von Filmen oder teure Software sowie Pornografisches an der Grenze der Legalität und darüber hinaus. Sie tun sich selbst jedoch keinen Gefallen, wenn Sie das Web nach solchen Angeboten durchforsten. In raubkopierter Software steckt gerne mal ein Trojaner, der nicht von jedem Virenscanner erkannt wird. Und es scheint so, als schlage die Filmindustrie den Filmpiraten manchmal auch ein Schnippchen, indem sie defekte Versionen von Filmen ins Netz stellt. Und nicht zuletzt können Sie nie sicher sein, wer hinter einem illegalen Angebot steckt: Bisweilen werden Server mit Verbotenem sogar vom amerikanischen FBI übernommen, um Nutzer illegaler Inhalte zu fassen.

ALLES NUR GEKLAUT
Nur dem Fleiß unzähliger professioneller und privater Webbastler ist es zu verdanken, dass das World Wide Web zu einer riesigen Informationsquelle geworden ist. Doch manche füllen ihre Seiten auf unsaubere Art: Es werden hemmungslos Bilder und Texte von anderen Webseiten kopiert und als angeblich eigene Schöpfungen dem persönlichen Webauftritt einverleibt.

Dabei geht's auch anders, ohne auf interessante Informationen verzichten zu müssen: Das Web ist so mächtig geworden, weil sich die Inhalte verschiedenster Auftritte durch Links verknüpfen lassen. Kaum ein Webmaster oder Online-Autor wird etwas dagegen haben, wenn Sie Links zu seinen Seiten setzen. Und wenn Sie trotzdem mal nicht widerstehen können, darf auf keinen Fall die Quellenangabe fehlen.

Wer solche Angebote bestellt, macht sich indirekt mitschuldig am Spam-Aufkommen
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© 2014

BEI SPAMMERN KAUFEN
Unablässig bombardieren Spammer Millionen von Mailkonten mit ihren Angeboten. Auch wenn nur jeder tausendste Empfänger etwas bestellt, hat sich die Spammerei für den Verursacher schon gelohnt. Der Effekt: 999 Benutzer müssen sich weiterhin mit Spam herumschlagen, nur weil der Tausendste mit seiner Bestellung den Spammer zum Weiterspammen ermutigt. Etwas bei einem Spammer zu kaufen, ist niemals eine gute Idee, so interessant sein Angebot auch erscheinen mag. Falls das beworbene Produkt Sie interessiert, versuchen Sie es anderswo zu kaufen. Spulen Sie aber auf gar keinen Fall dem Spammer Geld in die Tasche. Erst wenn Spam sich nicht mehr lohnt, wird diese Seuche aufhören.

INTIME DETAILS VERRATEN
Beim Herumturnen im Internet fühlen sich die meisten Benutzer relativ sicher. Schließlich sitzen sie in der warmen Stube oder im vertrauten Büro. Dieses Sicherheitsgefühl überträgt sich aufs Verhalten am PC. Zu schnell erzahlt man im Chat über sich oder über andere Personen Dinge, die man eigentlich lieber für sich behalten sollte.

VIREN ZUM DOWNLOAD ANBIETEN
So mancher sammelt im jugendlichen Eifer Computerviren, die er dann auf seiner Webseite zum Download anbietet, um voller Stolz zu verkünden: .Guckt mal, wie viele Viren ich gesammelt habe! Wenn Sie auf Ihrer Webseite oder in einer Newsgroup Computerviren zum Download anbieten, laufen Sie zumindest Gefahr, von Ihrem Provider rausgeschmissen zu werden. Zudem stehen Sie mit einem halben Bein im Knast, denn in Sachen Computerviren verstehen die Schweizer Gesetze keinen Spaß.

PSEUDO-ANONYMITÄT
Bei den meisten Internetdiensten, die Sie benutzen, sind Sie nicht halb so anonym unterwegs, wie Sie vielleicht glauben: Da E-Mails meist unverschlüsselt übertragen werden, kann jeder, der an Ihrem Netzwerkanschluss mithorcht, alles mitlesen. Ähnlich verhalt es sich auch mit Chat-Räumen. Abgesehen davon kann mindestens der Internetprovider herausfinden, welcher seiner Kunden Unsinn getrieben hat. Auch wenn Sie sich für Ihre Online-Tätigkeiten einen Nickname und eine Fantasie-Mailadresse a la rumpelstilzchen@irgendwas.com. Ausgedacht haben, können Sie davon ausgehen, dass Sie zwar pseudonym, aber nicht anonym unterwegs sind.

TAUSCHBÖRSEN-BLUES
In Tauschbörsen gibt's – neben legalen Dateien – von Musik über Filme bis zu Software so ziemlich alles, was kopiert werden kann. Nicht nur das Anbieten derartiger urheberrechtlicher Inhalte ist verboten, auch das Herunterladen kann bestraft werden. Ein "nur saugen, nichts bieten" ist zudem bei den meisten Tauschbörsenprogrammen gar nicht möglich. Sobald Sie etwa anfangen, einen Film herunterzuladen, bietet die Software ihn wahrend des Downloads bereits anderen Personen an. Also vorsicht beim Einsatz von Tauschbörsensoftware.

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