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1990-1994: Microsoft erobert den gewerblichen Markt

17.03.2019 | 09:15 Uhr | Steffen Zellfelder

Zum 15-jährigen Firmenjubiläum 1990 knackt Microsoft im Jahresumsatz erstmalig die Milliardengrenze. Nach dem Zukauf diverser Publikationen der Cobb Group umfasst die Liste der von Microsoft Press veröffentlichten Titel nun mehr als 100 Namen.

Nathan Myhrvold wird zum Vizepräsidenten für Technologie und Unternehmensentwicklung ernannt, Windows 3.0 erscheint. Die Verträge mit IBM für MS-DOS, Windows und OS/2 werden verlängert.

1991 schießen die Verkaufszahlen von Windows 3.0 in die Höhe. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der Absatz um mehr als 150 Prozent. Excel verkauft sich 1,5 Millionen Mal und die Windows-Flagge hält als neues Firmenlogo Einzug beim Verpackungsdesign erfolgreicher Softwaretitel wie Windows 3.1 und Publisher. Eine kostenlose Hotline ermöglicht es Privatpersonen erstmals, dem Unternehmen illegal kopierte Produkte anzuzeigen.

Freispruch im Streit mit Apple

Im Jahr 1992 werden Microsoft-Produkte erstmals in TV-Werbespot einem Massenpublikum vorgestellt. Neue Niederlassungen in Südafrika, Südamerika, Asien und gleich mehreren Ländern Europas entstehen. In einem seit 1988 währenden Rechtsstreit mit Apple, in dem Microsoft Urheberrechtsverletzungen bei den grafischen Oberflächen von Windows 2.03 unterstellt wurden, wird der Softwareriese von allen Vorwürfen freigesprochen. Windows 3.1 kommt auf den Markt, mehr als eine Millionen Exemplare werden vorbestellt.

Nachdem Microsoft-Produkte vielen Privatanwendern den Zugang zum Computermarkt ermöglicht haben, steigen die Umsätze von Hard- und Softwareentwicklern weltweit.

1990 kommt Microsoft Encarta , die erste multimediale Computer-Enzyklopädie, auf den Markt. Auch MS-DOS 6.0 und das 32-Bit-Betriebssystem Windows NT sind nun im Handel, Excel wird zum weltweit meist genutzten Tabellenkalkulationsprogramm. An Bord des Discovery-Shuttles fliegt die erste Microsoft-Maus ins Weltall.

1994 übernimmt Microsoft für 130 Millionen Dollar das Animationsstudio Softimage aus Quebec. Mit mehr als 15.000 Angestellten erwirtschaftet der Konzern in diesem Jahr über 4,6 Milliarden Dollar.

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