Für die Internet-Telefonie benötigt Ihr Rechner mit dem Softphone eine direkte Verbindung mit dem Internet. Deshalb muss Ihr Gesprächspartner die offizielle Internet-Adresse erfahren, über die Sie im Netz erreichbar sind. Wenn sich Ihr Rechner direkt ins Internet einwählt, ist das kein Problem. Verwenden Sie aber etwa einen Hardware-DSL-Router, weil sich mehrere Rechner eine Internet- Verbindung teilen, haben die internen Rechner keine offiziell von außen erreichbaren IP-Adressen, sondern Adressen aus dem lokalen Netzwerk, beispielsweise 192.168.<x>.<x>.

Damit Ihr Softphone die korrekte IP-Adresse an den Proxy und an die Gesprächspartner übermitteln kann, können Sie die Adresse auch manuell in den Einstellungen hinterlegen. Die meisten Anwender besitzen jedoch keine statische IP-Adresse, sondern nutzen beispielsweise eine gewöhnliche DSL-Flatrate ohne feste IP. Solche dynamisch vergebenen IP-Adressen ändern sich allerdings nach einer Leitungstrennung und einem Neuaufbau der Verbindung. Viele Tarife – etwa die von T-Online – sehen auch eine automatische Trennung nach 24 Stunden vor, nach der Ihnen ebenfalls eine neue IP-Adresse zugewiesen wird.

In einem solchen Fall müssten Sie die Einstellungen immer wieder neu anpassen. Die Lösung: Das STUN-Protokoll (Simple Traversal of UDP Through NAT) bietet eine Möglichkeit, über einen im Internet stehenden Server festzustellen, über welche offizielle IP-Adresse Ihr Netzwerk an das Internet angeschlossen ist. Auf diesem Weg kann beispielsweise KPhone die jeweils gültige IP-Adresse automatisch ermitteln. Die meisten VoIP-Provider bieten inzwischen einen solchen Server an – bei Sipgate zum Beispiel lautet die Adresse „stun.sipgate.net:10000“.

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