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IBM und Apple

06.03.2007 | 15:28 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Auch für IBM war 1975 ein wichtiges Jahr. Das Unternehmen, das mit Lochkartenmaschinen (nach dem Erfinder auch Hollerith-Maschinen genannt) groß wurde und bis dato vor allem elektrische Schreibmaschinen und Großrechner hergestellt hatte, präsentierte seinen ersten PC: Den "5100" mit 16 Kilobyte Speicher für 9000 Dollar. Der wirtschaftliche Erfolg blieb jedoch aus, was angesichts des Preises niemanden verwundern dürfte.

1976 betrat das neu gegründete Unternehmen Apple Computers die Bühne. Der Apple I kostete 695 Dollar, dafür bekam der Käufer eine Hauptplatine auf einer Sperrholzplatte mit einem Holzgehäuse. Als Display ließ sich ein Fernseher anschließen. Insgesamt wurden rund 200 Apple I verkauft. Sein Nachfolger, der Apple II von 1977 war dagegen ein vollwertiger Computer in einem richtigen Gehäuse.

Apple II (Abb: http://www.obsoletecomputermuseum.org/apple2/)

1300 Dollar musste man für ihn auf den Tisch legen, dafür kam man in den Genuss von Farbgrafik und Sound. Der Apple II wurde bis 1984 mit zwei Millionen Stück ein Verkaufshit. Überhaupt 1977: In diesem Jahr machte Kenneth Olsen, Mitbegründer von Digital Equipment Corporation, einen bemerkenswerten Spruch: "There is no reason, anyone would want a computer in the home". Das dürften heute viele Millionen Anwender anders sehen.

So groß die Halle der CeBIT auch war, für den immer weiter wachsenden Andrang wurde sie bald zu klein. Schnell waren die Platzkapazitäten der Halle 1 erschöpft. Deshalb stellte die Deutsche Messe AG Ende der 70er Jahre den Datenverarbeitungs-Ausstellern zusätzlich die Hallen 2 und 18 sowie Anfang der 80er Jahre die Halle 3 zur Verfügung. Der Platzmangel blieb aber trotzdem ein Markenzeichen der CeBIT. Erst mit der tiefgreifenden IT-Krise der letzten Jahre hat sich das grundlegend geändert: Wer 2002 über die Messe spazierte, entdeckte immer wieder meist mit Sitzgruppen kaschierte freie Flächen zwischen den Ständen.

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