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Tech und Gadgets für Ihr Zuhause

08.01.2013 | 15:13 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Haushaltsgeräte der Zukunft denken mit
Vergrößern Haushaltsgeräte der Zukunft denken mit
© Miele

Natürlich können Apps nicht nur Ihre Gesundheit überwachen, sondern auch Ihr Haus kontrollieren. Das Konzept des "cleveren Zuhause", das mit dem Bewohner und seinen Bedürfnissen interagiert, war lange Zeit nur Phantasie; doch schon in den letzten Jahren haben uns Aussteller auf der CES dieser Fiktion ein gutes Stück näher gebracht. Auch 2013 wird in puncto "Apps fürs Zuhause" wieder viel zu sehen sein.

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Von Bluetooth-Kühlschrank-Magneten zu intelligenten Kochfeldern wird die Heim-Technik immer ausgeklügelter - und auch erschwinglicher. Samsung und LG werden wahrscheinlich vor allem fortschrittliche High-Tech-Apparate vorstellen; andere Firmen (zum Beispiel Belkin) konzentrieren sich eher auf kleinere Gadgets fürs Zuhause. Schon im Vorfeld bekam Belkin den CES-Innovations-Preis 2013 - und zwar für seine App "WeMo Baby": Eine Audio-Babyüberwachung, die das Smartphone als Empfänger benutzt. "Schon in den 70er Jahren waren die Zeitschriften-Cover voll von Ideen, wie die Häuser der Zukunft aussehen könnten und wie ein automatisierter Haushalt unsere Leben verändern würde", erinnert sich Ohad Zeira, Leiter des Produktmanagements bei Belkin. "Doch für uns normale Leute hat sich bis heute wenig verändert. Die Automatisierung des Haushalts muss in kleinen Häppchen von Technologie erfolgen, die für den Nutzer bezahlbar und einfach zu verstehen sind, damit sie sie jeden Tag benutzen."

Die meisten Menschen können sich heutzutage noch keinen intelligenten Kühlschrank leisten - doch vor allem kleinere Haushaltsgeräte rücken immer mehr in den Fokus potenzieller Kunden. Zum Beispiel Staubsaugroboter, von denen sowohl LG als auch Samsung auf der CES Modelle vorstellen wollen. Samsungs "Smart Tango Corner Clean" verfügt über eine ausfahrbare Bürste und gelangt so auch in schwierige Ecken. LGs "Hom-Bot Square" besitzt verbesserte Sensoren und längere Bürstenhaare, außerdem zwei eingebaute Kameras, die die Räume Ihres Hauses scannen und eine virtuelle Karte davon anlegen.

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Trends auf vier Rädern

Die meisten Trends in der Automobil-Technologie sind schon seit Jahren in der Mache und noch immer nicht ausgereift. Doch einige von ihnen gelangen auf der CES 2013 nun endlich zu gebührender Aufmerksamkeit. Sowohl Autobauer als auch Dritthersteller arbeiten gemeinsam daran, Technologien vollständig in Autos zu integrieren. Auf der CES dürften vor allem hochauflösende Displays, Touchscreens, das Starten per Stimmbefehl und Internetanbindungen vertreten sein. Wer in Zukunft also seinen Facebook-Status von der Autobahn aus updaten will, muss dafür nicht mehr länger einen Mercedes Mbrace 2 fahren.

Auch Prozessoren sind nicht mehr nur PCs vorbehalten. Immer häufiger kommen sie auch in Autos zum Einsatz. Chip-Hersteller werden auf der CES deshalb Prozessoren vorstellen, die das Infotainment-System, digitale Fahrbefehle, Rücksitz-Fernsehen und den Fahrassistenten antreiben. Zweiter großer Fokus auf der CES im Bereich Automobile ist die Sicherheit. Zahlreiche Hersteller setzen daher auf Technologien, die ein Auto automatisch steuern oder den Fahrer zumindest weitreichend unterstützen - etwa Kameras zur besseren Rundumsicht und ein Monitor, der die Schläfrigkeit des Fahrers überwacht und ihn rechtzeitig wieder zur Konzentration bringt.

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Kameras, die mehr können

Samsungs Android-Kamera Galaxy Camera
Vergrößern Samsungs Android-Kamera Galaxy Camera
© Samsung

Wi-Fi-Kameras werden 2013 eher die Regel als eine Ausnahmeerscheinung sein. Womöglich werden wir in den nächsten 12 Monaten deutlich mehr Wi-Fi-fähige Kameras sehen, als Modelle ohne Internetanbindung. Das gilt für neue DSLRs und spiegellose Wechselobjektiv-Kameras genauso, wie für Kompaktkameras, die dann in der Lage sind, Fotos und Videos direkt auf soziale Netzwerke hochzuladen oder sie kabellos an Smartphones und Tablets zu übertragen. Auch das Streamen von HD-Videos, noch während Sie einen Film aufnehmen, ist damit möglich.

Zahlreiche Nachahmer wird es auch von Geräten wie Samsungs Galaxy Camera und Nikons Coolpix S800c geben: Zwei Kameras, die mit dem mobilen Betriebssystem Android laufen und von Haus aus mit zahlreichen Apps ausgestattet sind. So plant zum Beispiel Polaroid nach dem Verkaufsstart seiner SC1630 Smart Camera im vergangenen Januar die Enthüllung einer weiteren Android-Kamera auf der CES. Das neue Gerät soll wechselbare Objektive besitzen, doch ansonsten ist wenig über das neue Modell bekannt - auch nicht, mit welcher Version von Android sie laufen soll. Aktuellen Gerüchten zufolge soll die neue Polaroid über einen 18,5 Zoll Megapixel-Sensor und 3,5 Zoll Touchscreen verfügen. Angeblich versehentlich veröffentlichte, aber nicht offiziell bestätigte, Bilder lassen vermuten, dass das Modell die Bezeichnung IM1386 tragen könnte.

Fernsehen in neuen Dimensionen

Die neuesten High-End-TV-Geräte auf der CES werden selbstverständlich eine atemberaubende Bildqualität besitzen - doch können Sie sich das Beste vom Besten leisten? Ultra-HD - (oder "4K", wie es auch heißt) und OLED-Fernseher sollen noch in diesem Jahr in den Händlerregalen stehen - und sie lassen selbst einen guten 1080p-LED- oder Plasma-TV mehr als alt aussehen. Die Preise hingegen dürften interessierte Käufer erst einmal abschrecken: Zwischen 6.000 und 8.000 Euro kostet ein solches Gerät. OLED-Displays waren schon im letzten Jahr eine der Hauptattraktionen der CES. Damals sollten die ersten OLED-TVs schon Ende 2012 verkauft werden. Der Plan scheiterte allerdings: Die Veröffentlichung der 55-Zoll-OLED-Modelle von Samsung und LG wurde verschoben.

LG hat nun einen 84 Zoll 4K-TV angekündigt, der auf der CES zu sehen sein wird. Ende 2012 hatte zudem auch Sony sein erstes 4K-Modell enthüllt - ebenfalls 84 Zoll mit eingebauter Festplatte und einigen 4K-Filmen darauf. Wir erwarten weitere Ultra-HD-Ankündigungen von Sharp und Samsung auf der diesjährigen CES. Bei solch galaktischen Preisen werden es die meisten CES-Besucher aber wohl beim Schaufenstergucken der neuesten TV-Generation belassen. Die Produktion von 4K- und OLED-Geräten hat aber einen weiteren Vorteil: gute Plasmas und LED TVs dürften dadurch im Preis sinken und für viele erschwinglicher werden.

Was für die Ohren

Dank ihrer Kompatibilität zu Computern, Smartphones und Tablets gewinnen Bluetooth-Lautsprecher immer mehr an Beliebtheit - trotz ihrer offensichtlichen Qualitäts-Schwächen im Vergleich zu Wi-Fi-, AirPlay- und direkt verbundenen Lautsprechern. Schon im Vorfeld wurde daher bestätigt, dass Bluetooth-Lautsprecher erneut in großer Zahl auf der CES vertreten sein werden. Im Heimkino-Sektor werden verstärkt Soundbars auftreten und die Surround-A/V-Receiver weiter verdrängen. Definitive Technology, GoldenEar Technology und Philips haben bereits vor der CES den Innovations-Award für ihre Heimkino-Soundbars erhalten.

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