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Hardware vor der Installation prüfen

Beim Kauf eines neuen PCs sollten Sie auf Bezeichnungen wie „Vista Capable“ (für Home Basic geeignet) oder „Vista Premium Ready“ (für Vista Home Premium geeignet) achten. Der Unterschied liegt vor allem in der Multimedia-Ausstattung. So muss bei der Premium-Variante beispielsweise die TV-Karte mit dem Windows Media Center zusammenarbeiten.

Capable & Ready: Home Basic unterstützt weder das Aero-Design mit seinen durchsichtigen Titelleisten noch den Taskmanager mit Echtzeit-Vorschau. Daher stellt es geringere Anforderungen an die Hardware: Für das Prädikat „Vista Capable“ genügen eine CPU mit 800 MHz und 512 MB Speicher. Eine solche Ausstattung ist aber ohnehin nicht mehr zeitgemäß. Sie sollten nur PCs in die engere Wahl ziehen, die den Aufkleber „Vista Premium Ready“ tragen. Damit Sie alle Funktionen des neuen Betriebssystems nutzen können, sind 1 GB Speicher, eine CPU ab 1 GHz sowie eine aktuelle Grafikkarte mit Direct X 9 und mindestens 128 MB Grafikspeicher erforderlich.

Testen: Wenn Sie Ihren bisherigen Windows-XP-Rechner mit Windows Vista aktualisieren möchten, gelten natürlich die gleichen Anforderungen. Bei älteren Hardware-Komponenten ist allerdings nicht gewährleistet, dass passende Vista-Treiber bereits vorhanden sind.

Um böse Überraschungen auszuschließen, sollten Sie daher schon vor der Vista-Installation einen Test durchführen. Von Microsoft gibt es dazu den kostenlosen englischsprachigen Windows Vista Upgrade Advisor und von AMD/ATI den ebenfalls englischsprachigen Vista Readiness Advisor .

Hardware testen: Der Vista Readiness Advisor prüft die PC-Komponenten. Bei einem Athlon 3000+ empfiehlt er ein Upgrade, obwohl diese CPU eingentlich ausreicht.
Vergrößern Hardware testen: Der Vista Readiness Advisor prüft die PC-Komponenten. Bei einem Athlon 3000+ empfiehlt er ein Upgrade, obwohl diese CPU eingentlich ausreicht.
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Die Ergebnisse dieser Utilities können zur Orientierung dienen – sie sind allerdings mit etwas Skepsis zu betrachten.

Vista ganz neu auf der Platte einrichten

Sie haben einen neuen Computer ohne vorinstalliertes System gekauft oder Ihre bisherige Windows-Partition entsorgt. In beiden Fällen sollte sich Windows Vista problemlos einrichten lassen.

Booten Sie den PC von der Vista-Installations-DVD (eventuell Bootreihenfolge im Bios umstellen), klicken Sie auf „Weiter“ und danach auf „Jetzt installieren“. Nach Eingabe des CD-Keys akzeptieren Sie die Lizenzvereinbarungen und wählen als Installationsart „Benutzerdefiniert (erweitert)“. Im folgenden Fenster sehen Sie eine Liste mit Ihren Festplatten und den eventuell darauf vorhandenen Partitionen. Sollte die gewünschte Platte nicht zur Auswahl stehen, weil Vista keinen Treiber für Ihren IDE-, SATA- oder SCSI-Adapter mitbringt, klicken Sie auf „Treiber laden“. Sie haben dann die Möglichkeit, die fehlenden Dateien von einer CD, einer Festplatte oder einem USB-Laufwerk einzubinden.

Leere Platte: Steht in der Liste beispielsweise „Nicht zugewiesener Speicherplatz auf Datenträger 0“, enthält die Festplatte noch keine Partitionen. Klicken Sie einfach auf die Schaltfläche „Weiter“, wenn Sie den gesamten verfügbaren Platz für Vista verwenden möchten. Sie können die Festplatte aber auch nach Ihren Wünschen aufteilen, etwa eine Partition für das System (mindestens 50 GB, besser deutlich mehr) und die andere für Daten.

Um eine Partition für Windows Vista vorzubereiten, klicken Sie auf „Laufwerksoptionen (erweitert)“, dann auf die gewünschte Festplatte und anschließend auf „Neu“. Im Feld hinter „Größe“ erscheint als Vorgabe der gesamte vorhandene Speicherplatz. Sie können diesen Wert gleich übernehmen oder unter „Größe“ einen kleineren wählen, beispielsweise „100000“ MB, und dann auf die Schaltfläche „Übernehmen“ klicken.
Wählen Sie dann den verbliebenen, nicht zugewiesenen Speicherplatz aus der Liste, und erstellen Sie über „Neu“ eine zusätzliche Partition. Wählen Sie dann wieder die Zielpartition mit einem Klick aus, und gehen Sie auf die Schaltfläche „Weiter“.

Platte mit Partitionen: Befindet sich auf der Festplatte bereits eine leere Partition mit genügend Platz, wählen Sie diese aus und klicken auf „Weiter“. Vorhandene Partitionen lassen sich nach einem Klick auf „Erweitern“ auch vergrößern, wenn auf der Platte noch Kapazität vorhanden ist.

Nach diesen Vorbereitungen beginnt die Installation. Das Setup-Programm kopiert die Dateien von der Vista-DVD und konfiguriert das System. Dabei startet der Rechner mindestens dreimal neu.

Festplatte vorbereiten: Das neue Partitionierungsprogramm unterstützt Sie beim Einrichten Ihrer Platte
Vergrößern Festplatte vorbereiten: Das neue Partitionierungsprogramm unterstützt Sie beim Einrichten Ihrer Platte
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Im letzten Schritt legen Sie Namen und Kennwort des Standardbenutzers, den Namen des Computers und die Zeitzone fest. Vista prüft jetzt, wie leistungsfähig Ihr Rechner ist. Sie erfahren unter anderem, ob Sie die Desktop-Effekte von Aero verwenden können oder nicht. Erst danach können Sie sich bei Ihrem neuen System anmelden.

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