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Hardware einrichten mit Yast

16.04.2008 | 13:43 Uhr |

Mit Yast konfigurieren Sie alle unterschiedlichsten Hardware-Komponenten. Yast stellt dafür anwenderfreundliche Assistenten bereit. Wir zeigen die Konfiguration anhand zweier Beispiele.

Soundkarte: Die meisten Soundkartenmodelle erkennt und konfiguriert Suse Linux bereits bei der Installation korrekt. Bei exotischer Hardware müssen Sie aber unter Umständen im Nachhinein selbst Hand anlegen. Wenn Sie dazu in Yast den Punkt „Hardware, Sound“ aufrufen, dann versucht Yast, Ihre Soundkarte automatisch zu erkennen, und listet die gefundenen Modelle anschließend im Fenster „Soundkonfiguration“ auf. Wählen Sie die erkannte Karte aus, und klicken Sie auf „Bearbeiten“. Hat die automatische Hardware-Erkennung hingegen versagt, müssen Sie Ihre Soundkarte manuell auswählen. Klicken Sie dazu auf „Hinzufügen“, und wählen Sie links den Hersteller Ihrer Soundkarte sowie rechts das Modell aus. Bestätigen Sie Ihre Auswahl mit „Weiter“. Yast bietet Ihnen ein „Schnelles automatisches Setup“, ein „Normales Setup“ oder ein „Erweitertes Setup mit der Möglichkeit, Optionen zu ändern“ an. Versuchen Sie es mit dem normalen Setup, und klicken Sie auf „Weiter“. Anschließend können Sie testen, ob die Soundkarte korrekt eingerichtet wurde. Klicken Sie dazu auf den Button „Test“. Aus den angeschlossenen Lautsprechern/Kopfhörern sollten Sie nun eine Melodie hören. Ist das nicht der Fall, beenden Sie den Vorgang mit „Abbrechen“. Suchen Sie dann am besten im Suse-Wiki , über eine Suchmaschine oder auf den Seiten des Soundkarten-Herstellers nach Informationen zur Konfiguration Ihrer Soundkarte. Eventuell lässt sich die Karte noch durch die Aktivierung weiterer Optionen im Soundkarten-Setup zur Zusammenarbeit mit Linux bewegen. Ein abschließendes „Beenden“ speichert die Konfiguration.

Drucker: Schließen Sie zunächst Ihren Drucker an, und schalten Sie ihn ein. Über „Hardware, Drucker“ gelangen Sie zur Druckereinrichtung. Yast versucht nun, angeschlossene Drucker zu erkennen. Haben Sie vergessen, ihn einzuschalten, holen Sie das nun nach und starten mit „Erkennung neu starten“ die Prozedur nochmals. Viele Modelle erkennt Yast automatisch und listet sie auf. Markieren Sie den Eintrag, und nehmen Sie über „Bearbeiten“ weitere Einstellungen vor. Wurde Ihr Drucker nicht automatisch erkannt, wählen Sie „Bearbeiten“ und dann die Anschlussart Ihres Druckers, beispielsweise „Paralleler Drucker“, wenn dieser am Parallel-Port hängt. Nach einem Klick auf „Weiter“ erhalten Sie eine Liste aller vorhandenen Anschlüsse, in der Sie etwa „Erster paralleler Port (/dev/lp0)“ markieren, wenn Ihr Drucker am ersten Parallel-Port angeschlossen ist. Bestätigen Sie mit „Weiter“, um weitere Einstellungen für die Druckerwarteschlange vorzunehmen. Sie können hier die Standardeinstellungen belassen. Eine nähere Erklärung der Optionen finden Sie links im Fenster. Nun können Sie mit einem Klick auf „Testdruck“ prüfen, ob die Einstellungen korrekt sind. Nach erneuter Bestätigung mit „Weiter“ kommen Sie zur Auswahl Ihres Druckermodells.
Tipp: Fehlt Ihr Drucker in der Liste, sollten Sie es mit einem Modell desselben Herstellers mit ähnlicher Bezeichnung versuchen. Oft funktionieren neuere Drucker mit dem Treiber eines älteren. Das Openprinting-Projekt führt eine Kompatibilitätsdatenbank, liefert PPD-Dateien für alle Drucker, die unter Linux funktioneren, sowie Informationen und Erfahrungsberichte von Anwendern, was bei deren Einrichtung eventuell zu beachten ist. Fügen Sie diese mit „PPD-Datei zur Datenbank hinzufügen“ ein. Nach einem Klick auf „Weiter“ können Sie die Konfiguration „Bearbeiten“ und mit einem Klick auf „Test“ einige Probedrucke machen. Sollte etwas nicht nach Wunsch funktionieren, können Sie über „Zurück“ einen anderen Treiber ausprobieren. Beenden Sie den Assistenten mit „OK“, und speichern Sie Ihre Einstellungen mit „Beenden“.

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