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Kaufberatung 2022: Die besten Notebooks

23.12.2021 | 16:52 Uhr |

Windows 11 ist ein starkes Argument für einen neuen Laptop. Doch aufgrund der hohen Nachfrage und Lieferengpässen bewegen sich die Notebook-Preise nicht mehr automatisch nach unten. Umso wichtiger ist es, jetzt zukunftssicher zu kaufen.

Zwar muss es für Windows 11 kein top-aktueller Laptop sein: Auch Geräte aus den letzten zwei bis drei Jahren lassen sich mit dem neuen Betriebssystem ausstatten. Das verheißt aber nur auf den ersten Blick Sparpotential: Diese Notebooks sind zwar oft günstiger als Neuerscheinungen, aber nur begrenzt zukunftssicher. Denn anders als Desktop-PCs lassen sich Notebooks kaum aufrüsten: Eine größere SSD für mehr Speicherplatz ist in den meisten Fällen unproblematisch. Doch bei vielen Modellen können Sie weder Arbeitsspeicher noch Prozessor aufrüsten, weil beide Komponenten auf der Hautplatine aufgelötet sind.

Wichtig beim Notebook-Kauf – technische Weitsicht

Deshalb sollten Sie beim Kauf heute Ihre künftigen Anforderungen an den Laptop im Blick haben: Wenn es günstig sein muss, können Sie ab rund 500 Euro einsteigen. Dafür bekommen Sie einen Laptop mit einem Ryzen 5 4500U oder einem Core i5-1035G1 sowie 8 GB RAM und eine 512 GB große SSD. Für rund 100 Euro mehr gibt es ein CPU-Modell aus der aktuellen Generation wie den Ryzen 5 5500U oder den Core i5-1135G7. Die derzeit empfehlenswerteste Ausstattung liegt zwischen 800 und 900 Euro: Dann kommen zur leistungsfähigen Mittelklasse-CPU noch 16 GB RAM sowie eine 1-TB-SSD dazu. Passende Konfigurationen finden Sie zum Beispiel in den Modellreihen HP 15s , Lenovo Ideapad 3(i) oder Acer Aspire A515 .

In diesem Preisbereich macht es kaum einen Unterschied, ob Sie ein Notebook mit AMD- oder Intel-CPU wählen: Die Prozessoren bieten eine vergleichbare Leistung, die für alle Standardaufgaben genügt. Die Auswahl bei Intel-Geräten ist allerdings größer.
Vorteile haben AMD-Laptops bei CPU-lastigen Aufgaben und Anwendungen, die viele Kerne ausnutzen. Denn ein Ryzen 5 hat sechs Kerne, ein Ryzen 7 sogar acht, während die entsprechenden Core-i5- und Core-7-Modelle nur mit vier Kernen ausgestattet sind. Für Intel-Notebooks spricht, dass die aktuelle CPU-Generation „Tiger Lake“ Thunderbolt 4 mitbringt sowie PCI-Express 4 für eine NVMe-SSD. Eine passende SSD verbauen die Hersteller aber nur in teuren Modellen. Thunderbolt 4 bringt schon jetzt Vorteile, wenn Sie passende Peripheriegeräte oder eine Docking-Station einsetzen. Bei einem Laptop mit PCI-Express 4 können Sie bei Bedarf eine schnelle SSD nachrüsten, wenn es künftig mehr und günstigere Flash-Laufwerke damit gibt. Ob das tatsächlich ein Leistungsplus bringt, hängt aber wiederum von der Ausstattung Ihres Notebooks ab.

Ab 1000 Euro: Sorgenfreie Notebook-Ausstattung

Ab rund 1000 Euro bekommen Sie eine sorgenfreie Ausstattung mit einer CPU aus den leistungsfähigsten Modellreihen Ryzen 7 oder Core i7 sowie 16 GB RAM und 1 TB SSD. Ob diese Prozessoren tatsächlich schneller arbeiten als ein Ryzen 5 oder Core i5, hängt stark vom Kühlsystem im Notebook ab. Wenn Sie weniger ausgeben wollen, sollten Sie daher statt einer stärkeren CPU lieber ein Notebook mit mehr RAM oder einer größeren SSD wählen.

Fast alle Notebooks bis rund 900 Euro zeigen eine Full-HD-Auflösung. Wenn Sie eine höhere Auflösung wünschen zum Schauen oder Bearbeiten von Fotos und Videos oder bei Tabellen mehr Inhalt auf dem Bildschirm unterbringen wollen, müssen Sie mehr ausgeben – etwa für das Huawei Matebook 14 mit 2160 x 1440 Pixel. Notebook-Displays mit höheren Auflösungen haben meist ein Seitenverhältnis von 16:10 oder 3:2 - sind also im Vergleich zum üblichen 16:9 höher statt breiter, was beim Websurfen oder bei Office-Anwendungen weniger Scrollen erfordert.

Leichte Convertibles wie das HP Envy x360-13 lassen sich über einen Touchscreen bedienen und je nach Situation wie ein Notebook oder ein Tablet nutzen.
Vergrößern Leichte Convertibles wie das HP Envy x360-13 lassen sich über einen Touchscreen bedienen und je nach Situation wie ein Notebook oder ein Tablet nutzen.
© HP

Neu bei Mobilrechnern: Displays mit Oled-Technik

Ein neuer Trend bei aktuellen Notebooks sind OLED-Bildschirme: Hier starten die Preise bei rund 800 Euro wie etwa für das Asus Vivobook S15 OLED oder das Samsung Galaxy Book Pro ab 950 Euro. Die Displaytechnik mit den selbstleuchtenden Pixel liefert hohe Kontraste und intensive Farben, was vor allem bei Fotos und Filmen Vorteile bringt. Allerdings kann darunter auch die Akkulaufzeit leiden.
Ordentlich ausgestattete leichte Notebooks mit 14-Zoll-Display und einem Gewicht von rund 1,5 Kilogramm für unterwegs gibt es ab rund 600 Euro. Sinnvoller ist es, für ein ultramobiles Modell 800 Euro oder mehr anzulegen, weil diese Laptops wie das HP Envy 14 , das Acer Swift 5 oder das Lenovo Yoga Slim 7 in einem stabilen Gehäuse aus Aluminium oder Magnesium-Legierungen statt einem Kunststoff-Chassis sitzen.

Soll das Notebook Ihr hauptsächliches Arbeitsgerät sein, finden Sie die größte Auswahl über 1000 Euro und einen Laptop, der genau zu Ihren beruflichen Anforderungen passt: Zum Beispiel ein schlankes und schönes Notebook mit Touchscreen wie den Microsoft Surface Laptop 4 , das Asus Zenbook Duo mit einem zweiten Display oder das Huawei Matebook 16 und das LG Gram 16 , die große Bildschirmdiagonale und geringes Gewicht unter einen Hut bringen.

Der neue Notebook-Trend: Immer mehr Modelle wie etwa das Asus Vivobook 15 Pro kommen mit einem Oled- Bildschirm.
Vergrößern Der neue Notebook-Trend: Immer mehr Modelle wie etwa das Asus Vivobook 15 Pro kommen mit einem Oled- Bildschirm.
© Asus

Convertibles bieten Notebook- und Tablet-Funktionen

Besonders flexibel lassen sich Convertibles nutzen, die Notebook- und Tablet-Funktionen vereinen: Die Preise für empfehlenswerte Geräte wie das HP Envy x360-13 oder das Acer Spin 3 starten ab rund 800 Euro. Ab 1000 Euro bekommen Sie Hybrid-Geräte mit leistungsstärkeren Komponenten und einem hochwertigeren Display wie das Lenovo Yoga 7i .

Zukunftssicher kaufen gilt besonders bei Spiele-Notebooks: Denn die Grafikanforderungen steigen jedes Jahr, ein Update von CPU und Grafikkarte ist aber selbst bei den teuersten Modellen nicht möglich. Daher sind Schnäppchen unter 1000 Euro mit einer Geforce GTX 1650 (Ti) nicht mehr empfehlenswert und Vorjahresmodelle mit einer RTX 2060 kosten genauso viel wie aktuelle Geräte mit einer RTX 3050 Ti. Einsteiger legen deshalb mindestens 1000 bis 1200 Euro an für ein Modell mit einer RTX 3060, einem aktuellen Ryzen 5 oder Core i5 aus der H-Serie, 16 GB RAM und 512 GB SSD. Bessere CPU-Leistung mit Ryzen 7 oder Core 7 und RTX 3070 sowie einer 1-TB-SSD gibt es ab rund 1400 bis 1600 Euro. Diese Ausstattung bieten Modelle des Acer Nitro 5 , des Lenovo Legion 5 oder des HP Victus . Höchste Ansprüche erfüllt eine RTX 3080 zusammen mit einem WQHD-Display und 165 Hz Wiederholrate ab circa 2400 Euro. Notebooks wie das XMG Neo 15 , das Asus ROG Zephyrus G15 oder M16 sowie das Razer Blade 15 Advanced verpacken diese hohe Leistung in recht schmale und leichte Gehäuse.

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