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Notebook-Kauf 2021: Darauf sollten Sie achten

29.12.2020 | 14:52 Uhr |

Homeoffice und Homeschooling machen das Notebook unverzichtbarer denn je. Derzeit profitieren Sie vom Wettbewerb zwischen AMD und Intel, da die Preise nach unten gehen.

Lange galt dieser Notebook-Kauftipp: Nehmen Sie einen Laptop mit Intel Core-CPU und greifen Sie nur zu einem Notebook mit AMD-Prozessor, wenn es preisgünstig sein muss. Doch die Ryzen-CPUs der 3000er- und vor allem der 4000er-Serie sind den Intel-Angeboten nicht nur ebenbürtig, sondern oft sogar besser. Daher gibt es immer mehr Notebooks mit AMD-CPU – nicht nur im Gaming-Bereich, sondern auch bei Mittelklasse- und Business-Laptops.

Für ein Notebook mit einer empfehlenswerten Ausstattung sollten Sie zwischen 550 und 700 Euro ausgeben. Dafür bekommen Sie ein 15,6-Zoll-Gerät mit Full-HD-Display, 8 GB RAM und 512-GB-SSD. Beim Prozessor haben Sie in dieser Preisklasse meist die Wahl zwischen einem AMD Ryzen 5 3500U und einem Intel Core i5-1035G1. Die Leistung der 4-Kerner, die acht Threads parallel verarbeiten können, liegt nahe beieinander. Die integrierte Vega-8-GPU der AMD-CPU ist etwas besser als die Grafik der Intel-CPU, allerdings auf niedrigem Niveau, das nur für Gelegenheitsspiele ausreicht. Bei gleicher Ausstattung sind Notebooks mit dem AMD-Prozessor oft etwas günstiger: Das Lenovo Ideapad 3 kostet mit Ryzen 5 3500U, 8 GB RAM und 512- GB-SSD rund 520 Euro, das Acer Extensa 15 mit ähnlicher Ausstattung, aber dem Intel Core i5-1035G1, rund 530 Euro. Ein Notebook mit 17,3-Zoll-Display ist bei gleicher Ausstattung rund 50 bis 100 Euro teurer.

Ab rund 700 Euro erhalten Sie Notebooks mit 16 GB Arbeitsspeicher: Auch wenn Sie aktuell nicht so viel RAM benötigen, kann sich die Investition lohnen. Denn bei immer mehr Laptops – vor allem bei besonders flachen Modellen – ist der RAM-Speicher aufgelötet und lässt sich nicht tauschen. Von zusätzlichem Arbeitsspeicher profitieren vor allem Spiele und Multimedia-Programme, aber auch viele geöffnete Browser-Fenster füllen das RAM.

Wollen Sie lieber mehr Platz für Ihre Dateien, dann greifen Sie zu einem Notebook mit einer 1 TB großen SSD. Die bekommen Sie zusammen mit 8 GB RAM in Notebooks ab rund 700 Euro. Sollen zur großen SSD auch noch 16 GB RAM im Gehäuse stecken, zahlen Sie circa 800 bis 1000 Euro.

In diesem Preisbereich lohnt ein Blick auf Notebooks mit dem AMD Ryzen 5 4500U wie das Acer Aspire 5 A515 , das für rund 700 Euro neben der 6-Kern-CPU 8 GB RAM sowie eine 1-TB-SSD mitbringt. Der AMD-Prozessor kann sich problemlos mit dem Core i7-1065G7 messen. Notebooks mit dieser Intel-CPU sind jedoch bei gleicher Ausstattung rund 100 Euro teurer. Das gilt ebenfalls bei Business-Notebooks mit Windows 10 Pro wie dem HP Probook 445 G7 , das mit der AMD-CPU, 8 GB RAM sowie 512-GB-SSD für rund 880 Euro zu haben ist. Allerdings liegt beim Vergleich der Grafikleistung in diesem Fall der Core-Prozessor vorne. Für einigermaßen aktuelle Spiele genügt sie aber dennoch nicht. Mehr Chancen, in Full-HD bei mittleren Grafikdetails flüssig zu spielen, haben Sie mit der Geforce MX350: Diese Nvidia-Grafikkarte finden Sie in Notebooks ab rund 900 Euro.

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Günstige Notebooks als Zweitgerät oder für Homeschooling

Notebooks unter 400 Euro sind als Hauptgerät nicht zu empfehlen: Diese Modelle setzen auf wenig leistungsfähige Prozessoren wie einen AMD Athlon Silver 3050U oder einen Pentium Silver N5000, haben nur 4 GB RAM und meist einen 64 oder 128 GB kleinen eMMC-Flashspeicher, der zwar schneller als eine Festplatte, aber deutlich langsamer als eine SSD ist. Für den gelegentlichen Einsatz, etwa fürs Homeschooling, genügen sie aber. Auch wenn Sie neben dem PC ein mobiles Gerät zum Surfen und für einfache Office-Aufgaben suchen, lohnt ein Laptop aus dieser Preisklasse.

Chromebooks bieten Ihnen ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis: Diese Laptops mit Googles Betriebssystem Chrome-OS nehmen in der Preisklasse zwischen 200 und 400 Euro zunehmend den Platz günstiger 2in1-Geräte mit Windows ein, in denen ein schwacher Intel-Atom-Prozessor sitzt. Auch Chromebooks wie das Convertible Acer Spin 311 oder das Detachable Lenovo Ideapad Duet sind nicht leistungsfähiger ausgestattet: Sie nutzen aber CPUs aus dem Smartphone-Bereich, die besser mit dem Google-Betriebssystem harmonieren als Atom-CPU und Windows 10. Das Softwareangebot ist ähnlich reichhaltig wie bei einem Windows-Notebook, denn auf den Chromebooks lassen sich Apps aus dem Google Play Store installieren sowie aufgrund des Touchscreens so einfach bedienen wie auf einem Smartphone.

Möchten Sie Touchscreen-Bedienung auch am Windows-Notebook, dann greifen Sie zu einem Convertible: Diese Laptops mit normaler Tastatur, die sich zusammengeklappt wie ein Tablet per Finger bedienen lassen, kosten bei gleicher Ausstattung etwa 100 bis 200 Euro mehr als ein Standard-Notebook. Für ein empfehlenswertes Convertible wie beispielsweise das HP Pavilion x360 15 mit Core i3, 8 GB RAM und 512-GB-SSD zahlen Sie rund 700 Euro. Besser ausgestattete und elegantere Geräte wie das Lenovo Yoga C740 und das Asus Zenbook Flip 15 – jeweils mit Core i7, 16 GB RAM und 1-TB-SSD – gibt es für rund 1200 Euro. Das Samsung Galaxy Book Flex 15 ab etwa 1400 Euro besticht mit seinen cleveren Zusatzfunktionen wie dem Eingabestift S-Pen, einem speziellen Outdoor-Modus für den Bildschirm sowie einem Touchpad mit Qi-Ladefunktion fürs Smartphone.

High-End-Notebooks: 4K-Display und hohe Spieleleistung

Über 1000 Euro sollten Sie für ein Notebook anlegen, wenn Sie damit häufig unterwegs sind. Zu diesem Preis bekommen Sie hohe Leistung und üppige Ausstattung in einem stabilen und leichten Gehäuse wie beim Asus Zenbook 14 UX425JA oder beim besonders eleganten Microsoft Surface Laptop 3 . Selbst große Notebooks mit 17-Zoll-Display gibt es in dieser Preisklasse als sehr leichte Varianten wie das LG gram 17 , das nur 1300 Gramm wiegt. Top-Business-Notebooks wie das Dell XPS 13 9300 und das Lenovo Thinkpad Carbon X1 bekommen Sie auch mit 4K-Display, das HP Spectre x360-13 gibt es für rund 2000 Euro sogar mit Oled-Bildschirm. Die hohe Auflösung zieht jedoch im Akkubetrieb mehr Strom als ein Full-HD-Schirm, und die Oled-Technik leert rasch den Akku, wenn helle Bildinhalte angezeigt werden. Aus diesem Grund lohnt sich diese Ausstattung insbesondere für Foto- und Videobearbeiter.

Ein Notebook, das aktuelle Spiele flüssig darstellt, kostet ebenfalls mindestens 1000 Euro: In einem Spiele-Laptop mit Full-HD-Display sollte eine Geforce GTX 1660Ti mit 6 GB Grafikspeicher stecken sowie ein Ryzen 7 4800H oder Core i7-10750H – wie beim HP Pavilion Gaming 16 mit 16-Zoll-Display (rund 1400 Euro). Und selbst leistungsfähige Spiele-Notebooks mit einer starken GPU wie der Geforce RTX 2060 müssen inzwischen nicht mehr groß, unhandlich und schwer sein, wie es beispielsweise das XMG Core 15 (rund 2 Kilogramm) und das Asus ROG Zephyrus G14 GA401 (rund 1,7 Kilogramm) zeigen.

Selbst leistungsstarke Spiele-Notebooks kommen jetzt leicht und flach daher – zum Beispiel das XMG Core 15 mit Geforce RTX 2060, das nur 2 Kilogramm wiegt.
Vergrößern Selbst leistungsstarke Spiele-Notebooks kommen jetzt leicht und flach daher – zum Beispiel das XMG Core 15 mit Geforce RTX 2060, das nur 2 Kilogramm wiegt.
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