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Monitor-Kauftipps: Idealer Schirm für Arbeit und Vergnügen

30.12.2020 | 08:01 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Je stärker Arbeit und Freizeit verschmelzen, desto wichtiger ist ein guter Monitor. Aktuell zeigt sich, dass das ergonomische Display nicht langweilig ist. So finden Sie leicht den Schirm für Office, Multimedia, Gaming.

Wenn Sie einen neuen Monitor anschaffen wollen, dann stehen Sie vor einer unübersichtlichen Modellvielzahl mit unterschiedlichen Auflösungen, Ergonomie-Funktionen und Zusatztechniken. Deshalb ist es empfehlenswert, sich zunächst einmal zu fragen, wo der Einsatzschwerpunkt des Bildschirms liegen soll. Sobald in diesem Punkt Klarheit herrscht, können Sie sich auf die dafür zentralen Gerätefaktoren konzentrieren und so die Auswahl auf ein übersichtliches Maß eingrenzen.

Monitor für den Office-Einsatz: Full-HD ab 24 Zoll

In diesen Zeiten sitzen Sie ungleich länger als früher am heimischen Rechner. Sei es, weil Sie im Homeoffice arbeiten oder viele Tätigkeiten, wie beispielsweise Ihre Einkäufe, verstärkt über das Internet abwickeln. Vielen Notebook-Besitzern reicht die kleine Anzeige des Mobilrechners aus diesem Grund nicht mehr aus. Doch gerade bei einem Zweitbildschirm sollten Sie nicht zum nächsten Billigheimer greifen. Schließlich wollen Sie eine hochwertige Anzeige, mit der Sie mehrere Jahre glücklich sind.

An der Diagonale sollten Sie auf keinen Fall zu sehr sparen. Bei einem 24-Zoll-Monitor mit einem Seitenverhältnis von 16:9 lassen sich zwei Fenster in DIN-A4-Größe bequem nebeneinander platzieren. Das sorgt für eine bessere Übersicht und lässt sich zudem bequem bedienen. Für Bürotätigkeiten genügt Ihnen ein Panel mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) und 60 Hertz Bildwiederholrate. Bereits für 90 bis 100 Euro finden Sie eine gute Auswahl an Monitoren, die diese Kriterien erfüllen. Normalerweise fehlt hier allerdings eine wichtige Funktion – die Verstellbarkeit in der Höhe. Mit der Zeit entpuppt sich das als ärgerliches Manko. Um dies zu vermeiden, suchen Sie nach „Business Monitor“. Ein solcher Bildschirm kostet Sie zwar 50 Euro Aufpreis, lohnt sich jedoch auf lange Sicht, wie etwa der Benq BL2483TM .

Auch für zu Hause ist ein Büromonitor oft die beste Lösung, da er sich besser an den Aufstellort anpassen lässt. 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung wie der Benq BL2483TM starten bei rund 150 Euro.
Vergrößern Auch für zu Hause ist ein Büromonitor oft die beste Lösung, da er sich besser an den Aufstellort anpassen lässt. 24-Zöller mit Full-HD-Auflösung wie der Benq BL2483TM starten bei rund 150 Euro.
© Benq

Multimedia-Allrounder: 27-Zoll und IPS-Panel

Mit etwa 200 Euro steigen Sie in die 27-Zoll-Klasse ein, wenn Ihnen die Full-HD-Auflösung ausreicht. Gehen Sie höher – etwa auf UHD mit 3840 x 2160 Pixeln und 60 Hertz Bildwiederholrate –, dann schnellen auch die Preise um etwa 100 Euro nach oben. Mit der höheren Auflösung kommt unweigerlich auch der Wechsel von TN- auf IPS-Panels. Letztere sind besonders blickwinkel- und farbstabil – perfekt, um Fotos und Videos anzusehen. Die Gehäuserahmen sind idealerweise schmal gehalten, sodass Sie möglichst nahtlos zwei und mehr Monitore nebeneinander platzieren können, um die Anzeige weiter zu vergrößern. Mittlerweile finden Sie für gut 350 Euro sogar UHD-Monitore, die sich hochkant (Pivot) einsetzen lassen – etwa den AOC U27P2 .

Steigern lässt sich die Bildqualität weiter mit vorkalibrierten Bildschirmen, die bestimmte Farbräume wie sRGB oder Rec. 709 komplett abdecken und unter dem Stichwort „Grafikmonitor“ laufen. Im Preisbereich von 350 Euro unterstützen sie oft die WQHD-Auflösung mit 2560 x 1440 Pixeln wie etwa der Asus ProArt PA278QV .

Gaming-Bildschirm: Viel Hertz und DisplayHDR

Ein Blick auf die Gaming-Monitore lohnt sich auch dann, wenn Sie sich nur für einen Gelegenheitsspieler halten. Denn diesen Bereich haben die Hersteller deutlich ausgebaut. Außerdem profitieren auch andere Anwendungen von den schnellen Schaltzeiten – etwa der Mauszeiger, der auf diese Weise bei schnellen Bewegungen scharf bleibt. Ein ausgewogener Gaming-Monitor bringt derzeit 144 Hertz Bildwiederholrate mit, unterstützt die Synchronisationstechniken AMD Freesync und/oder Nvidia G-Sync und lässt sich ergonomisch einstellen. Dabei entfernen sich die Hersteller vermehrt vom althergebrachten TN-Panel, da Fast-IPS-Pendants inzwischen auf eine Reaktionszeit von einer Millisekunde kommen und dabei die gewohnt hohe Bildqualität beibehalten.

Was ein Gaming-Bildschirm derzeit leistet, lässt sich etwa am Beispiel unseres derzeitigen Testsiegers bei den Spielemonitoren mit WQHD-Auflösung zeigen: Beim Asus ROG Strix XG279Q können Sie das Display von 144 auf 170 Hertz übertakten. Hierzu deckt der Schirm den DCI-P3-Farbraum zu 95 Prozent ab und ist nach Vesa DisplayHDR 400 zertifiziert. Verschiedene Synchronisierungstechniken vereint der Hersteller hier unter einem Dach wie Freesync, Adaptive Sync oder ELMB (Extreme Low Motion Blur). Außerdem ist er G-Sync-kompatibel. Neben den spezifischen Spieleeinstellungen im Menü wie Fadenkreuz erfüllt der Gaming-Bildschirm hohe Ansprüche an die Ergonomie, indem er sich in der Höhe einstellen, drehen und neigen lässt. Diese Fülle schlägt sich in dem Preis von rund 650 Euro nieder. 

Hier geht’s zum detaillierten Testbericht des Asus ROG Strix XG279Q .

Monitor mit Überbreite: Immer beliebter, aber teuer

Nicht nur Spieler, sondern auch viele Nutzer im Homeoffice möchten den überbreiten Bildschirm nicht mehr missen. Übergangslos bietet er Ihnen den Platz, den Sie ansonsten nur mit mehreren Bildschirmen erhalten können. Allerdings zahlen Sie für einen Monitor in den Seitenverhältnissen 21:9 oder sogar 32:9 auch vielfach den Preis, den Sie für zwei Displays hinblättern würden. Damit bleibt der überbreite Bildschirm immer noch ein Stück Luxus. Im Gegenzug erhalten Sie aber auch viel Technik: Die Panels sind in der Regel gekrümmt, damit Sie die gesamte Breite gut im Blick behalten können und möglichst tief in das Spielgeschehen hineingezogen werden. Die gängigen Diagonalen liegen bei 34, 35 und 40 Zoll.

Die Königsklasse bietet sogar 49 Zoll und ist in der Krümmung noch stärker dem menschlichen Auge nachempfunden. Samsung legt hier mit dem Samsung Odyssey 9  vor: Der Bildschirm mit einer Dual-QHD-Auflösung von 5120 x 1440 Pixeln hat einen Wölbungsradius von engen 1000R. Er lässt sich bis auf 240 Hertz übertakten, was allerdings eine topaktuelle Hochleistungsgrafikkarte voraussetzt. Neben G-Sync und Freesync Premium Pro beherrscht dieser Monitor auch den Hochkontrast per Display-HDR 1000 und HDR10+. Mit einer UVP von 1689 Euro ist diese Technikpower auch entsprechend teuer. Vielleicht gibt es genau deshalb beim Hersteller auch die Reihe Samsung Odyssey 7 , die sich auf 27- und 32-Zoll- Diagonalen beschränkt und mit 730 Euro beziehungsweise 850 Euro (UVPs) deutlich erschwinglicher ist.

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So stark gewölbt wie das menschliche Auge ist der überbreite Monitor Samsung Odyssey 9 laut Hersteller. Andere Curved-Varianten sind mit 1800R oder 1500R deut-lich schwächer gekrümmt.
Vergrößern So stark gewölbt wie das menschliche Auge ist der überbreite Monitor Samsung Odyssey 9 laut Hersteller. Andere Curved-Varianten sind mit 1800R oder 1500R deut-lich schwächer gekrümmt.
© Samsung

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