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Kauftipp: Flott zukunftssicheren Netzwerkspeicher (NAS) finden

08.01.2021 | 08:01 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Bei Netzwerkspeichern (NAS) steigt die Auswahl für Endkunden einmal mehr: zu Gigabit-LAN-Modellen gesellen sich die ersten NAS-Systeme mit schnellen 2,5-Gigabit-Ethernet-Ports.

Egal, ob Sie sich für ein fertig bestücktes Komplettsystem oder ein Leergehäuse entscheiden, in das Sie die Festplatte selbst einbauen: Da das NAS-System ein kleiner Rechner ist, auf dem ein spezielles Linux-Betriebssystem läuft, beeinflussen Prozessor und Arbeitsspeicher die Performance wesentlich.

In der Einstiegsklasse finden sich oftmals Marvell- oder Annapurna-Labs-CPUs mit zwei oder vier Kernen. Dazu unterscheiden sich die Prozessoren in der Architektur (32 oder 64 Bit) sowie in der Taktung. Werfen Sie außerdem einen Blick auf die RAM-Bestückung des NAS-Modells, denn in der Praxis macht es einen großen Unterschied, ob nur 512 MB oder das Doppelte und mehr vorhanden sind. 

Die Konfiguration schlägt sich auch im Preis nieder: So kostet etwa das Leergehäuse Synology DS120J mit einem Plattenschacht gerade einmal rund 100 Euro (ohne Festplatte), erfüllt aber auch nur Minimalanforderungen.

Mehr Sicherheit: NAS-System mit zwei Schächten

Selbst für Anwender, die zum ersten Mal über ein NAS-System nachdenken, lohnt sich der Griff zu einem Modell mit zwei Schächten. Denn hier lassen sich die Daten dank Raid 1 redundant speichern. Alle Inhalte liegen auf diese Weise auf zwei Platten vor. Wenn ein Laufwerk ausfällt, ist das jedoch kein Beinbruch, da ein Datenverlust ausgeschlossen ist. Leergehäuse mit zwei Schächten gibt es bereits ab 160 Euro – etwa das Terramaster F2-210 .

Da heutzutage Daten nicht nur von PCs und Notebooks, sondern auch von Smartphones und Tablets stammen und darauf konsumiert werden, erhöhen sich die Anforderungen an NAS-Systeme. Sie übernehmen Synchronisierungsaufgaben oder stellen Multimedia-Inhalte für unterschiedliche Geräte im Netzwerk zur Verfügung. Deswegen ist es ratsam, in potentere Hardware zu investieren, die sich im besten Fall später weiter upgraden lässt. Für diese NAS-Geräte investieren Sie zwar anfangs mehr, haben später aber auch die Möglichkeit, den Arbeitsspeicher zu erweitern oder zusätzliche Funktionen etwa über einen PCIe-Schacht einzubauen – wie etwa bei der NAS-Serie Qnap TS-251D , die Sie mit 2 GB RAM für circa 290 Euro, mit der doppelten Bestückung für etwa 340 Euro im Handel finden.

Bei vielen NAS-Serien finden Sie auch Varianten mit vier Schächten. Damit schrauben Sie nicht nur den maximal möglichen Speicherplatz nach oben, sondern realisieren auch mit Raid 5 eine effizientere Datensicherung. Denn während Sie bei Raid 1 die Hälfte des Platzes für die Spiegelung einsetzen, schaffen Sie das bei Raid 5 mit einem Drittel oder einem Viertel der verfügbaren Gesamtkapazität. Ein günstiges 4-Bay-NAS kostet Sie derzeit rund 200 Euro wie etwa das Leergehäuse Zyxel NAS542 .

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