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Hardware-Trends 2019: Festplatten & SSDs

04.01.2019 | 13:09 Uhr | Arne Arnold, Sandra Ohse, Verena Ottmann,

Möchten Sie Ihren PC oder Ihr Notebook möglichst günstig erweitern, brauchen Sie eine interne SATA-Festplatte. Eine interne SSD bringt dagegen vor allem Notebooks einen Tempovorteil, ist jedoch teurer. Möchten Sie einfach nur Daten auslagern und gegebenenfalls auch transportieren, ist ein externes Laufwerk, SSD oder HDD, die richtige Wahl.

Interne SATA-Festplatten sind meist günstig in der Anschaffung, schnell eingebaut und arbeiten zuverlässig. Darüber hinaus bieten manche Hersteller besonders sparsame HDD-Modelle mit niedrigem Stromverbrauch an. Die maximalen Kapazitäten im Consumer-Bereich liegen derzeit bei 6 TB. Besonders schnelle und dicht gepackte HDDs für Gaming- PCs oder Netzwerkspeicher kommen inzwischen auf Kapazitäten bis 14 TB.

Bei Notebooks haben dagegen die schnelleren sowie kompakteren SSDs den SATA-HDDs den Rang abgelaufen. Da Solid State Disks keine beweglichen Teile haben, funktionieren sie vollkommen geräuschlos und sind robuster als Magnetfestplatten.

Doch auch in PCs finden SSDs immer häufiger ihr Einsatzgebiet. Denn: Eine aktuelle SSD macht einen PC meist schneller als ein stärkerer Prozessor oder doppelt so viel Arbeitsspeicher. Und mit Kapazitäten bis zu 2 TB bieten SSDs auch reichlich Platz. Bisher war hier der größte Nachteil, dass SSDs im Vergleich zu HDDs mit gleicher Kapazität um ein Vielfaches teurer waren. Das kann sich in diesem Jahr ändern: Denn dank der neuen 3D-Bauweise lassen sich Speicherchips mit mehr Lagen fertigen. Dadurch wächst die Speicherkapazität pro Chip und damit der SSDs. Beispielsweise hat Toshiba mit der XG6-Serie bereits eine SSD in 3D-Speicher-Bauweise mit 96 Lagen angekündigt. Sie soll in Kapazitäten von 256 und 512 GB sowie einem TB erhältlich sein.

Bei externen Festplatten – hier steckt meist ein SATA-Laufwerk in einem USB-3.0-Gehäuse – unterscheidet man nach wie vor zwischen Modellen im 2,5- und 3,5-Zoll-Format. Der Vorteil der kleineren Ausführungen: Sie sind besonders mobil, arbeiten zudem leise und zumeist energiebewusst. Und mit Kapazitäten von derzeit bis zu 5 TB bieten sie reichlich Platz für Ihre Daten. Externe 3,5-Zoll-Platten eignen sich dagegen bestens für den stationären Gebrauch und verfügen über höhere Kapazitäten – derzeit bis zu 6 TB, zum Teil auch 8 TB. Allerdings benötigen sie eine eigene Stromversorgung und sind dementsprechend leistungshungriger sowie lauter im Betrieb als ihre externen 2,5-Zoll-Kolleginnen.

Siehe auch: SSD und Festplatte beschleunigen - so geht's

Externe SSDs kommen zumeist in 2,5-Zoll-Bauweise und sind deshalb sehr kompakt. Sie bieten sämtliche Vorteile der internen Varianten – insbesondere das rasante Tempo –, sind jedoch, verglichen mit externen HDDs, sehr viel teurer.

Weitere wichtige Kaufkriterien bei einer Festplatte sind ihr Funktions- und Lieferumfang: Verschiedene Tools zum Sichern und Verwalten Ihrer Daten sowie eine Garantie von fünf Jahren helfen im Schadensfall. Externe Festplatten, die als Backup-Medium vorgesehen sind, sollten automatisierte Backups durchführen können, lokal und in die Cloud.

Für den Einbau in einen PC benötigen Sie zudem Montagematerial und Kabel. Möchten Sie die Daten einer alten Festplatte auf eine neue umziehen, dann brauchen Sie ein Cloning-Programm und bei Notebooks zusätzlich einen USB-auf-SATA-Adapter.

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Wer besonders hohe Ansprüche an eine Festplatte stellt, der will in erster Linie das Maximum an Geschwindigkeit. Bei SATA-Platten sollten Sie aus diesem Grund dem SATA-3-Standard (SATA/600) den Vorzug geben.

Bei SSDs greifen Sie am besten zu einem Modell mit PCI-Express-Anschluss und einem internen Raid-Controller. Hinsichtlich einer möglichst langen Lebensdauer der SSD sollten Sie einen Blick auf die Garantie, die vom Hersteller angegebene Gesamtschreibleistung (Tera Bytes Written, TBW) sowie die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) werfen. Zehn Jahre Garantie, eine TBW von deutlich über 50 und eine MTBF von mehr als einer Million Stunden zeichnen eine gute SSD aus. Viele Hersteller koppeln inzwischen die Garantiezeit mit der TBW – sie erlischt, wenn die TBW überschritten wurde.

FAQ: 10 Fragen und Antworten rund um SSDs

Achten Sie bei einer externen Festplatte auf den USB-3.1-Anschluss. Er wird in den technischen Daten eines Geräts oft mit „USB 3.1, Gen. 2“ aufgeführt, während bei USB 3.0 irritierenderweise oft der Zusatz „USB 3.1, Gen. 1“ zu finden ist. Über den USB-C-Port lassen sich bei USB 3.1 theoretisch bis zu 10 GBit/s übertragen, was etwa doppelt so schnell wie 3.0 und rund 20-mal so schnell wie 2.0 ist. Aber: Kaum ein Controller entspricht auch diesem Standard. Meist handelt es sich lediglich um USB-C-Buchsen beziehungsweise -Stecker an den Geräten. Was den Funktionsumfang einer externen Festplatte angeht, so kann eine integrierte Verschlüsselung hilfreich sein, wenn es sich um besonders sensible Daten handelt.

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Die richtiger Speichertechnik für jede Situation

Auch die Sicherheit Ihrer Daten wird bei den Herstellern 2019 großgeschrieben. Von Verbatim gibt es beispielsweise die Modellreihe Store’n’Go Secure , die eine AES- 256-Bit-Verschlüsselung einsetzt und mit einem numerischen Tastenfeld ausgestattet ist. So sind nicht nur die Daten per se geschützt, sondern Sie erhalten auch erst Zugriff auf die Festplatte, wenn Sie die zuvor festgelegte PIN korrekt über das Zahlenfeld eingegeben haben. Ähnliche Security-Festplatten hat beispielsweise auch Digittrade im Sortiment.

Zusätzlich zur Speicherkapazität steigern die Hersteller aber auch ihre Fertigungskapazitäten, so dass sich die Überproduktion positiv auf die Preise auswirkt. Seagate bietet bereits Barracuda-SSDs mit bis zu zwei TB für 360 Euro an, und Samsung bringt mit der 860 QVO eine SSD mit bis zu vier TB Kapazität. Ihr Preis wird etwa 620 Euro betragen. Was die Schnittstellen angeht, so geben hier unverändert SATA und NVMe den Ton an, wobei bei Letzterem neben den PCIe-Ausführungen auch schon vereinzelt der M.2- Nachfolger U.2 als Anschluss zu finden ist. Auch auf dem Gebiet der SSD ist Datensicherheit ein Thema. Verbatim hat seine Security-Festplatte Store’n’Go Secure auch als externe SSD im Sortiment, und die Datalocker Sentry K300 ist eine Micro-SSD mit alphanumerischer Tastatur, Hardware-Verschlüsselung und USB-Anschluss, so dass Sie den Flashspeicher wie einen USB-Stick anschließen.

Verbatim stattet seine Store’n’Go Secure, die es auch als externe SSD gibt, mit einem Zahlenfeld aus.
Vergrößern Verbatim stattet seine Store’n’Go Secure, die es auch als externe SSD gibt, mit einem Zahlenfeld aus.

Apropos USB-Stick: Für den schnellen, unkomplizierten Dateitransport ist er immer noch das Speichermedium der Wahl. Und auch hier tut sich einiges. Wie bei HDDs und SSDs rückt vor allem der Sicherheitsaspekt in den Vordergrund. So erweitert Kingston seinen Securitystick Datatraveler 2000 mit numerischem Keypad nach unten um die Kapazitäten vier und acht GB. Verbatim verzichtet dagegen beim Secure Pro auf das bei seiner externen HDD und SSD bereits genannte Keypad, stattet den USB-Stick jedoch mit einer hardwarebasierten 256-Bit-AES-Verschlüsselung aus. Und auch Datalocker spendiert seinem Sentry One eine 256-Bit-AES-Hardware-Verschlüsselung, das Crypto-Modul ist zudem gemäß dem US-Standard FIPS 140-2 Level 3 zertifiziert. Der Safetogo Solo von Prosoft setzt eine 256-Bit-AES-Hardware-Verschlüsselung im XTS-Modus ein.

Kingston folgt mit dem Datatraveler Ultimate GT aber auch dem Trend zu USB-Sticks mit deutlich mehr Speichervolumen. Der Stick bringt stolze zwei TB Kapazität mit, ist aber auch mit einem TB zu haben. Corsair hat mit dem Flash Voyager GTX ebenfalls einen USB-Stick im Sortiment, der bis zu einem TB Daten fasst.

4K- und 8K-Videos von aktuellen Smartphones und Kameras bringen (Micro-)SD-Karten an ihre Grenzen, was Geschwindigkeit, aber auch Speicherplatz angeht. Neue Klassifizierungen wie UHS-II/III, U3, V30/V60/ V90 und A2 sollen hierfür die Lösung sein. So können Micro-SD-Karten mit UHS-II-Schnittstelle bis zu 312 MB pro Sekunde übertragen, UHS-III schafft bis zu 624 MB pro Sekunde. In der Geschwindigkeitsklasse U3 sind wiederum die Videoklassen V30, V60 und V90 zu finden, die sich dank Mindestgeschwindigkeiten von 30, 60 beziehungsweise 90 MB/s für 4K-Video (V30) und 8k-Video (V60 und V90) eignen. A2 bezieht sich auf die Anwendungsleistungsklasse: Sie besagt, dass die Karten mindestens zehn MB pro Sekunde schreiben und beim zufälligen Lesen mindestens 4000 IOPS, beim zufälligen Schreiben mindestens 2000 IOPS leisten. Entsprechende Karten gibt’s etwa von Sandisk und Kingston. Die Kapazitäten der Karten steigen auf bis zu 400 GB an. Western Digital hat darüber hinaus mit der Purple-Serie besonders robuste und langlebige Micro-SD-Karten für Videoüberwachung im Angebot.

Wir müssen immer übertreiben, auch beim Speicherplatz der Höllenmaschine X und X Pro: Als Systemspeicher für Betriebssystem und die wichtigsten Anwendungen und Spiele kommen zwei Samsung 970 PRO NVMe-M.2-SSDs mit je einem TB Kapazität zum Einsatz. Die sind zwar ohnehin schon rasend schnell und extrem zuverlässig, aber wir schalten sie auch noch zu einem RAID-0-Verbund zusammen.

Dazu erhält jede Maschine noch 8 TB SSD-Datenspeicher in Form von jeweils zwei Exemplaren der Samsung 860 EVO 4TB!

Der Gesamtwert aller SSD der beiden Höllenmaschinen beträgt also alleine schon rund 5300 Euro (Preisberechnung Stand September 2018).

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► Samsung 860 EVO bei Amazon: amzn.to/2JBGKoZ

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DIE HÖLLENMASCHINE X GEWINNEN:

► Gewinnspiel-Formular für die HMX am Computer ausfüllen: www.pcwelt.de/computer-technik/pc-peripherie/hollenmaschine/hollenmaschine-gewinnspiel

► Gewinnspiel-Formular für Smartphones: www.pcwelt.de/winhmx

► ZUSÄTZLICH noch am Gewinnspiel für die HMX PRO teilnehmen: www.youtube.com/watch?v=L8oPppF4BcM

► Alle Artikel zur HMX & HMX PRO: www.pcwelt.de/hmx

► HMX-Hauptartikel: www.pcwelt.de/winx

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