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Hardware-Trends 2017: Das optimale Netzteil

09.12.2016 | 09:10 Uhr |

Schnelle CPUs und Grafikkarten brauchen auch viel Strom. Da ist ein effizientes Netzteil wichtig. Darauf kommt es beim Kauf an.

Bei Netzteilen gibt es große Qualitätsunterschiede. Sogenannte „Chinaböller“ sind No- Name-Netzteile von oft unbekannten Herstellern, die allerdings sehr günstig zu haben sind. Viele Nutzer sparen beim Netzteil, um das Budget für den PC „sinnvoller“ zu verwenden – beispielsweise für eine größere Festplatte oder ein schmuckes Gehäuse. Doch bei den Energiespendern kommt es nicht nur auf die Leistung an, die die Hersteller in Watt angeben. Klar müssen Sie in erster Linie darauf achten, dass für eine ausreichende Stromzufuhr gesorgt ist. Doch über die Qualität des Geräts sagt die Leistung rein gar nichts aus.

Die vermeintliche Einsparung kann nämlich böse Folgen haben: Solche Netzteile verbauchen oft mehr Strom, als überhaupt notwendig wäre. Hinzu kommt die fragwürdige Qualität, die viele Modelle schon nach kurzer Zeit ausfallen lässt. Im schlimmsten Fall kann ein Billignetzteil auch den kompletten PC beschädigen. Deshalb: Augen auf beim Netzteilkauf!

Wenn die Qualität innerhalb des Netzteils nicht stimmt, dann kann das böse Folgen haben.
Vergrößern Wenn die Qualität innerhalb des Netzteils nicht stimmt, dann kann das böse Folgen haben.
© © Thermaltake

Passende Leistung und Effizienz

Natürlich können Sie sich immer auf die sichere Seite schlagen und ein überdimensioniertes 1000-Watt-Netzteil in Ihren Rechner packen. Doch das wäre nicht nur verschwendetes Geld, sondern auch verschwendeter Strom. Denn Netzteile verfügen über einen sogenannten Wirkungsgrad, der am Ende darüber entscheidet, wie viel Strom tatsächlich bei der Hardware ankommt. Bei Chinaböllern liegt der Wirkungsgrad bei mageren 50 Prozent, teure Modelle bringen es im Vergleich auf über 90 Prozent. Im Klartext bedeutet das also folgendes: Ein Billignetzteil verbraucht nur die Hälfte der eigentlich zugeführten Energie, während der Rest wirkungslos als Abwärme ausgeblasen wird. Besonders effizient arbeitende Netzteile sind mit entsprechenden Auszeichnungen zertifiziert. Das bekannteste ist wohl das von 80-Plus, das es in sechs aufsteigenden Stufen gibt, die die Organisation mit Edelmetallen ausdrückt. Für eine bessere Übersicht haben wir die Werte in einer Tabelle zusammengefasst. Dort werden die mindestens zu erreichenden Wirkungsgrade genannt, die ein Netzteil erreichen muss, um das jeweilige Emblem zu erhalten.

Tipp: SLI und Crossfire optimal mit Strom versorgen

So stark muss das Netzteil wirklich sein

Für reine Bürorechner genügen in der Regel bereits Netzteile mit einer Leistung von 300 Watt. Für stärkere Allround-PCs, die so ziemlich alle Aufgaben des Alltags erledigen sollen und bereits über eine Einsteiger-Grafikkarte verfügen, sollten es schon mindestens 350 bis 400 Watt sein. Ein leistungsfähiges Gaming-System sollten Sie mindestens mit 450 Watt versorgen, mit 500 Watt sind Sie auf der sicheren Seite. Je stärker allerdings CPU und Grafikkarte sind, desto mehr Watt muss das Netzteil liefern. In den seltensten Fällen muss das Netzteil aber über 1000 Watt leisten, selbst bei PCs mit mehreren Grafikkarten und einer High-End-CPU.

Das Netzteil Corsair RM550x für 86 Euro ist Goldzertifiziert und bietet mehr als genug Leistung.
Vergrößern Das Netzteil Corsair RM550x für 86 Euro ist Goldzertifiziert und bietet mehr als genug Leistung.
© Corsair

Aktuelle Netzteil-Empfehlungen

Für nur 40 Euro erhalten Sie das Bequiet Pure Power 9 mit einer Kapazität von 300 Watt. Es ist Bronze-zertifiziert, auf einen leisen Betrieb ausgelegt und kommt sogar mit ummantelten Kabeln. Das Cougar GX-S leitet 450 Watt und ist aktuell für rund 64 Euro erhältlich. Es arbeitet dank 80-Plus-Gold-Zertifizierung sogar noch effizienter und bietet eine satte Garantiezeit von fünf Jahren. 550 Watt leistet das nächstteure Modell Corsair RM550x , das ebenfalls das goldene Zertifikat sein Eigen nennen kann, ein vollmodulares Kabelmanagement bietet und über eine semi-passive Kühlung verfügt – der Lüfter springt also erst ab einer gewissen Auslastung des Systems an. Für dieses Modell müssen Sie aktuell rund 86 Euro auf den Tisch legen.

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