2245767

Hardware-Trends 2017: CPUs werden immer kleiner

19.01.2017 | 08:24 Uhr |

2017 schlägt AMD zurück. Bei Prozessoren ist der Hersteller derzeit gegenüber Intel chancenlos. Das soll sich dieses Jahr ändern.

Das Jahr läutet AMD gleich mit seiner neuen Prozessor-Mikroarchitektur Zen ein. Sie wurde von Grund auf neu entwickelt und bildet die Basis für alle künftigen AMD-CPUs – für Server (Codename Naples), Spiele-PCs (Codename Summit Ridge) bis hin zu Notebooks (Codename Raven Ridge). Sie sollen deutlich mehr Rechenleistung bei gleichbleibendem Stromverbrauch liefern, unter anderem durch eine effizientere Bearbeitung der Rechenbefehle und größeren CPU-Caches. Außerdem verwendet AMD nun simultanes Multi-Threading: Ein echter CPU-Kern präsentiert sich dem Betriebssystem als zwei Kerne – ein ähnliches Verfahren nutzt Intel als Hyper-Threading schon seit geraumer Zeit. Die Zen-Prozessoren werden im 14-Nanometer-FinFET-Verfahren gefertigt, die Vorgänger besitzen noch eine Strukturbreite von 28 Nanometern. Auch dieser Schritt ermöglicht eine energieeffizientere Rechenleistung.

Als erster Zen-Prozessor soll die High-End-Variante Summit Ridge auf den Markt kommen. AMD will sich bei den Modellnamen offenbar an Intels Vorbild orientieren und die CPUs in eine 7er-, 5er und 3er-Serie einteilen. Die Top-Modelle mit acht Kernen und 16 MB L3-Cache sollen es mit Intels K-Prozessoren aufnehmen. In ersten Tests soll Summit Ridge laut AMD so leistungsfähig sein wie eine 1000-Dollar-CPU von Intel – gerüchteweise werden sich die Preise für Summit Ridge aber bei rund 300 Dollar bewegen. Außerdem wird AMD ausgesuchte Übertaktermodelle anbieten, die sich auf bis zu 5 GHz hochtreiben lassen sollen. Als Speicher ist DDR4 vorgesehen, Systemkomponenten werden per PCI-Express 3.0 angebunden.

Die beste CPU: Die große Kaufberatung für Prozessoren

Im Laufe des Jahres wird die Zen-Reihe durch die PC-/Notebook-CPU Raven Ridge ergänzt. Diese 4-Kern-Prozessoren bekommen eine neue integrierte Grafikeinheit auf Basis der GPU-Generation Vega. Für Server steht Naples bereit: Hier soll es Modelle mit bis zu 32 Kernen geben.

Intel nimmt den Fuß vom Gas

Statt der bisherigen Tick-Tock-Strategie, bei dem auf einen verbesserten Herstellungsprozess im folgenden Jahr eine neue Mikroarchitektur folgte, setzt man bei Intel nun auf PAO (Process Architecture Optimization): Die aktuelle siebte Core-Generation Kaby Lake ist nur eine Optimierung der bestehenden Skylake-Architektur, die wiederum auf dem mit Broadwell eingeführten 14-Nanometer-Fertigunsprozess beruht. Die Kaby-Lake-Prozessoren für PCs, die jetzt auf den Markt kommen, bieten deshalb nur aufgrund höherer Taktraten eine bessere Rechenleistung als die Skylake-Vorgänger. Erst für Ende 2017 sind CPUs mit dem neuen 10-Nanometer-Verfahren geplant: Diese achte Core-Generation tritt unter dem Codenamen Cannon Lake an. Die passenden Chipsätze sollen dann USB 3.1 und WLAN integieren.

Grafikkarten im Vergleich

Die besten Smartphones

Notebooks und Tablets

Virtual Reality-Brillen

Professionelle Digitalkameras

Fitness-Tracker & Smartwatches

Festplatten & SSDs im Überblick

Das optimale Mainboard

Effiziente Netzteile

Monitore und Fernseher

Die besten Drucker

0 Kommentare zu diesem Artikel
2245767