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Hardware-Trends 2017: Automotive & Multicopter

27.01.2017 | 10:40 Uhr |

Die Bereiche Auto und Sport sind traditionell eng verzahnt. Die neue Spielwiese sind professionelle Rennen mit autonomen Formelwagen oder Multicoptern. Für die bequeme E-Mobilität direkt zum Ziel sorgen praktische Helfer, die im Auto bereitliegen oder Bestelltes zum Empfänger fliegen.

E-Sport kennen Sie bereits als sportlichen Wettkampf mit Computerspielen. Vielleicht ist Ihnen auch E-Formel ein Begriff, die Rennserie für Formelwagen mit Elektromotor. In diesem Jahr kommt es hier zu einer Erweiterung durch das „ Roborace “, in dem zehn Teams mit je zwei Autos antreten sollen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich autonome Elektrogefährte. Der Wettbewerb entsteht somit allein durch computerbasierte Echtzeitalgorithmen und die daraus resultierende künstliche Intelligenz. Fahrer sind nicht vorgesehen. Die ersten Testläufe fanden bereits Ende 2016 statt, bei denen das Entwicklerfahrzeug Devbot mehrere Runden auf Strecken in Silverstone und Marrakesh im autonomen Modus erfolgreich absolvierte. Es erreichte Geschwindigkeitsspitzen von 225 Kilometer pro Stunde. Künftig sollen bis zu 300 km/h möglich sein. Bisher haben sich noch keine konkreten Teams eingeschrieben. Neben Unternehmen wie Google, Uber, Continental oder klassischen Automobilherstellern ist laut Veranstalter ein Roborace-Team aus der „Crowd Sourced Community“ vorgeschrieben. Es steht Entwicklern aus aller Welt offen. Einen genauen Termin für das erste Roborace gibt es noch nicht. Klares Ziel ist jedoch, dass im Laufe des Jahres das erste Rennen autonomer Fahrzeuge stattfinden soll.

Weniger schnell, aber umso wichtiger in überfüllten Großstädten werden elektrische Mobilitätslösungen für die letzte Meile, also für das letzte Stück Strecke vom Parkplatz zum Ziel. Peugeot hat mit dem E-Kick bereits ein konkretes Produkt, das im aktuellen SUV Peugeot 3008 im Kofferraum eingebaut wird, aber auch für etwa 1500 Euro separat erhältlich ist. Der Tretroller mit 500-Watt-Elektromotor wiegt 8,5 Kilogramm und schafft eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h. Eine Akkuladung soll 12 Kilometer Reichweite mitbringen.

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Ein weiterer Prototyp ist das Hoverboard Ford Carr-E. Es entstand aus einem firmeninternen Ideenwettbewerb, könnte ungefähr 1000 bis 1800 Euro kosten, wiegt 15 Kilogramm und bringt einen Tragegriff mit. Das Carr-E ist so groß wie ein Ersatzreifen, hat LED-Scheinwerfer, Blinker und soll mit einer Akkuladung 15 bis 20 Kilometer weit kommen. Im Vergleich zu herkömmlichen Varianten soll das Auf- und Absteigen besonders einfach sein. Geht das Gerät in Serie, soll es als Option mit aktuellen Ford-Modellen bestellbar sein und einen definierten Platz im Kofferraum erhalten, wo es auch aufgeladen wird.

Hoverboard, Tretroller oder Longboard für die letzte Meile zwischen geparktem Auto und Ziel: Autohersteller wie etwa Audi legen den Fokus auf Geräte mit Elektromotor, die sich im Auto aufbewahren und aufladen lassen.
Vergrößern Hoverboard, Tretroller oder Longboard für die letzte Meile zwischen geparktem Auto und Ziel: Autohersteller wie etwa Audi legen den Fokus auf Geräte mit Elektromotor, die sich im Auto aufbewahren und aufladen lassen.

Ebenso haben deutsche Autohersteller die letzte Meile im Blick: So liebäugelt Audi im Rahmen des Konzepts „Connected Mobility“ mit einem Longboard, das im hinteren Stoßfänger des Fahrzeugs aufbewahrt und mit Strom versorgt wird. Es soll eine Reichweite von 12 Kilometern mitbringen und bis zu 30 km/h Geschwindigkeit schaffen. Für die Navigation sind Auto und Smartphone verbunden. Das Mobilgerät lässt sich am Board-Lenker befestigen. Wann das Longboard Realität wird und was es kosten soll, ist noch nicht bekannt. Geschwindigkeit und Sport spielt auch bei Multicoptern eine immer größere Rolle. So entwickeln sich ausgewachsene Drohnenrennen zum Trendsport. Die Piloten steuern ihre Flugkörper per Funk durch einen festgelegten Parcours. Sie sind dank Videobrillen quasi an Bord des Flugkörpers und erleben die halsbrecherischen Manöver hautnah mit. Die Multicopter erreichen während des Flugs eine Höchstgeschwindigkeit von gut 110 Kilometern pro Stunde. Mit der " Drone Racing League (DRL) “ entstand Anfang 2016 in den USA die erste Profi-Liga. Die Übertragungsrechte für Deutschland, Österreich und die Schweiz hat sich die Sendergruppe Prosieben/Sat.1 exklusiv gesichert. Teil des Deals: Die Drohnenpiloten der DRL kommen einmal jährlich für ein Rennen nach Deutschland.

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Weniger spektakulär, dafür umso praktischer ist der Lieferdienst mit Drohnen. Nach Testläufen von Amazon in Großbritannien und DHL in Deutschland folgte Ende letzten Jahres die neuseeländische Pizzakette Domino’s. Sie will in diesem Jahr den Lieferservice per Drohne regulär anbieten und gleichzeitig auf weitere Länder, auch Deutschland, ausweiten.

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