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Die besten Benchmarks: PC-Tempo selbst messen

15.08.2021 | 08:15 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Wie schnell sind PC, SSD und Grafikkarte wirklich? Die Antwort können Sie sich mit den richtigen Test-Tools selbst geben. Wir stellen die besten Programme vor.

Sie haben jetzt abends und an den Wochenende viel freie Zeit, weil Sie wegen der Coronakrise vernünftigerweise nicht mehr aus dem Haus gehen? Dann nutzen Sie diese Zeit doch für einen umfassenden Leistungstest: Wie schnell sind Ihr PC, dessen SSD und die Grafikkarte wirklich? Mit den passenden Tools können Sie umgehend prüfen, wie schnell und stabil Ihr Rechner läuft. Der Leistungstest macht auch Sinn, wenn Sie ein neues System gekauft haben oder Ihren bestehenden PC mit zusätzlicher Hardware beschleunigen wollen. Deshalb präsentieren wir Ihnen die essenziellen Freewaretools, um den Rechner oder einzelne Komponenten wie Grafikkarte oder SSD umfassend zu prüfen. Wenn der PC nicht Ihren Tempoerwartungen entspricht, abstürzt oder mit hohem Betriebsgeräusch nervt, können Sie sofort Gegenmaßnahmen ergreifen, etwa weitere Komponenten tauschen oder die Kühlung verbessern.

Im Überblick: Wichtige Test-tools für Hardware

Name

Beschreibung

PC Mark 10

Misst die Gesamtleistung des Computers mit verschiedenen praxisnahen Tests.

Iometer

Iometer misst die Leistung von Speichermedien bei Ein-und Ausgabevorgängen.

AS SSD Benchmark

Ausführlicher Speichertest mit synthetischen und praxisnahen Durchläufen

Crystal Disk Mark

Benchmarktool für die Performancemessung von SSD, HDDs und anderen Speichermedien

3D-Mark

Überprüfung und Einschätzung der Grafikkartenleistung

Fraps

Tool zur Messung der Bildraten und für den Mitschnitt des Gameplays

Prime95

Mit komplexen, mathematischen Optionen den Prozessor ausreizen.

Cinebench R23

Prüft die CPU-Leistung und unterscheidet zwischen Single-und Multi-Core-Performance.

JPerf

Prüft, wie schnell Ihr Heimnetzwerk tatsächlich Daten überträgt.

PC Mark 10 von UL: Komplett-Benchmark für PCs und Notebooks

Der PC Mark 10 von UL ist ein umfassender Systemtest, der alle Komponenten belastet.
Vergrößern Der PC Mark 10 von UL ist ein umfassender Systemtest, der alle Komponenten belastet.

UL (früher Futuremark) bietet bereits seit vielen Jahren eine umfangreiche Palette von Benchmarktools für PCs an: Der aktuelle PC Mark 10 dient dazu, die gesamte Leistung Ihres Systems zu prüfen, um nach dem Testdurchlauf ein mit anderen Systemen vergleichbares Ergebnis in Form einer Punktzahl zu liefern.

In der kostenlosen Basic Edition von PCMark 10 durchläuft Ihr System eine bestimmte Abfolge von alltäglichen Aufgaben im Heimgebrauch, die Ihr PC meistern soll. Dazu zählen Videokonferenzen, Internetsurfen und das Spielen weniger aufwendiger Games. Aber auch das Bearbeiten von Fotos und Videos beinhaltet die Basic Edition bereits.

Wenn Sie etwas an den Testläufen ändern möchten, wechseln Sie zu den kostenpflichtigen Versionen: Für Privatnutzer gibt es die Advanced Edition, für Profitester ist die Professional Edition verfügbar. In beiden Versionen stehen Ihnen zusätzliche Testumgebungen wie ein Creative-(Fokus auf fordernde Multimediaaufgaben) und Work-Test (aufwendige Tabellenkalkulationen) zur Verfügung, um ausschließlich diese Szenarien zu testen.

Doch für den Heimgebrauch genügt die kostenlose Variante, da Sie Ihnen bereits ein aussagekräftiges Testergebnis bietet, das sich sehr gut für Vergleiche zwischen verschiedenen Systemen eignet. So können Sie sofort einordnen, ob Ihr PC die Leistung bringt, die Sie angesichts der eingebauten Komponenten erwarten dürfen.

Iometer: Die Leistung Ihres NAS-Systems messen

Die Leistung Ihres NAS stellen Sie mit dem kostenlosen Iometer auf die Probe.
Vergrößern Die Leistung Ihres NAS stellen Sie mit dem kostenlosen Iometer auf die Probe.

Mit dem kostenlosen Iometer können Sie ganz einfach Ihr NAS auf den Prüfstand stellen. Dabei führt es Ein-und Ausgabevorgänge im Netzwerk durch, um das System mit Hilfe eines Stresstests möglichst auszulasten. Damit Sie sich keine Gedanken über alle Einstellungen und Parameter machen müssen, greifen Sie für die Tests zum Beispiel zur öffentlich verfügbaren Konfigurationsdatei von Dell: Sie beinhaltet zahlreiche praxisnahe Szenarien, um möglichst realistische Ergebnisse zu liefern, da das NAS komplett ausgelastet wird.

Nach einer kurzen Installation kann Iometer gleich zum Einsatz kommen. Dafür akzeptieren Sie zunächst die Lizenzbedingungen und klicken in der Iometer-Oberfläche auf „Ordner“. Nun laden Sie sich die erwähnte Konfigurationstestdatei „SIM-Benutzerszenarios-Arbeitslastanforderungen-2.1.0.icf“ von der Internetseite von Dell herunter und öffnen diese in Iometer. Im Anschluss wählen Sie das zu testende Gerät aus und starten den Vorgang mit einem Klick auf die grüne Flagge. Vor Beginn des Tests müssen Sie noch angeben, an welchem Speicherort das Ergebnis landen soll. Nach etwa zehn bis 15 Minuten ist der Test abgeschlossen, und Sie können Ihr Ergebnis im Zielordner aufrufen.

Tipp: Die besten CPU-Benchmarks und Analysetools

AS SSD Benchmark: Flashspeicher-Medien umfangreich testen

Ein ausführliches Ergebnis zur Leistung Ihres Flashspeichers erhalten Sie über AS SSD.
Vergrößern Ein ausführliches Ergebnis zur Leistung Ihres Flashspeichers erhalten Sie über AS SSD.

Mit AS SSD Benchmark können Sie die Transferleistung Ihrer SSD überprüfen und zudem herausfinden, wie schnell Ihr Flashspeicher bei anderen Vorgängen arbeitet. Das Tool bringt sechs synthetische und drei Kopier-Tests mit. Außerdem eignet sich das Programm auch fürs Testen von USB-Sticks, externen Festplatten oder Speicherkarten.

Beim synthetischen Test ermittelt die Anwendung die zufällige und sequenzielle Leistung der Lese-und Schreibfunktion. Hierbei kommt es darauf an, wie lange es dauert, ein Gigabyte zu schreiben beziehungsweise zu lesen. Der 4K-Test ermittelt dabei die Leistung aus zufälligen 4K-Segmenten.

Zusätzlich misst der praxisnähere Kompressionstest die Leistung des Datenträgers in Abhängigkeit der Komprimierbarkeit. Sie erhalten am Ende dieses Testlaufes drei Werte für die Schreib-und Leseleistung sowie für die Gesamtleistung.

Für den Kopiertest müssen Sie im Tool auf „Menü-Werkzeug-Kopier-Benchmark“ klicken. Dabei erzeugt die Anwendung drei Testordner mit je einem der folgenden Inhalte: zwei große Dateien, viele kleine Programme und alle nötigen Dateien für ein Spiel. Nun simuliert AS SSD einen Kopiervorgang, wobei es vor allem um die Leistung bei gleichzeitigem Schreiben und Lesen geht. Die Ergebnisse listet Ihnen das Programm dann übersichtlich und verständlich nach den Testläufen auf.

Crystal Disk Mark: Einfaches SSD-und HDD-Tool

Crystal Disk Mark konzentriert sich auf das Wesentliche.
Vergrößern Crystal Disk Mark konzentriert sich auf das Wesentliche.

Crystal Disk Mark ist ein recht einfaches Tool zum Prüfen der Lese-und Schreibgeschwindigkeit von Speichermedien. Im Gegensatz zu lometer stehen weniger Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, jedoch ist die Anwendung deutlich übersichtlicher. In den drei "Drop down"-Menüs können Sie unter anderem die Anzahl der Testläufe einstellen sowie die zu testende Größe und anschließend noch das zu prüfende Laufwerk. Mit einem Klick auf „All“ starten Sie den Testvorgang, der nach einigen Minuten bereits beendet ist. Im Anschluss listet Ihnen Crystal Disk Mark die Ergebnisse auf, wobei in der linken Spalte die Leserate erscheint und rechts die Schreibrate. Für optimale Ergebnisse sollte Ihr Speichermedium bei der Prüfung komplett leer sein. Befinden sich dennoch Daten auf der Festplatte, beschreibt die Anwendung nur den leeren Speicherplatz, und Ihre Dateien bleiben erhalten. Der Test eignet sich für fest verbaute Festplatten und auch für externe SSDs, HDDs, Speicherkarten und USB-Sticks.

3D-Mark von UL: Grafikleistung beurteilen

Bereits die kostenlose Variante vom 3D-Mark stellt Ihnen ein großes Spektrum an Benchmarktests bereit.
Vergrößern Bereits die kostenlose Variante vom 3D-Mark stellt Ihnen ein großes Spektrum an Benchmarktests bereit.

3D Mark ist eines der bekanntesten Messprogramme für die Grafikleistung des Rechners und stammt wie PC Mark ursprünglich von Futuremark, wird inzwischen jedoch von UL (Underwriters Laboratories Inc.) weitergeführt. Die kostenlose Basic Edition bietet nur einen Ausschnitt an Tests und lässt auch keine individuellen Einstellungen für Testläufe zu. Wer das jedoch benötigt, der muss 25 Euro für die Advanced Edition investieren.

Die Basic Edition eignet sich trotzdem gut, um die Grafikleistung des PCs oder Notebooks einzuschätzen, denn das Benchmark-Paket setzt auf imposante Effekte, um die GPU und CPU auszureizen. Zu den kostenfreien Testprogrammen gehört „Time Spy“, ein DirectX-12-Benchmark, und „Time Spy Belastungstest“, ein Benchmark, der die Stabilität und Verlässlichkeit des Systems feststellt. Letzteren finden Ihn nicht direkt aufgelistet, sondern vielmehr nach einem Klick auf „Belastungsteste“.

Die Benchmark-Auswahl nehmen Sie unter „Benchmarktests“ vor. In der kostenlosen Version finden Sie zusätzlich zu „Time Spy“ die folgenden Tests: „Fire Strike“, ein DirectX-11-Spiele-Benchmark, „Night Raid“, ein DirectX-12-Test für Rechner mit integrierter Grafik und „Sky Diver“, ein DirectX-11-Test für Rechner mit integrierter Grafik.

Die kostenpflichtige Advanced Edition geht noch stärker auf die neuen Grafiktechniken ein. So unterstützt die Bezahlvarianten nun auch die Nvidia-Grafikkartenserie RTX 30: Zu den aktuellen Highlights gehört beispielsweise „Port Royal“, ein Benchmark, der auf die Raytracing-Fähigkeiten einer GPU zugeschnitten ist. Aber auch der Benchmark „PCI Express Feature Test“ ist für alle Anwender interessant, die das Bandbreitenlimit feststellen wollen, das durch die PCI-Express-Schnittstelle entsteht, über die die Grafikkarte mit dem System verbunden ist. Er funktioniert deshalb auch nur mit einer diskreten Grafikkarte, nicht mit integrierter Garfik. Im Verlauf der Messung lädt der Benchmark in jedem Frame eine bestimmte Menge an Vertex- und Texturdaten zur GPU, die sich mit der Zeit so stark steigert, dass die Begrenzung durch die Schnittstelle aufgezeigt werden kann.

Für alle 3D-Mark-Tests führt der Hersteller weltweite Ranglisten, die sich online einsehen lassen. Mit einem Klick können Sie Ihr Ergebnis hinzufügen. Allerdings wird es erst öffentlich, wenn Sie es unter die besten Hundert der Welt schaffen.

Hardware-Analyse: So finden Sie heraus, was im PC steckt

Fraps: Bildrate der Grafikkarte in echten Spielen ermitteln

Fraps ist ein kleines, aber populäres Programm für die Messung von Bildraten.
Vergrößern Fraps ist ein kleines, aber populäres Programm für die Messung von Bildraten.

Während 3D-Mark die Grafikkartenleistung in Form von abstrakten Punktzahlen darstellt, lässt sich mit Fraps die Bildrate in konkreten Spielen testen. Das Programm gibt dabei nicht nur die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde aus, sondern auch die maximalen und minimalen Werte innerhalb einer Spielesequenz. Dafür legen Sie vorab eine Zeitspanne fest, in der die Anwendung die Bildraten messen soll. In der Regel starten Sie den Messvorgang mit der Taste F11 direkt, während das Spiel läuft, und warten, bis die Zeit vorüber ist. Um mehrere Grafikkarten vergleichen zu können, sollten Sie darauf achten, dass beim Test immer wieder dieselbe Szene zu sehen ist. Nur so können Sie sicherstellen, dass sich die Ergebnisse miteinander vergleichen lassen.

Sie erhalten im Anschluss eine Textdatei, die im Installationspfad von Fraps gespeichert ist und in der Sie unter anderem die durchschnittliche Bildrate finden. Für eine flüssige Bildrate sollte dieser Wert mindestens 40 Bilder pro Sekunde betragen, wobei sich eine Rate von 60 besser eignet, vor allem fürs Spielen von Ego-Shootern.

Übrigens beherrscht Fraps auch den Mitschnitt von Spielszenen, um sie beispielsweise im Anschluss auf Youtube hochzuladen (sogenannte Let’s Plays). Die Funktionsweise entspricht im Prinzip der Bildratenmessung.

Prime 95: Prozessor maximal auslasten

Mithilfe von komplexen mathematischen Optionen können Sie die CPU zu fast 100 Prozent auslasten.
Vergrößern Mithilfe von komplexen mathematischen Optionen können Sie die CPU zu fast 100 Prozent auslasten.

Um eine neue oder auch übertaktete CPU auf Stabilität zu testen, sollten Sie sie für eine gewisse Zeit zu 100 Prozent auslasten. Dabei hilft Ihnen das kostenlose Tool Prime 95 , welches sich nur damit beschäftigt, Primzahlen zu berechnen, und das mit der gesamten Rechenpower des Prozessors. Was im ersten Moment eher banal klingt, ist gar nicht so ohne: Hierbei können sogar Hochleistungs-CPUs an ihre Grenzen stoßen. Das Tool müssen Sie nicht einmal installieren, es reicht aus, wenn Sie den Zip-Ordner mit einem Zip-Manager entpacken, wie zum Beispiel mit 7-Zip .

Starten Sie im Anschluss das Programm. Nun müssen Sie zunächst angeben, was Sie tun möchten. Hierfür markieren Sie für einen Auslastungstest der CPU die Option „Just Stress Testing“ und danach „Small FFTs“, um nur die CPU komplett auszulasten. Die Berechnung der Primzahlen sollten Sie dann mindestens 30 Minuten laufen lassen, um sicher sein zu können, dass der Prozessor stabil läuft. Jedoch macht sich der Test auch in Sachen Temperaturen bemerkbar und lässt sie, je nach Kühlung, schnell in die Höhe schießen. Um die Werte zu überwachen, können Sie das Gratistool HWMonitor herunterladen. Unser Tipp: Brechen Sie den Test ab, wenn die CPU-Temperatur 90 Grad Celsius erreicht. Sollte Ihr System während des Testlaufs abstürzen, ist dies ein Zeichen für Überhitzung oder einen Hardwaredefekt.

Cinebench R23: Rendering-Benchmark für Prozessoren

Cinebench gehört zu Klassikern unter den CPU-Benchmarks. Das aktuelle Release R23 bietet einen Aufwärm-Modus, damit die eigentlichen Testäufe garantiert unter Betriebsbedingungen stattfinden können.
Vergrößern Cinebench gehört zu Klassikern unter den CPU-Benchmarks. Das aktuelle Release R23 bietet einen Aufwärm-Modus, damit die eigentlichen Testäufe garantiert unter Betriebsbedingungen stattfinden können.

Allerdings lässt sich die Leistungsfähigkeit eines Prozessors mit Prime 95 nur bedingt demonstrieren. Deshalb greifen Sie für diesen Fall zu Cinebench R23 vom Entwickler Maxon. Sehr informativ bei diesem Benchmark ist der Test der Einzel- und der Mehrkernleistung des Hauptprozessors. Um eine möglichst hohe Auslastung zu erzielen, rendert Cinebench fotorealistische Szenen mithilfe verschiedener Algorithmen ausschließlich auf dem Prozessor. Die gerenderten Szenen enthalten laut Hersteller mehr als zweitausend Objekte und über 300.000 Polygone. Des Weiteren kommen Spiegelungen, Flächenlichter, prozedurale Shader und auch Kantenglättung zum Einsatz.

Die Bedienung gestaltet sich dabei denkbar einfach: Klicken Sie links oben auf „File“ und wählen Sie den „Advanced Benchmark“ aus. In der aktuellen Fassung R23 lässt sich auf der linken Fensterseite leicht definieren, ob Sie einen oder mehrere CPU-Kerne testen wollen. Dazu legen Sie unter „Minimum Test Duration“ fest, wie lange der Test dauern soll. Für die Einschätzung der CPU-Stabilität schlägt das Tool einen Zeitraum von 30 Minuten vor. Damit der Test möglichst schnell unter Betriebsbedingungen durchgeführt werden kann, lassen Sie das System vorher mit der Einstellung „10 minutes (Test Throttling)“ laufen. Ab Werk sind bereits einige Ergebnisse für eine bessere Leistungseinordnung gespeichert, die Sie unter „Ranking“ finden. Hier wird das Ergebnis Ihrer CPU automatisch eingeordnet – in unserem Fall erreicht unser Test-PC von Mifcom mit Intel Core i4-10700k bereits beim Aufwärmen den vierten Platz. Im Internet gibt es darüber hinaus einige Foren und Webseiten, die ebenfalls Rankings führen.

Die Version R23 von Cinebench hat eine interessante Neuerung parat: Denn neben Prozessoren für Windows-Systeme von Intel oder AMD unterstützt das CPU-Testprogramm nun auch die ARM-CPUs der M1-Reihe, die Apple vor kurzem vorgestellt hat. Damit finden Sie in diesem Tool einen der wenigen Benchmarks, der einen plattformübergreifenden Vergleich zulässt. Deshalb lässt er sich auch sowohl beim Hersteller als auch direkt über die Apps-Stores von Microsoft und Apple auf das System herunterladen.

JPerf: Datenrate in LAN und WLAN einfach messen

Das kostenlose Tool Jperf schickt Datenpakete möglichst schnell zwischen einem Server.
Vergrößern Das kostenlose Tool Jperf schickt Datenpakete möglichst schnell zwischen einem Server.

Mithilfe von JPerf können Sie recht einfach Ihre heimische Netzwerkgeschwindigkeit im WLAN, LAN oder über Powerline überprüfen. Neben der kostenlosen Anwendung benötigen Sie dazu einen zweiten Computer, der in Ihr Netzwerk (LAN) eingebunden ist. Denn einer davon dient als Client und der andere als Server: JPerf schickt dann die Daten zwischen den beiden Rechnern hin und her, um das Netzwerktempo zu berechnen. Wollen Sie zum Beispiel das WLAN-Tempo zwischen Router und einem Notebook prüfen, muss der WLAN-Router per LAN-Kabel mit einem PC verbunden sein, auf dem Jperf installiert ist.

Die Anwendung benötigt keine Installation, lediglich eine Zipdatei, die Sie auf dem Server-PC entpacken müssen. Sie starten JPerf über einen Doppelklick auf „JPerf.bat“ und erlauben dann eine mögliche Zugriffsmeldung Ihrer Firewall. In der geöffneten Maske wählen Sie den aktuellen PC als Server aus und notieren sich dessen IP. Diese ermitteln Sie über die Eingabekonsole, die Sie mit der Tastenkombination [Windows + R] und der Eingabe von „cmd“ aufrufen. Tippen Sie dann in der Konsole den Befehl „ipconfig“ ein, und Windows listet Ihnen die entsprechenden Werte auf. Im Ergebnis taucht auch die „IPv4-Adresse“ auf, die genau die Zahlenfolge darstellt, die Sie benötigen.

Nun brauchen Sie den zweiten PC als Client, wobei Sie ähnlich vorgehen wie beim Server, nur markieren Sie hier in JPerf die entsprechende andere Option. Und in das Fenster neben „Server address“ geben Sie die IP-Adresse ein, die Sie sich zuvor notiert haben. Die Dauer des Tests geben Sie unter „Transmit“ ein, und unter „Output Format“ legen Sie die Einheit der Ergebnisse fest. Dann starten Sie zunächst am Server den Test, indem Sie „Run JPerf!“ klicken und gleich darauf auf den Client. Je höher die Geschwindigkeit in Megabyte pro Sekunde sind, desto flotter arbeitet das Netzwerk.

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