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HTML5: Ein langer Weg

13.06.2011 | 07:02 Uhr |

WHATWG wurde aus gutem Grund gegründet. Die letzte formale HTML-Spezifikation des Worldwide Web Consortium (W3C) war XHTML 1.1, die 2001 veröffentlicht wurde. XHTML war als natürlicher Nachfolger von HTML geplant, wobei XHTML 2.0 kurz darauf folgte. Aber die Bemühungen darum sind zum Teil im Sand verlaufen und man hat von W3C drei Jahre lang fast gar nichts gehört. Das ist bei IT-Standards eine sehr lange Zeit. Deswegen hat sich WHATWG, ein Zusammenschluss von Web-Technologie-Unternehmen gebildet, um diese Stille zu durchbrechen.

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In 2008 hatte W3C zwar immer noch kein XHTML 2.0 entwickelt, aber WHATWGs unabhängige Arbeit an einem neuen Konzept anerkannt. Diese neue HTML-Spezifikation ist nun als HTML5 bekannt. Das Hauptziel war die Weiterentwicklung von HTML, einem einfachen Hypertext Dokument Format zu einem Standard, der besser zu den modernen Internetanwendungen den Bedürfnissen der immer größer werdenden Web-Entwickler-Gemeinschaft passt. Deswegen hat sich W3C im Jahr 2009 entschieden, die Arbeit an XHTML 2.0 einzustellen und beim Abschluss des neuen Internetstandard HTML5 mitzuwirken.

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Aber bei W3C sind es zwei unterschiedliche Paar Schuhe, ob sie sagen, dass sie etwas tun oder es tatsächlich umzusetzen. Die Arbeit an HTML5 wird fortgesetzt… fortgesetzt und bis heute fortgesetzt. Und mittlerweile wird der neue Standard nicht einmal mehr bis zum Ende des nächsten Jahres erwartet.

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Niemand hat jemals behauptet, dass es einfach sei, einen Industriestandard zu etablieren. Aber in der Zwischenzeit haben Browser-Anbieter, welche sehr erpicht darauf sind die neuesten Funktionen zu zeigen, angefangen halbfertige Ideen und unvollständige Spezifikationen, in inkonsistenter Art und Weise zu integrieren. Das berühmteste Beispiel hierfür ist die lang erwartete <video>-Bezeichnung. Das Komitee hat es aufgegeben diese Bezeichnung genauer zu spezifizieren, da keine Einigung erreicht werden konnte. Nun kann jeder Browser-Anbieter die Video-Formate, die er für richtig und wichtig erachtet, unterstützen.

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