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Gutes Design mit Word

12.05.2019 | 13:59 Uhr |

Der Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Broschüre ist ihr Design. Am allerwichtigsten: Achten Sie darauf, wie die Broschüre in ihrer späteren Auslage auf den Betrachter wirkt. Steht sie eingepfercht neben anderen Broschüren? Dann müssen die wichtigsten Informationen wie der Firmenname und das Logo im sichtbaren Teil enthalten sein - meistens das obere Drittel der Vorderseite.

Nicht zu viele Schriftarten

Beschränken Sie sich auf maximal zwei Schriftarten: eine für Überschriften und eine für den Fließtext. Achten Sie bei der Auswahl der Schriftarten darauf, dass die Schriften einen angenehmen Kontrast bilden statt sich zu ähneln. Ein Font mit Serifen wie Times New Roman oder Cambria funktioniert in aller Regel gut als Fließtext, ein Font ohne Serifen wie Arial oder Calibri eignet sich besser für Überschriften. Verzichten Sie aber auf Skript-Fonts für Fließtexte, denn in größeren Blöcken sind sie schwer lesbar. Wenn Sie zu viele Schriftarten gleichzeitig in Ihrer Broschüre verwenden, sieht das Dokument schnell unordentlich aus.

Aus dem gleichen Grund sollten Sie auch bei der Farbpalette eher zurückhaltend bleiben. Um ein Farbschema aufzusetzen, klicken Sie auf den "Seitenlayout"-Tab in der Ribbonleiste und dann auf "Farben". Wählen Sie dort ein Farbenset aus, das Ihrem gewünschten am nächsten kommt. Klicken Sie dann auf "Neue Designerfarben erstellen" und bearbeiten Sie das Set so, dass es exakt die Farben enthält, die Sie benutzen möchten. Speichern Sie das neue Farbschema für den künftigen Gebrauch.

Schlichtheit ist der Schlüssel, um eine Nachricht zu vermitteln. Beschränken Sie sich also auf eine kleine Auswahl an Bildarten, zum Beispiel Fotos und ein Linien-Design und achten Sie auf eine einheitliche Optik. Microsoft bietet zahlreiche Clip Arts und Fotos, die Sie in Word unter "Einfügen", "ClipArt" finden. Alternativ durchstöbern Sie mal Flickr.com nach Fotos, die mit dem Zusatz "Creative Commons License" versehen sind. Wenn Sie immer noch nichts passendes für Ihre Broschüre gefunden haben, werfen Sie einen Blick auf Bilder-Seiten wie iStockPhoto.com oder Fotolia.com. Oft können Sie dort gleich ganze Foto-Sets von einem Fotografen oder Grafik-Designer erwerben, die gut miteinander harmonieren und der einheitlichen Optik besonders zuträglich sind.

Die meisten Bilder von Microsoft und den oben genannten Bilder-Seiten sind groß genug, um sie auf jedem beliebigen Drucker in passender Qualität auszudrucken. Als goldene Regel gilt, dass ein Bild etwa 150 Pixel pro gedruckten 2,5 Zentimeter haben sollte. Ein ausgedrucktes Bild mit 10x15 Zentimetern sollte im Original also mindestens 600x900 Pixel groß sein. Um Skalierungsprobleme zu vermeiden, vergrößern Sie keine Bilder mehr, sobald Sie sie einmal in Ihre Word-Broschüre importiert haben. Ziehen Sie sie dort zu groß, sehen Sie später im Druck hässliche Zackenkanten. Im Gegenzug bereitet es normalerweise keine Probleme, wenn Sie die Bilder in Word noch verkleinern.

So geht's: Bilder perfekt in Word einfügen

Ein Design für alles

Wenn Sie eine ganze Reihe von Broschüren für ein und dieselbe Firma entwerfen, sollten alle die gleichen Schriftarten und Farben besitzen und auch das grundlegende Design erkennen lassen. Zu diesem Zweck erstellen Sie ein Basis-Layout mit Textboxen und Beispielbildern dort, wo später die richtigen Bilder platziert werden sollen. Fügen Sie auch Details hinzu, die in jeder Broschüre vorhanden sein sollen – etwa den Firmennamen, die Adresse und das Logo. Speichern Sie das so erstellte Design als individuelle Dokumentvorlage unter "Datei", "Speichern unter", "Word-Vorlage (.dotx)". Vergessen Sie nicht, Ihrer Vorlage einen passenden Namen zu geben und als Speicherziel den Ordner "Templates" anzugeben.

Wann der Profi ran muss...

Wenn Sie Schwierigkeiten damit haben, ein wirklich ansprechendes Broschüren-Design zu entwerfen, beauftragen Sie lieber einen professionellen Grafikdesigner mit der Arbeit. Sofern der damit einverstanden ist, eine Vorlage mit Word für Sie zu entwerfen, können Sie diese für Folgearbeiten weiter verwenden. Die meisten Designer arbeiten allerdings fast ausschließlich mit den Programmen, die sie gewohnt sind. In diesem Fall können Sie den Grafiker auch bitten, lediglich einzelne Teile der Broschüre wie Logos, Dekorelemente und ähnliches als transparente .png-Datei zu entwerfen. Die können Sie dann problemlos in Ihre Word-Vorlage selbst einfügen. Auf diese Weise kombinieren Sie die professionellen Talente des Designers mit Ihren Fähigkeiten in Word und kommen so letztlich doch noch an eine angemessene Firmenbroschüre.

 

 

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