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Guter erster Eindruck

Wie schon zuvor erwähnt sind die Web Apps für jeden, der ein Hotmail oder Live.com-Benutzerkonto besitzt, kostenlos über SkyDrive verfügbar. Die Erstellung eines Benutzerkontos zur Verbindung mit den Web Apps war genauso einfach wie das darauffolgende Hochladen und Ansehen der Dateien. Jedoch empfanden wir die SkyDrive-Benutzeroberfläche an einigen Stellen inkonsistent und sogar verwirrend. Beispielsweise zeigt der "zeige alle"-Link und der SkyDrive-Link die gleichen Dateien und Ordner mit jeweils unterschiedlichen Top-Menüoptionen an. Manchmal konnten wir über die "Dateieigenschaften"-Ansicht durch verschiedene Dateien scrollen, manchmal aber auch nicht. Diese Funktion war davon abhängig, wie genau ich auf die Dateieigenschaften gelangt bin.

Microsoft Office Web Apps
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© 2014

Außerdem waren wir nicht sehr glücklich über die sehr großen und teilweise unangebrachten Werbebanner über den SkyDrive-Seiten. Natürlich muss auch Microsoft mit seinen kostenlosen Diensten Geld einspielen, aber der Mix aus normaler Werbung und Werbung für Dating-Dienste und schrecklich bunt animierte Banner, war teilweise an der Grenze des Erträglichen. Glücklicherweise wird bisher keine Werbung auf den Office Web App Seiten selbst eingeblendet.

Nach einem Klick auf eine Datei in SkyDrive hat sich wie zuvor ein sehr detailgetreues Office-Dokument vor unseren Augen aufgebaut. Dies ist ein wahrer Glanzpunkt der Microsoft Office Web Apps. Nutzer, denen die Software fehlt um die neueren XML-Dateiformate von Word, Excel und PowerPoint zu öffnen, können nun die Web Apps nutzen um die Dateien haargenau am Bildschirm angezeigt zu bekommen und nach Belieben kleinere Formatierungsänderungen vornehmen. Dies schließt vor allem auch Linuxnutzer mit ein.

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Nutzer einer 64-Bit Windowsversion werden jedoch enttäuscht sein. Die Druckfunktionen, welche sehr gut aussehende Ausdrucke mit 32-Bit-Windowssystemen erzeugt, funktionieren nicht bei 32-Bit Browsern auf einem 64-Bit Windows 7 System. Wahrscheinlich liegt dies an einem Konflikt zwischen den 64-Bit Druckertreibern und dem 32-Bit Browser. Eine Teil-Alternativlösung ist der Druck über einen 64-Bit Internet Explorer 8. Jedoch wird bei dieser Vorgehensweise nur eine PDF-Datei erstellt, die danach nochmal separat gedruckt werden muss. Weitere Funktionen, beispielsweise das direkte Öffnen von Word Web App Dateien in Word 2010 scheinen auch nur mit 32-Bit Browsern zu funktionieren. Auch das Drucken von einem Ubuntu-Linux System über den Firefox-Browser ergab nur eine PDF-Datei.

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