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Gute gemachte Animationen

09.03.2004 | 14:35 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die frühen Menschen werden von Schauspielern gemimt, die urzeitlichen Tiere sind gut gemachte Animationen. Die Verhaltensweise, die Kleidung und die Kriegsbemalung der Ur-Amerikaner oder der frühen Aborigines in Australien lassen sich anhand der erhaltenen Knochenfunde natürlich kaum mehr rekonstruieren.

Hier suchten die Serien-Macher unverkennbar nach Parallelen bei modernen "Wilden". So beruht zwangsläufig vieles auf Spekulation - zum Beispiel die blaue Gesichtsfärbung bei einer Beerdigung, oder schwarze und rote Streifen im Gesicht, wenn die Männer auf die Jagd gingen. Der Film weist auf dieses Problem fairerweise auch immer wieder hin und leugnet nicht, dass viel des Gezeigten auf Spekulationen beruht.

Über den Titel des Films kann man aber streiten. Denn die Menschen werden durchwegs als gnadenlose Jäger skizziert, die möglicherweise Schuld sind am Verschwinden vieler nordamerikanischer Großtierarten am Ende der letzten Eiszeit. Sie haben diese regelrecht ausgerottet. Der steinzeitliche Mensch war also bereits eine Gefahr für seine Umwelt und unterscheidet sich somit in diesem Punkt nicht allzu sehr von uns heute. Da stellt sich natürlich die Frage: Wer sind eigentlich die Monster in diesem Film ...?

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