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Adobe Connect

09.01.2013 | 11:17 Uhr |

Kostenlose 30-Tage-Testperiode; danach monatliche, jährliche oder Zahlung nach Verbrauchsvolumen zu unterschiedlichen Preisen; Plattformen: Alle mit Flash-Unterstützung, iOS, Android

Adobe Connect
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© Adobe

Ein großes Kaufargument für Adobe Connect ist seine Verfügbarkeit auf nahezu allen Plattformen. Es wurde komplett in Flash programmiert, funktioniert also genauso gut auf Macs wie auch auf Windows PCs (und in der Theorie auch auf allen anderen Plattformen mit Flash-Unterstützung). Der Nachteil einer komplett in Flash programmierten Anwendung: Manche Browser stoßen bei gewissen Funktionen des Programms an ihre Grenzen. Das Adobe Connect Add-In, das zum Beispiel benutzt wird, um seinen Bildschirm mit anderen Konferenz-Teilnehmern zu teilen, funktioniert etwa nicht automatisch im Chrome-Browser wegen seiner stark abgesicherten Flash-Einbindung. Sie müssen also entweder an den internen Einstellungen von Chrome herumspielen, oder auf einen anderen Browser (etwa Firefox) umsteigen.

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Nutzer von Adobe Connect werden in drei Gruppen unterteilt: Hosts, Präsentatoren und Teilnehmer - jede einzelne Gruppe mit einem bestimmten Set an Rechten und Privilegien. Ein Host besitzt beispielsweise die komplette Kontrolle über das Meeting; ein Präsentator wird hingegen erst vom Host bestimmt und hat das Recht, zu reden und Slideshows zu präsentieren. Die Panels des Programms, auch "Pods" genannt - also das Video-Fenster, die Teilnehmerliste, die Chat-Box und so weiter - sind für jeden Teilnehmer sichtbar. Pods können dazu genutzt werden, bestimmte Aufgaben zu erfüllen - etwa eine Umfrage unter den Teilnehmern zu starten, Notizen von einzelnen Teilnehmern einzubuchen, Dateien zum Teilen hochzuladen und schriftlich eingereichte Fragen von Teilnehmern zu moderieren.

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Buttons an der rechten Seite des Fensters lassen Sie die Panels in drei voreingestellten Layouts arrangieren: Teilen, Diskussion und Kollaboration. Wer sein komplett eigenes Layout für seine ganz persönlichen Konferenz-Zwecke erstellen will, kann das im sogenannten "Prepare Mode" tun. Zunächst nur für sich selbst - wer sein Arrangement am Ende "live" stellt, versorgt auch die restlichen Teilnehmer damit.

Die reine Video-Konferenz-Funktion von Adobe Connect bringt nahezu alle wünschenswerten Features mit: Sprecher-Fokus (der Video-Feed wird gewechselt, sodass immer derjenige prominent hervorgehoben wird, der gerade spricht), administrative Kontrolle über Kameras und Mikrofone, und so weiter. Allerdings scheint die Performance von Connect sehr stark von der geografischen Entfernung der Teilnehmer abzuhängen. Sind die Entfernungen besonders groß - zum Beispiel bei einem Teilnehmer in Deutschland und einem anderen in den USA - stimmen Video- und Tonspur nicht mehr überein.

Mit Connect lassen sich auch Anwendungen, Fenster oder ganze Desktops mit anderen Teilnehmern teilen - allerdings nur einseitig: Ihre Gesprächspartner können den geteilten Inhalt zwar sehen, ihn aber nicht aktiv kontrollieren. Sie können allerdings einen Inhalt Ihrer Wahl auf das Whiteboard der Anwendung stellen, sodass die restlichen Teilnehmer ihn zumindest mit Kommentaren versehen können - kein schlechter Kompromiss. Einige Dokumentarten, wie PowerPoint-Präsentationen, können auch auf den Connect-Server hochgeladen und von dort mit anderen geteilt werden. So benötigt der Präsentator nichtmal die passende Software für den Dokumententyp.

Fazit: Connect sammelt Bonuspunkte für seine ausgereifte Präsentation und dafür, dass es auf jedem System läuft, das Flash unterstützt. Allerdings lässt die Qualität der Video-Konferenz oft zu wünschen übrig.

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