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Gravierende Unterschiede bei Navi-Apps

05.09.2010 | 09:11 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die meisten Navigations-Apps gibt es für Apple iOS , unter anderem von Tomtom. Die Tomtom-iPhone-Navi-App nutzt sogar die Stauwarnungen von HD Traffic , die erfahrungsgemäß sehr gut sind. Microsoft hat mit Microsoft Bing Maps ebenfalls eine kostenlose Navigationslösung für Windows-Mobile-Geräte im Angebot . Nokia wiederum stellt seinen Kunden mit Ovi Maps eine kostenlose Navi-Lösung für diverse Nokia-Smartphones zur Verfügung. In diesem Artikel wollen wir uns aber auf die Navigation auf Android-Smartphones konzentrieren.

Typische Merkmale einer leistungsfähigen Navi-Lösung sind Turn-by-Turn-Ansichten (die Darstellung auf dem Display wird also fortlaufend an die reale Situation angepasst, idealweise in einer 3D-ähnlichen Darstellung) und Sprachausgabe der Fahranweisungen sowie Stauwarnungen beziehungsweise Informationen zur Verkehrslage. Außerdem sollte man entlang der Route bestimmten Points-of-Interest (POIs) finden können, beispielsweise Tankstellen oder Parkplätze.

Google Maps Navigation
Vergrößern Google Maps Navigation
© 2014

Wer sich eine Navi-App auf seinen Androiden holen will, hat die Wahl zwischen einer Gratis-Lösung und einer kostenpflichtigen Software . Man muss bei Navigations-Software für Smartphones zudem zwischen zwei grundsätzlich unterschiedlichen Vorgehensweisen unterscheiden :
1. On-Board-Systeme/Offline-Systeme , bei denen das Kartenmaterial (das bei den kostenpflichtigen Lösungen meist von Navteq oder Tele Atlas , gelegentlich aber auch von Open Street Map stammt) komplett auf der SD-Karte des Smartphones installiert wird und die Routenberechnung im Smartphone erfolgt.
2. Und Off-Board-Lösungen/Online-Lösungen ( Google Maps Navigation, Skobbler, O2 Telmap ), bei denen das Kartenmaterial (meist Open Stree Map; bei Google Maps stammen die Karten von Tele Atlas) fortlaufend vom Server heruntergeladen wird und der Server auch die Streckenführung ermittelt. Beide Vorgehensweisen haben Vor- und Nachteile.

Die Offline-Lösungen (die prinzipiell den klassischen Navigationsgeräten entsprechen) ermitteln die Route unabhängig von einer bestehenden Internetanbindung, es fallen im Ausland keine Roamingkosten an. Die Route ist gespeichert auf dem Smartphone und immer verfügbar. Das Kartenmaterial wird aber nicht automatisch aktualisiert – darum muss sich der Benutzer schon selbst kümmern, wodurch zusätzliche Kosten anfallen können (bei klassischen Stand-Alone-Navis geht der Trend allerdings immer mehr zu Abomodellen: mit dem Kauf eines Navis erwirbt man Anspruch auf Karten-Updates für einen bestimmten Zeitraum wie beispielsweise drei Jahre. Updates kommen in der Regel alle drei Monate). Zudem sind die Offline-Navi-Lösungen generell kostenpflichtig.

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