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Grafikkarten

23.12.2004 | 11:22 Uhr |

Bis zu 100 Prozent mehr 3D-Leistung gratis

Problem : Ihre Grafikkarte ist mit Nvidias Grafikchip Geforce 6800 LE bestückt. Nun wollen Sie diese für Ihre Spiele aufpeppen, sprich: die 3D-Leistung der Karte erhöhen. Allerdings kennen Sie den Namen des dafür nötigen Tools nicht, und Sie wissen auch nicht, wie Sie vorgehen sollen.

Lösung : Erfolg haben Sie mit der englischsprachigen Freeware Riva Tuner für Windows 98/ME, 2000 und XP. Denn Sie können damit Ihre Grafikkarte in 500 Euro teures Geforce-6800-Ultra-Modell verwandeln. Dazu aktivieren Sie in der englischsprachigen Freeware alle sechs Vertex- respektive 16 Pixel-Pipelines, die beim Ultra-Modell von Haus aus eingeschaltet sind. Folge: Bei LE-Varianten, die ab Werk mit vier respektive acht Pipelines arbeiten, verdoppeln Sie damit auf einen Schlag die 3D-Leistung. Bei Karten mit dem Geforce-6800-Chip, die normalerweise mit fünf respektive zwölf Pipelines werkeln, beträgt das Tempoplus immerhin noch stolze 70 Prozent.
Auf das Leistungsniveau einer 6800-Ultra-Karte hieven Sie die LE- und die normale 6800er-Version allerdings nicht. Dazu müssten Sie nämlich noch den Chip- und den Speichertakt Ihrer Karte auf die Werte des Ultra-Modells hochschrauben. Doch das dürfte weder der LE-Chip noch der normale 6800er mitmachen – die Hitzeentwicklung wäre zu groß. Außerdem erreicht der Speicher der günstigen Karten wegen seiner höheren Zugriffszeiten nicht die Taktraten des Ultra-Modells.
Und so gehen Sie vor: Installieren Sie den aktuellen Nvidia -Referenztreiber und anschließend Riva Tuner. Starten Sie das Tool, und klicken Sie im “Main”-Menü im oberen Abschnitt “Target adapter” auf den Schalter “Customize...”. Daraufhin öffnet sich ein Fenster mit sechs Symbolen. Klicken Sie auf das Grafikkartensymbol ganz links, und Sie landen im Menü “Low-level system tweaks”. Wechseln Sie auf die Registerkarte “NVStrap driver”, und klicken Sie ganz unten auf “Install”. Wählen Sie im Abschnitt “Graphics processor configuration” im Pull-down-Menü die Option “custom”. Klicken Sie auf “Customize”, und setzen Sie bei allen Einträgen, die als “disabled” gekennzeichnet sind, in der jeweiligen Zeile ganz links ein Häkchen. Bestätigen Sie mit “OK”. Aktivieren Sie abschließend “Allow enabling hardware masked units”, bestätigen Sie die Warnung mit “Yes”, und klicken Sie auf “Übernehmen” und “OK”. Führen Sie den geforderten PC-Neustart mit “Yes” aus. Nun sollten alle Pipelines aktiviert sein. Treten Bildfehler auf, müssen Sie die zuvor aktivierten Pipelines der Reihe nach wieder abschalten. In diesen Fällen handelt es sich um defekte Pipelines.

Inoffizielle Grafiktreiber: Tempo und Bildqualität erhöhen

Problem : Sie sind mit dem aktuellen Treiber Ihrer Grafikkarte unzufrieden. Gerade bei Ihrem Lieblingsspiel sind Abstürze an der Tagesordnung. Außerdem wünschen Sie sich eine bessere Bildqualität.

Lösung : Im Internet wimmelt es von inoffiziellen und veränderten Treibern für ATI und Nvidia-Grafikkarten. Teilweise handelt es sich dabei um Testversionen von den Grafikchipherstellern, die noch nicht oder überhaupt nicht zur Veröffentlichung vorgesehen sind: Damit können Sie schon vor der offiziellen Freigabe ausprobieren, ob bestimmte Spiele schneller oder schöner werden und ob es neue Optionen gibt. Bei einigen Treibern handelt es sich um Modifikationen von Fans: Sie schalten Optionen frei, die dem Anwender bei den offiziellen Treibern nicht zugänglich sind, beispielsweise zum Übertakten, oder verbessern den Treiber in puncto Tempo oder Bildqualität.
Schritt 1: Treiber beschaffen. Die besten Chancen, an inoffizielle oder Betatreiber zu kommen, haben Sie auf spezialisierten Websites wie 3DCenter , The guru of 3D oder Rage 3D . Modifizierte Treiber stehen meist kurz nach einer offiziellen Treiberversion von ATI oder Nvidia im Internet.
Schritt 2: System sichern. Da die inoffiziellen Treiber nicht so umfassend getestet werden wie offizielle Versionen, besteht immer das Risiko, dass sie Ihr System instabil machen. Deshalb sollten Sie vor dem Experimentieren mit diesen Treibern Ihre Konfiguration sichern – entweder per Image-Software oder durch das Anlegen eines Wiederherstellungspunktes bei Windows XP.
Schritt 3: Treiber installieren. Vor dem Einrichten des neuen Treibers sollten Sie den alten komplett de-installieren. Das gilt auch für Zusatz-Software wie das ATI Control Panel. Entpacken Sie die Treiberdatei in ein Verzeichnis. Ein Doppelklick auf die Setup- Datei startet den Installationsvorgang. Nur die Forsage-Treiber müssen Sie manuell per Geräte-Manager installieren. Windows-Warnungen, dass Sie einen nicht zertifizierten Treiber installieren wollen, können Sie wegklicken.
Schritt 4: Optionen nutzen.
Schon bei der Installation bieten die Treiber Extras an: Alle Treiber für ATI-Karten lassen auch Soft-Mods zu, also das Verändern des Grafikchips per Software. Andere Änderungen sind für den Anwender unsichtbar: Die internen Verbesserungen der Treiber äußern sich nur in der Praxis – durch höhere Leistung und bessere Bildqualität. Sie können offizielle Treiber aber auch selbst manipulieren. Das beliebteste Tool dafür ist Riva Tuner für die Detonator/ Forceware-Treiber von Nvidia-Karten. Im Menü „Power user“ lassen sich meist die vom Treiber erstellten Registry-Einträge verändern. Zum Beispiel können Sie ein verborgenes Menü zum Übertakten frei schalten. Gehen Sie dazu im „Power user“- Menü auf den Registry-Eintrag, der die Bezeichnung „Control panel global“ enthält. Mit einem Klick auf das Pluszeichen klappt das Menü aus. Beim zweiten Eintrag „Cool- Bits“ setzen Sie den Wert. Schließen Sie Riva Tuner, und gehen Sie zu den „Eigenschaften“ Ihrer Grafikkarte. Meist Rechtsklick auf den Desktop und „Eigenschaften, Einstellungen, Erweitert, Grafikkarte“. Hier sollten Sie den neuen Eintrag „Taktfrequenzen“ finden, in dem Sie Chip- und Speichertakt verändern können.

Direkte Kontrolle über 3D-Optionen

Problem : 3D-Effekte, die Sie im Grafikkartentreiber eingestellt haben, sind nicht automatisch auch in Spielen aktiviert. Umgekehrt gilt das genauso. Sie wollen aber jederzeit alle 3D-Optionen kontrollieren, die Ihre Grafikkarte unterstützt.

Lösung : Die englischsprachige Freeware Atuner für Windows 98/ME, 2000 und XP ermöglicht Ihnen den direkten Zugriff auf 3D-Funktionen wie Kantenglättung (Anti-Aliasing) und Texturschärfung (anisotropische Filterung). Sie können mit Atuner sogar Effekte einsetzen, die die Hersteller von Grafikkarten und -chips bei ihren Treibern nicht freigegeben haben. Die Änderungen lassen sich getrennt für Direct 3D und Open GL vornehmen, und Sie können sogar für jedes Spiel die optimalen Parameter festlegen und speichern, so dass sie auch nach einem Neustart erhalten bleiben. Ihre Einstellungen sind sofort wirksam.
So geht’s: Legen Sie im Hauptmenü von Atuner die gewünschten 3D-Effekte und -Einstellungen fest. Dann klicken Sie links unten auf „Open Profile-Manager“ und anschließend auf „Add“, um das „Add profile“-Menü zu öffnen. Tragen Sie unter „Enter profile name“ den Namen des Spiels ein. Klicken Sie auf das Ordner-Icon rechts, wechseln Sie in das Spielverzeichnis, und doppelklicken Sie auf die EXE-Datei, die das Spiel startet – in der Regel trägt sie den Namen des Spiels.
Als letzten Schritt speichern Sie das 3D-Profil für Ihr Spiel. Je nachdem, ob es sich um ein Direct-X-, ein Open-GL-Spiel oder einen Titel handelt, der beide Programmierschnittstellen unterstützt, verwenden Sie dazu die Option „Save D3D profile“, „Save OGL profile“ oder „Save both profiles“. Falls Sie die Programmierschnittstelle(n) des Spiels nicht kennen, nehmen Sie einfach die letzte Speicheroption. Im Hauptmenü von Atuner finden Sie jetzt im „Profile-Manager“ Ihren Spieleintrag, ein Linksklick darauf startet das Spiel automatisch mit Ihren individuell definierten 3D-Einstellungen.
Hinweis: Um Atuner nutzen zu können, müssen Sie eine Grafikkarte mit Nvidias Geforce- oder Quadro- respektive ATIs Radeon-Chipfamilie besitzen und unter Umständen eine bestimmte Treiberversion installiert haben. Details finden Sie auf der Atuner-Site.


Treiber-Erweiterung für ATI-Karten

Problem : Sie wollen wissen, welche Vorteile die ATI-Treiber-Erweiterung Control Center bringt.

Lösung : Die englischsprachige Freeware ATI Control Center für Windows 2000 und XP etwa bringt eine Fülle an Funktionen. Eine Vorschaufunktion erleichtert die Treiberkonfiguration – Sie sehen im Treibermenü anhand einer 3D-Szene sofort, wie sich die Änderung auswirkt. Sie können für jede beliebige 3D-Anwendung die Treibereinstellungen festlegen und in einem Profil speichern. Die Anwendung startet dann ab sofort automatisch mit dieser Konfiguration. Für jede Treiberoption lässt sich ein Hotkey definieren – häufig genutzte Funktionen laden Sie so blitzschnell.
Zudem können Sie die Darstellung für den 2-Monitor-Betrieb nun auch horizontal strecken. Indem der Treiber die horizontale Auflösung verdoppelt, verteilt er das Gesamtbild gleichmäßig auf beide Monitore – ein Modus, den viele Spiele anbieten. Wer nicht jede Woche nach einer neuen Treiberversion Ausschau halten will, kann die automatische Update-Funktion aktivieren. Auf Wunsch arbeitet sie im Hintergrund oder benachrichtigt Sie, wenn es neue Dateien zum Herunterladen gibt.
Hinweise: Nur Karten mit den ATI-Chipfamilien Radeon 9500, 9600, 9700, 9800, X300, X600, X700 oder X800 unterstützen das Control Center. Außerdem müssen der Referenztreiber des Treiberpakets Catalyst und die mehrsprachige Freeware Microsoft .NET-Framework mit deutscher Sprachdatei installiert sein.

Geräte-Manager zeigt die Grafikkarte doppelt

Problem : Nachdem Sie Ihre Grafikkarte installiert haben, zeigt der Geräte-Manager noch einen zweiten Karteneintrag, beispielsweise “Radeon 9800 Pro Secondary”. Einen Hinweis auf eine Kollision gibt es aber nicht.

Lösung : Lassen Sie sich vom Doppeleintrag nicht irritieren. Ihre Grafikkarte ist korrekt installiert. Damit Ihre Karte zwei Monitore gleichzeitig ansteuern kann, verfügt sie über zwei RAM-DACs (Random Access Memory Digital to Analog Converter). Jeder RAM-DAC arbeitet eigenständig, kann also jeweils ein analoges Monitorbild aufbauen. Deshalb installiert das Setup für jeden RAM-DAC einen eigenen Treiber. Für den Geräte-Manager sieht das so aus, als seien zwei Karten im System.

Grafikkarte erhält nicht genügend Strom

Problem : Ihre neue Grafikkarte mit Nvidia-Chip steckt korrekt im Steckplatz. Doch nach dem Start erscheint eine Meldung, dass die Karte nicht ausreichend mit Strom versorgt und daher der Funktionsumfang gedrosselt wird.

Lösung : Ziehen Sie die Karte aus dem Steckplatz, und betrachten Sie sie genau. Wahrscheinlich finden Sie an der Seite eine oder gar zwei Buchsen für ein Stromkabel. Verbinden Sie diese mit einem freien Stromkabel des Netzteils, und stecken Sie die Karte wieder in den Slot. Nach einem Neustart sollte der Warnhinweis nicht mehr kommen.
Warum diese Aktion nötig ist? Aktuelle Grafikchips sind extrem leistungshungrig – sie verbraten rund 100 Watt. Der Grafiksteckplatz allein kann sie daher nicht mehr ausreichend mit Strom versorgen. Wenn sie nicht zusätzlich Saft vom Netzteil bekommen, verringern die Karten automatisch ihre Leistung, um keinen Schaden zu nehmen. Sie drosseln also die Geschwindigkeit und/oder bieten nicht mehr alle für Spiele relevanten Funktionen.
Zu den Stromfressern gehören etwa Grafikkarten mit dem ATI-Chip Radeon X800 Pro, Radeon 9800 Pro und XT sowie Modelle mit einem der Nvidia-Chips Geforce FX 5900 XT, Geforce FX 5950 Ultra oder Geforce 6800 Ultra.

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