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Grafikkarte: Aus einem X800-Pro- ein X800-XT-Modell (II)

22.12.2004 | 08:35 Uhr |

Schritt 2: Die richtigen Pins verbinden. Drehen Sie den Grafikchip so, dass Sie die Beschriftung lesen können. In der rechten oberen Ecke des Chips sehen Sie fünf Pins – zwei links, zwei rechts und einen in der Mitte (siehe Abbildung). Sie müssen die Pins links oben und links unten miteinander verbinden – dazu benutzen Sie am besten Silberleitlack, den zum Beispiel Conrad für rund 6 Euro anbietet (www.conrad.de; Bestell-Nr. 530042-U4). Eventuell müssen Sie vorher die Kontakte der Pins etwas freikratzen.

Tragen Sie den Lack vorsichtig mit einem Zahnstocher oder einem sehr feinen Pinsel auf – nur die beiden zu verbindenden Pins dürfen Lack abbekommen, die anderen nicht. Zur Sicherheit können Sie vorher die anderen Pins mit einem Klebeband abdecken.

Schritt 3: Erfolg überprüfen. War die Modifizierung erfolgreich, sollten Sie nun einen Grafikchip mit 16 Pipelines besitzen. Um das nachzuprüfen, rufen Sie das englischsprachige ATI-Tool auf, das in den Omega-Treibern enthalten ist oder sich unter unter www.pcwelt.de/Heft-CD oder http://www.techpowerup.com/atitool/ herunterladen lässt.

Gehen Sie im ATI-Tool auf „Settings“: Im oberen Fenster sollte nun hinter „Active Pipelines“ die Zahl 16 stehen. Installieren Sie jetzt manuell die Grafikkartentreiber. Das ist nach den Erfahrungsberichten im Internet allerdings nicht trivial: Die Karten mit dem X800-XT-Chip besitzen meist noch einen zusätzlichen Chip, den Rage Theater, der für die Video-in- und -out-Anschlüsse der Grafikkarte zuständig ist. Der Treiber will nun Dateien für diesen Chip installieren, der natürlich auf der veränderten Karte nicht vorhanden ist. Deaktivieren Sie deshalb im Geräte-Manager alle unbekannten Geräte, die Sie dort nach der Treiberinstallation finden.

In den meisten Fällen wird der Grafikkartentreiber weiter einen X800-Pro-Grafikchip melden. Zeigt das ATI-Tool aber bei Ihnen 16 Pipelines an, sollte der Mod gelungen sein. Ob sich das in einer besseren Leistung niederschlägt, kontrollieren Sie mit einem üblichen Benchmark wie 3D Mark 03 oder Aquamark 3 – am besten mit besonders fordernden Einstellungen: Wählen Sie eine möglichst hohe Auflösung, und optimieren Sie die Bildqualität, indem Sie beim Testen Full-Screen-Anti-Aliasing aktivieren. Sie sollten in den Benchmarks nun deutlich höhere Werte als mit dem X800-Pro-Chip erhalten.

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